Password Exporter: Passwörter aus Firefox als XML oder CSV exportieren

Password Exporter für Firefox

Firefox macht es einem leicht, nach dem Login auf einer Website Benutzername und Passwort direkt im Browser zu speichern. Beim nächsten Besuch dieser Website wird dann das Login-Formular automatisch ausgefüllt, man braucht dann nur noch die “Anmelden”-Button zu klicken. Bei Bedarf kann man gespeicherte Logins in der Passwortverwaltung (unter “Einstellungen” > “Sicherheit”) auch einsehen, durchsuchen oder löschen.

Nicht vorgesehen ist hingegen, dass man die gespeicherten Login-Daten ausdruckt oder exportiert. Dabei gibt es durchaus Situationen, wo dies wünschenswert wäre – etwa für Backup-Zwecke oder bei der Migration auf eine andere Passwortverwaltung. In meinem Fall ging es darum, den internen Passwort-Manager von Firefox durch eine externe Lösung (konkret: KeePass) zu ersetzen. Die über Monate und Jahre zusammengekommenen Login-Daten manuell zu übertragen war allerdings keine Option.

Password Exporter für Firefox

Für solche Situationen bietet sich die Firefox-Erweiterung Password Exporter an. Er tut genau das, was sein Name sagt, und zwar wahlweise im XML- oder CSV-Format. Ist die Erweiterung installiert, so findet man bei den Einstellungen den neuen Button “Passwörter importieren/exportieren…”. Dieser öffnet einen separaten Dialog mit den oben gezeigten, weitgehend selbsterklärenden Optionen. Und wie man sieht, funktioniert auch der umgekehrte Weg, d.h. man kann Passwörter auch wieder importieren. Dies ist etwa dann praktisch, wenn man seine Daten auf einen neuen Rechner transferieren muss oder seinen Rechner neu aufgesetzt hat.

Password Exporter für Firefox

Liegen die Daten einmal als XML-Datei vor, ist der Import in KeePass problemlos möglich. Unter “File” > “Import” bietet KeePass nämlich zahlreiche Importformate, darunter auch das XML-Format, das Password Exporter erzeugt.

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Online-Dateiverwaltung mit Pydio: Eine Alternative zu Dropbox oder Box?

Pydio: Web-Interface mit Ordnerstruktur, Dateiliste und Vorschau

Pydio ist ein Dateimanager mit Web-Oberfläche. Bis vor kurzem hiess die Software AjaXplorer (Informationen zur Umbenennung), und sie ist u.a. auf NAS-Produkten von LaCie vorinstalliert. Grundsätzlich kann man Pydio aber auf jedem beliebigen Webserver nutzen, der PHP unterstützt – selbst eine Datenbank ist nicht zwingend erforderlich (die Konfigurationsdaten können aber optional in einer MySQL- oder Sqlite-Datenbank abgelegt werden statt im Filesystem.)

Die Installation ist problemlos, zumal das Installationsskript die Server-Voraussetzungen im Detail prüft und ggf. rückmeldet, welche Komponenten oder Konfigurationen für eine erfolgreiche Installation fehlen. Auch die erste Inbetriebnahme ist weitgehend selbsterklärend, zumal sich die Benutzeroberfläche stark an den Windows Explorer anlehnt: links die Ordnerstruktur, in der Mitte die Dateien des aktuellen Ordners, und rechts die Detailinformationen mit Vorschau der selektierten Datei. Das Hoch- und Herunterladen von Dateien jeglicher Art ist somit schnell erlernt, ebenso das Anlegen von neuen Ordnern und das Kopieren, Verschieben und Löschen von Dateien.

Pydio: Online-Editor für Textdateien

Pydio beschränkt sich aber nicht nur darauf, Dateien zu speichern, sondern kann sie auch bearbeiten. Textdokumente beispielsweise können direkt im Web-Interface editiert werden, und für Fotos ist sogar der Bildeditor Pixlr eingebunden. Das Prinzip hat allerdings Grenzen: Word-, Excel-, PowerPoint- oder PDF-Dokumente können nur heruntergeladen und lokal bearbeitet werden. Für Audiodateien steht immerhin ein schöner Sound Player zur Verfügung, wie man auch Bilder in der Image Preview komfortabel betrachten kann (inkl. Slideshow).

Pydio: Online-Editor für Bildateien

Damit andere Personen die Dokumente einer Pydio-Installation nutzen können, gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Für regelmässige Nutzer richtet man individuelle Konten ein und weist ihnen die gewünschten Zugriffsrechte zu. Bei Bedarf kann man auch mehrere, voneinander unabhängige Workspaces definieren – beispielsweise um die Dokumente unterschiedlicher Projekte oder Kunden getrennt voneinander abzulegen.
  • Für einen einmaligen Dateitransfer hingegen kann man einzelne Dokumente oder ganze Ordner teilen: Hierbei wird ein Link generiert, der auch ohne Login direkt zum gewünschten Download führt. Teilt man einen ganzen Ordner, so wird eine sogenannte Mini-Site eingerichtet, die je nach Konfiguration sogar Uploads zulässt. Wenn man möchte, kann man den Zugriff auf solche geteilte Dokumente limitieren, indem der Link nur eine bestimmte Anzahl Tage gültig ist oder indem er nach einer bestimmten Anzahl Downloads verfällt.

Pydio: Mini-Sites ermöglichen das Teilen eines ganzen Ordners

Um Pydio nutzen zu können benötigt man nicht zwingend einen “richtigen” Computer: Es steht auch eine App für iOS bzw. für Android zur Verfügung. Ausserdem gibt es ein Add-on für den E-Mail Client Thunderbird, das den Versand eines Dokumenten-Links anstelle eines Attachments erlaubt.

Pydio kann aber noch mehr. Spannend ist etwa die Möglichkeit, Benutzerkonten nicht manuell anlegen zu können, sondern aus einem LDAP- oder AD-Server zu übernehmen. Die Benutzer müssen sich zwar trotzdem noch an Pydio anmelden (kein Single Sign-on), aber zumindest sind die Anmeldedaten identisch. Single Sign-on gibt es “nur” in Kombination mit den CMS-Systemen Drupal, Joomla und WordPress.

Schliesslich kann man Pydio nicht nur dazu nutzen, um Dokumente im Filesystem eines Webservers zu verwalten. Pydio kann auch als Interface für andere Datenrepositories genutzt werden, etwa um auf Dateien zuzugreifen, die auf einem FTP-, Samba- oder WebDAV-Server liegen. Sogar ein Dropbox-Account kann angebunden werden.

Das führt uns zur Frage, die im Titel dieses Artikels aufgeworfen wurde: Ist Pydio eine Alternative zu Dropbox (wie es auf der Pydio-Homepage heisst)? Grundsätzlich schon, wenn es darum geht, digitale Dokumente online zu speichern und zu teilen. Gerade in Zeiten ausufernder staatlicher Überwachung werden viele Unternehmen und Organisationen ihre Dateien lieber auf einem eigenen Server als im Rechenzentrum eines US-amerikanischen Unternehmens ablegen. Was allerdings Pydio (noch) fehlt ist das, was Dropbox, Google Drive oder Microsoft Sky Drive im Alltag so komfortabel macht: Die Integration in den Windows Explorer bzw. in den Mac OS Finder. Allerdings wird bereits an einem auf Java basierenden Desktop Sync Client gearbeitet.

Pydio ist Open Source Software unter der AGPL-Lizenz. Sie kann kostenlos genutzt werden, es werden aber auch kostenpflichtige Preispläne mit professionellem Support angeboten.

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WinCDEmu: ISO Images mounten unter Windows 7, Windows Vista und Windows XP

Ein ISO Image ist bekanntlich eine Datei, welche die Daten einer kompletten CD bzw. DVD enthält. Es gibt viele Gründe, ISO Images zu verwenden: Sie ersparen den Postversand von CDs (ISO Images können via Internet transferiert werden), sie erlauben CD-Kopien mit nur einem einzigen optischen Laufwerk, und sie sind wesentlich schneller und komfortabler als physische Datenträger.

Mit einer gängigen CD/DVD-Brenn-Software (z.B. InfraRecorder) und einem Rohling kann man aus einem ISO Image wieder eine 1:1-Kopie des ursprünglichen Datenträgers erstellen. In Zeiten von Ultrabooks und Tablets ohne CD/DVD-Laufwerk ist das allerdings immer öfter nicht möglich. Wie also kommt man an die Daten im ISO Image?

Eine Möglichkeit besteht darin, die ISO-Datei mit einem Archivierungsprogramm wie z.B. 7-Zip zu öffnen – es kann dann wie ein ZIP-, GZIP- oder TAR-Archiv genutzt werden. Noch eleganter ist es aber, das ISO Image als Laufwerk zu mounten, so dass es sich genau so verhält, wie wenn man einen physischen Datenträger eingelegt hätte. Windows 8 kann das von Haus aus, ältere Windows-Versionen jedoch nicht.

WinCDEmu: Dialog beim Mounten eines ISO Image

Abhilfe schafft WinCDEmu: Hat man es installiert, so wird das Kontextmenü einer ISO-Datei um den Befehl “Select drive letter & mount” erweitert. Dieser führt zum oben gezeigten Dialogfenster, das die Auswahl eines (freien) Laufwerkbuchstabens ermöglicht und einige weitere Einstellungen zulässt. Sobald man den Dialog bestätigt, erscheint das ISO Image wie ein normales (und ausgesprochen schnelles) CD-Laufwerk im Windows Explorer.

Gemountetes ISO Image im Windows Explorer

Übrigens kann man mit WinCDEmu auch den umgekehrten Weg gehen und aus einem Datenträger ein ISO-Abbild erstellen: Hierzu wählt man im Kontextmenü des optischen Laufwerks den Befehl “Create ISO image”, gibt Dateiname und Speicherort des Abbilds vor, und erhält dann den nachfolgend gezeigten Statusdialog.

WinCDEmu: Dialog beim Erzeugen eines ISO Image

WinCDEmu ist Open Source Software mit einer LGPL-Lizenz und sollte auf keinem Windows-Rechner fehlen.

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PhoXo: Foto-Editor und Grafikprogramm für den Hausgebrauch

Fotobearbeitung mit PhoXo

(Edit: Die PhoXo-Website scheint gerade offline zu sein, die aktuelle Version 8.1 kann aber auch hier heruntergeladen werden.)

Wenn man PhoXo das erste Mal startet, dann ist man leicht verunsichert, ob sich der Download des Programms wirklich gelohnt hat: Was nämlich als erstes ins Auge springt, sind zwei Paletten mit Clip Art und Rahmen, deren Inhalt etwas schrill geraten ist. Klickt man diese weg, hat man aber ein recht konventionelles Grafikprogramm vor sich, das sich sowohl für die Fotobearbeitung als auch für die Erstellung von Bitmap-Grafiken eignet. Die Bedienungselemente sind auf acht Paletten verteilt, die sich mehrheitlich links, rechts oder oberhalb des Arbeitsbereichs andocken lassen. Wer schon einmal mit Photoshop oder einem vergleichbaren Grafikprogramm gearbeitet hat, wird sich rasch zurechtfinden: Zunächst wählt man das gewünschte Werkzeug, passt ggf. dessen Parameter an, und legt dann los.

PhoXo bietet die gängigen Korrekturfunktionen für Schärfe, Helligkeit, Kontrast und Farbe (wenn auch leider ohne Histogramm), eine ganze Reihe von Filtern sowie die üblichen Malwerkzeuge. Hinzu kommen einige speziellere Funktionen wie z.B. das Rote-Augen-Werkzeug (zur Retouche von roten Pupillen bei Blitzaufnahmen) oder die Konvertierung eines Bildes in eine ASCII-Grafik. Erwähnenswert scheint mir, dass PhoXo auch Ebenen bietet, denn wer einmal mit Ebenen gearbeitet hat, möchte keinesfalls auf sie verzichten. Auch eine mehrstufige Undo-Funktion ist vorhanden (wobei man gut daran tut, den Standardwert von nur 20 Schritten in den Einstellungen zu erhöhen). Beim Speichern werden die Grafikformate BMP, JPEG, GIF, PNG, TIFF, TGA sowie das PhoXo-eigene Format unterstützt.

Wer ein kostenloses Grafikprogramm sucht, das rasch erlernt werden kann und die wichtigsten Funktionen bietet, ist mit PhoXo gut bedient. Natürlich ist es von Photoshop weit entfernt, aber es arbeitet mit vergleichbaren Konzepten und kann manchmal mehr, als man ihm zutrauen würde. Auch für Kinder bietet das Programm einen guten Einstieg in die Bildbearbeitung – diese werden bestimmt auch an der Clip-Art-Bibliothek sowie an den teilweise recht abgefahrenen Effektfiltern ihre Freude haben. Hilfreich sind auch die eingebauten Online-Hilfen sowie die Lokalisierung der Programmoberfläche in derzeit 16 Sprachen (u.a. Deutsch). Allerdings ist PhoXo ein reiner Editor: Wer eine Fotoverwaltung im Stil von Picasa oder iPhoto sucht, die zudem nicht-destruktive Bildbearbeitung bietet, ist hier definitiv falsch.

PhoXo ist Open Source Software, wenn auch weder die Website noch das Programm selbst genauere Angaben zur konkreten Lizenz machen. Das Programm läuft nicht nur (wie angegeben) unter Windows XP, Windows Vista und Windows 7, sondern auch unter Windows 8. Zudem gibt es eine portable Version von PhoXo, die man auch ohne Installation direkt von einem USB-Stick aus starten kann.

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Flycut: Mac OS Zwischenablage mit Plaintext-Option und Historie

Flycut Menü-Extra: Historie der Inhalte der Mac OS Zwischenablage

Es gibt zwei Gründe, um Flycut zu installieren: Entweder vermisst man auf dem Mac die Möglichkeit, Texte aus der Zwischenablage ohne Formatierungen in ein Dokument einzufügen. Oder man möchte nicht bloss den aktuellen, sondern auch frühere Clipboard-Inhalte einfügen können.

Flycut ermöglicht beides, wenn auch mit einer wesentlichen Einschränkung: Das Herausfiltern der Formatierungen aus kopierten Texten ist nicht bloss eine Zusatzfunktion – Flycut kann generell nur mit unformatierten Texten umgehen. Auch Bilder, Audiodateien und andere Medien können mit Flycut nicht kopiert werden. Wer also ein Mac OS Utility sucht, das eine umfassende Historie aller Kopiervorgänge inkl. multimediale Inhalte bietet, muss auf eines der zahlreichen anderen Tools zurückgreifen.

Flycut: Inhalte der Zwischenablage per Tastenbefehl einfügen

Wem es wirklich nur um Texte geht, der erhält mit Flycut aber eine schlanke, selbsterklärende Lösung, die man schnell nicht mehr missen möchte. Das Programm manifestiert sich nach dem Start als Menu Bar Extra und bietet dort Zugriff auf die Clipboard History und die Programmeinstellungen. Wählt man einen Eintrag in der Historie aus, so wird der Text in das aktuelle Dokument eingefügt. Alternativ kann man eine (wählbare) Tastenkombination benutzen, welche den Inhalt der Zwischenablage komplett anzeigt; über die Cursor-Tasten kann man dann durch die einzelnen Texte blättern, bis man den richtigen gefunden hat.

Flycut ist eine Weiterentwicklung von Jumpcut, ist Open Source Software mit einer MIT-Lizenz und kann über den Apple App Store kostenlos installiert werden.

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phpMyAdmin: Zusatzfunktionen aktivieren mit dem Configuration Storage

Der Datenbank-Manager phpMyAdmin verfügt über einige nützliche Funktionen, welche insbesondere die Arbeit mit Beziehungen vereinfachen. Leider sind sie in der Standardinstallation nicht verfügbar. Dieser Artikel beschreibt zunächst einige dieser Funktionen und zeigt dann, wie man den dafür erforderlichen phpMyAdmin Configuration Storage konfiguriert.

Zusatzspalten in Fremdschlüssel-Dropdowns

phpMyAdmin: Fremdschlüsselwerte mit Zusatzspalte im Dropdown

Nehmen wir an, wir haben eine Beziehung zwischen den Tabellen company und employee definiert. Jeder Angestellte soll dabei genau einer Firma zugeordnet werden, eine Firma kann eine beliebige Anzahl von Angestellten haben. Somit wird der Primärschlüssel aus der Tabelle company als Fremdschlüssel in der Tabelle employee hinterlegt, und ein Foreign Key Constraint (= dt. Beschränkung für auswärtige Schlüssel) stellt sicher, dass nur gültige Fremdschlüssel-Werte eingetragen werden.

Geht es nun an die Erfassung der Angestellten, dann ist die Zuordnung zu einer Firma etwas mühsam, weil man die ID (also den Primärschüsselwert) der Firmen kennen muss. Viel einfacher ist es, wenn im Dropdown nicht nur die IDs, sondern eine Zusatzinformation wie z.B. der Firmenname angezeigt wird (vgl. obigen Screenshot).

phpMyAdmin: Anzuzeigende Spalte auswählen

Ist der Configuration Storage konfiguriert, dann geht dies ganz einfach: Man muss lediglich in der Parent Table die anzuzeigende Spalte (engl. Choose column to display) auswählen. Diese Einstellmöglichkeit befindet sich auf der Seite Beziehungsübersicht unterhalb der Tabellenverknüpfungen.

Grafisches Datenbankschema im phpMyAdmin Designer

Grafische Datenbankstruktur im phpMyAdmin Designer

Der phpMyAdmin Designer bietet eine grafische Darstellung der Tabellen und Beziehungen in einer Datenbank, wie man sie auch von anderen Datenbank-Tools her kennt. Hier kann man sich nicht nur einen guten Überblick über Tabellenverknüpfungen verschaffen, sondern auch solche erstellen. Der Designer ist über einen eigenen Tab in phpMyAdmin aufrufbar.

Datenbank-Abfragen permanent speichern

phpMyAdmin: SQL-Abfragen speichern

Muss man dieselbe Abfrage wiederholt ausführen, dann ist die Speicherfunktion für SQL-Statements praktisch. Die entsprechende Funktion wird in phpMyAdmin auch als Bookmark bezeichnet, was vielleicht etwas irreführend ist, aber den Nutzen nicht schmälert. Einmal gespeicherte Abfragen stehen dann im Tab “SQL” zur Verfügung und können von dort nicht nur erneut ausgeführt, sondern auch bearbeitet und gelöscht werden.

phpMySQL: Gespeicherte SQL-Abfragen ausführen

Nachverfolgung von Änderungen

phpMyAdmin: Verfolgungsbericht

Über den Tab Nachverfolgung besteht die Möglichkeit, Änderungen an der Datenbank bezüglich Struktur (Data Definition) und Daten (Data Manipulation) aufzuzeichnen und nachzuvollziehen. Möchte man später zu einem bestimmten Stand der Datenbank zurückkehren, kann man manuell eine Version erzeugen. Jede Version umfasst einen Schnappschuss der Datenbankstruktur sowie einen Bericht über alle Datenmanipulationen seit der letzten Version.

Der phpMyAdmin Configuration Storage

Wie bereits einleitend erwähnt setzen alle diese Funktionen den phpMyAdmin Configuration Storage voraus. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine spezielle Datenbank auf dem MySQL Server, in der phpMyAdmin alle anfallenden Metadaten speichert. Normalerweise heisst diese Datenbank phpmyadmin (in früheren Versionen pmadb), sie kann aber auch umbenannt werden. Zudem muss auf dem MySQL Server ein spezieller Benutzer existieren, der sogenannte Control User. Und schliesslich müssen gewisse Parameter in der Konfigurationsdatei config.inc.php richtig gesetzt sein.

Datenbank phpmyadmin anlegen

Tabellen der Datenbank phpmyadminDie Struktur der Datenbank phpmyadmin ist in der Datei create_tables.sql definiert, welche im Installationsverzeichnis von phpMyAdmin im Unterverzeichnis examples liegt. Importieren Sie ganz einfach diese Datei; das Resultat sollte eine neue Datenbank mit den nebenstehenden Tabellen sein. Prüfen Sie zur Sicherheit, ob die Tabellennamen mit pma_ (nur 1 Underscore) oder mit pma__ (2 Underscores) beginnen und passen Sie ggf. die Konfigurationsdatei (siehe unten) entsprechend an.

Control User anlegen

Auch den Control User müssen sie nicht manuell konfigurieren, sondern können ganz einfach das folgende SQL Statement ausführen:

GRANT USAGE ON mysql.* TO ‘pma‘@’localhost’ IDENTIFIED BY ‘pmapass‘;
GRANT SELECT (
    Host, User, Select_priv, Insert_priv, Update_priv, Delete_priv,
    Create_priv, Drop_priv, Reload_priv, Shutdown_priv, Process_priv,
    File_priv, Grant_priv, References_priv, Index_priv, Alter_priv,
    Show_db_priv, Super_priv, Create_tmp_table_priv, Lock_tables_priv,
    Execute_priv, Repl_slave_priv, Repl_client_priv
    ) ON mysql.user TO ‘pma‘@’localhost’;
GRANT SELECT ON mysql.db TO ‘pma‘@’localhost’;
GRANT SELECT ON mysql.host TO ‘pma‘@’localhost’;
GRANT SELECT (Host, Db, User, Table_name, Table_priv, Column_priv)
    ON mysql.tables_priv TO ‘pma‘@’localhost’;
GRANT SELECT, INSERT, UPDATE, DELETE ON phpmyadmin.* TO ‘pma‘@’localhost’;

Beachten Sie bitte die fett markierten Stellen im obigen SQL Statement: Diese entsprechen dem Namen (pma) und dem Passwort (pmapass) des Control Users sowie dem Namen der Configuration Storage Datenbank (phpmyadmin).

Konfigurationsdatei config.inc.php anpassen

Sind die Datenbank und der Control User einmal angelegt, dann muss phpMyAdmin noch wissen, wie diese heissen. Dies wird in der Konfigurationsdatei config.inc.php hinterlegt, welche im Wurzelverzeichnis der phpMyAdmin-Installation liegt. Folgende Konfigurationsvariablen müssen angepasst bzw. ergänzt werden:

/* Configuration Storage – Datenbank */
$cfg['Servers'][$i]['pmadb'] = ‘phpmyadmin’;

/* Configuration Storage – Tabellen */
$cfg['Servers'][$i]['bookmarktable'] = ‘pma_bookmark’;
$cfg['Servers'][$i]['relation'] = ‘pma_relation’;
$cfg['Servers'][$i]['table_info'] = ‘pma_table_info’;
$cfg['Servers'][$i]['table_coords'] = ‘pma_table_coords’;
$cfg['Servers'][$i]['pdf_pages'] = ‘pma_pdf_pages’;
$cfg['Servers'][$i]['column_info'] = ‘pma_column_info’;
$cfg['Servers'][$i]['history'] = ‘pma_history’;
$cfg['Servers'][$i]['tracking'] = ‘pma_tracking’;
$cfg['Servers'][$i]['designer_coords'] = ‘pma_designer_coords’;
$cfg['Servers'][$i]['userconfig'] = ‘pma_userconfig’;
$cfg['Servers'][$i]['recent'] = ‘pma_recent’;

/* Control User */
$cfg['Servers'][$i]['controluser']   = ‘pma’;
$cfg['Servers'][$i]['controlpass']   = ‘pmapass’;

Starten Sie zum Schluss den Datenbank- und Webserver Server neu, damit phpMyAdmin die Konfigurationsdatei frisch einliest. Danach sollten die oben beschriebenen Funktion sofort zur Verfügung stehen.

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BAV 2013: Wikipedia gehört zu den Top 10 Brands in der Schweiz

Wikipedia-Logo

Natürlich kann sich die Wikimedia Foundation dafür nichts kaufen, aber es ist trotzdem mehr als ein Achtungserfolg: Gemäss dem BrandAsset Valuator 2013 (einer internationalen Markenstudie des Agenturnetzwerks Young & Rubicam) gehört die Wikipedia in der Schweiz zu den zehn stärksten Marken (Platz 10). Nebst Google (Platz 3) ist es der einzige digitale Brand, der es in die Top 10 geschafft hat. Der BrandAsset Valuator befragt Schweizer Konsumenten zu 1’100 Marken und bewertet aufgrund der Antworten die Differenzierung, die Relevanz, die Wertschätzung und die Vertrautheit einer Marke.

Disclosure: Der Autor dieses Blogs arbeitet für die Y&R Group Switzerland AG, welche den BrandAsset Valuator in der Schweiz durchführt, war aber selbst nicht an der Studie beteiligt.

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Kommentar-Spam in WordPress Blogs verhindern

Steigende Besucherzahlen können auch ein Indikator für Kommentar-Spam sein.

Wenn ein Blog plötzlich stark steigende Besucherzahlen verzeichnet, dann kann das viele Gründe haben. Vielleicht wurde die Publikationstätigkeit markant gesteigert, vielleicht hat man einen Backlink von einer populären Plattform erhalten, vielleicht hat sich ein Artikel via Social Media viral verbreitet, oder vielleicht hat man eine Kampagne geschaltet, um den Traffic anzukurbeln. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Zugriffsstatistik genauer zu analysieren, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass die zusätzlichen Besuche von Spammern stammen, welche das Blog mit Kommentaren vollmüllen.

In meinem Fall korrelierten die steigenden Besucherzahlen leider ziemlich eindeutig mit zunehmendem Kommentar-Spam, der so gut gemacht war, dass Akismet ihn nicht ausfiltern konnte. So hatte ich auf meinem WordPress Blog ziemlich schnell viele nette Kommentare, die meine Arbeit lobten, naive Fragen stellten oder auf andere interessante Blogs verwiesen. Anfangs waren sie mehrheitlich in einer Fremdsprache verfasst und dadurch leicht zu durchschauen, aber mit der Zeit wechselten die Spammer auf Deutsch, und auch die Kommentarinhalte wurden immer raffinierter. Schon bald sah ich mich gezwungen, alle Kommentare zu moderieren statt wie bisher automatisch freischalten zu lassen.

Dass Sie heute wieder unmoderiert auf Open Mind kommentieren können, verdanken Sie dem WordPress Plug-in Cookies for Comments. Dieses hilft,  menschliche Kommentare von Spam-Bot-Kommentaren zu unterscheiden, indem es jedem Blog-Besucher ein Cookie setzt. Fehlt das Cookie – weil der Spam-Bot den Kommentar direkt absetzt – dann wird der Kommentar als Spam behandelt. Ein zweiter Mechanismus hilft, auch menschliche Spammers zu erkennen: Wenn ein Kommentar bereits wenige Sekunden nach dem Seitenaufruf abgesetzt wird, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Artikel gar nicht gelesen wurde und der Kommentar somit Spam darstellt. Das Zeitlimit kann übrigens in den Plug-in-Einstellungen selbst gesetzt werden.

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Zoom Page: Das Firefox Add-on für ideale Sichtverhältnisse

Das Firefox Add-on Zoom Page wird in einer beliebigen Symbolliste installiert.

In einer Zeit, wo Bildschirmauflösungen immer höher und Internet-Devices immer kleiner werden, braucht man gelegentlich eine Lupe, um Websites lesen zu können. Glücklicherweise ist diese Lupe inzwischen in jeden Browser eingebaut: Die entsprechende Einstellung heisst “Zoom” und erlaubt es, wahlweise nur den Text oder aber den gesamten Website-Inhalt zu vergrössern beziehungsweise – auch das ist gelegentlich erwünscht – zu verkleinern. Bei meinem 13-Zoll-Ultrabook mit 1’600 x 900 Pixeln beispielsweise komme ich häufig in die Situation, wo mir die Standard-Textgrössen einen Tick zu klein sind.

Die detaillierten Konfigurationsmöglichkeiten von Zoom Page

Weil der Weg über den entsprechenden Menübefehl etwas umständlich und die Tastaturbefehle nicht immer präsent sind, schätze ich das Firefox Add-on Zoom Page. Es sitzt in einer wählbaren Symbolleiste, ist schnell erreichbar und zeigt mir jederzeit, in welcher Zoom-Stufe ich mich gerade befinde. Für eine optimale Benutzerfreundlichkeit sorgen zudem die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten, etwa die verfügbaren Zoom-Stufen. Wer regelmässig Websites vergrössert kann zudem den Automatic Zoom aktivieren, der standardmässig jede Website auf eine vordefinierte Zoom-Stufe oder aber auf Fensterbreite bringt.

Zoom Page gehört inzwischen zu meinen Top 10 Firefox Add-ons, die ich keinesfalls missen möchte. Und mit dem nicht hundertprozentig eingedeutschten Konfigurationsdialog (vgl. Screenshot) kann ich gut leben.

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