OpenSlides: Software-Lösung für Tagungen und Versammlungen

OpenSlides - Präsentation der Tagesordnung

Lassen Sie sich durch den Namen nicht verwirren: OpenSlides ist nicht etwa eine Open-Source-Alternative zu Microsoft PowerPoint oder Apple Keynote, sondern eine Web-Applikation, um den Informationsfluss auf einem Parteitag, einer Vereinsversammlung oder einer Fachtagung zu managen. Wenn es darum geht, Anträge einzureichen, Kandidaten vorzuschlagen oder Abstimmungen und Wahlen durchzuführen, dann ersetzt OpenSlides die analogen Prozesse durch eine digitale Lösung: Auf einem lokalen Webserver installiert, steht die Plattform via WLAN allen Veranstaltungsteilnehmern vom Notebook, Tablet-PC oder Smartphone aus zur Verfügung. Die Zugriffsrechte können selbstverständlich je nach Rolle des Teilnehmers unterschiedlich gestaltet werden – mit dem Nebeneffekt, dass dass die Benutzerverwaltung von OpenSlides auch gleich eine Teilnehmerverwaltung für die Veranstaltung darstellt. Und natürlich können auch alle Redner ihre Berichte und Präsentationen (da wären wir dann wieder bei den Slides) auf der Plattform ablegen – das spart Zeit, Papier und in der Regel auch Geld.

E-Government-Lösung des Kantons Zug wird Open Source

iZug heisst die auf dem CMS Plone basierende E-Government-Lösung des Kantons Zug, die vom Berner Webdienstleister 4teamwork entwickelt wurde. Nun hat der Kanton Zug beschlossen, diese Lösung unter der GNU General Public Licence (GPL) zu veröffentlichen und so auch anderen Behörden zugänglich zu machen. iZug verbindet ein Web-CMS, einen Online-Schalter sowie Tools zur internen Zusammenarbeit (z.B. Aufgaben- und Terminverwaltung). Um die Weiterentwicklung der Plattform zu gewährleisten wurde der Verein PloneGov gegründet. Eine Fallstudie vermittelt Detailinformationen zum Intranet-Portal iZug, zudem steht eine Demo-Installation zur Verfügung.

(via Blog Digitale Nachhaltigkeit)

Bund bleibt Microsoft treu – Solothurn profitiert von Open Source Software

Ein Artikel in der NZZ beleuchtet die Haltung der Behörden in der Schweiz gegenüber Open Source Software: Millionen sparen mit Open Source. Fazit: Der Bund hat unlängst in einem fragwürdigen Verfahren Lizenzverträge mit Microsoft im Wert von 42 Millionen Franken verlängert – das Beispiel des Kantons Solothurn zeigt dagegen, dass sich mit der Umstellung auf Open Source Software finanzielle Einsparungen realisieren lassen. Lesenswert!

In diesem Zusammenhang interessant ist auch die Gründung der «Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit» durch Nationalräte der CVP, SP, FDP, EVP, GLP und Grünen. Sie kritisieren, dass in der Bundesverwaltung entgegen den Vorgaben der «Open Source Strategie Bund» und der «E-Government Strategie» noch immer einseitig auf proprietäre Software gesetzt werde. Mit Vorstössen im Parlament wollen sie deshalb den Einsatz von Open Source Software und offenen Standards in der Schweiz fördern.

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