Firefox mit Cache Status

Screenshot: Firefox mit Cache Status

Firefox puffert geladene Seiten im RAM, aber auch auf der Festplatte. Um die beiden Cache-Typen jederzeit unter Kontrolle zu haben empfiehlt sich das Addon Cache Status, das in der Statuszeile des Browsers jederzeit Auskunft über die aktuelle Belegung gibt. Per Rechtsklick kann man den Cache auch löschen, was wesentlich schneller geht als wenn man dies über die Programmeinstellungen erledigen muss. Eine kleine, aber ungemein praktische Erweiterung insbesondere für Web-Entwickler.

Screenshot: Firefox mit Cache Status

Firefox mit User Agent Switcher: Ich bin auch ein Internet Explorer (ein iPhone)

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Wenn ein Web Browser eine Webseite lädt, dann teilt er vorher dem Web Server seinen User Agent mit. Der User Agent ist eine Kennung, welche den Browser-Typ, die Browser-Version und das zugrundeliegende Betriebssystem enthält. Auf dieser Grundlage entscheidet der Web Server, welche Version einer Webseite er ausliefern soll (sofern unterschiedliche Versionen existieren). Meldet sich beispielsweise ein Browser mit dem User Agent Mozilla/5.0 (iPhone; U; CPU iPhone OS 3_0 like Mac OS X; en-us) AppleWebKit/528.18 (KHTML, like Gecko) Version/4.0 Mobile/7A341 Safari/528.16, dann handelt es sich um Safari auf einem iPhone, und entsprechend wird Version für Mobile Devices ausgeliefert.

Möchte man dieses Verhalten testen, dann ist es etwas mühsam, ständig verschiedene Browser oder gar Geräte zu benutzen. Viel einfacher ist die Installation der Firefox-Extension User Agent Switcher, mit der man den User Agent nach Belieben modifizieren kann. Hierzu kann man Presets definieren, die sich dann im Bedarfsfall rasch aus dem Menü “Extra” abrufen lassen.

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Eine grosse Einschränkung gibt es allerdings: Mit dem User Agent Switcher behauptet Firefox zwar, er sein ein Safari auf dem iPhone – aber deswegen ist er natürlich noch lange kein Safari. Dies bedeutet, dass die Seiten nach wie vor mit der Gecko-Engine des Firefox gerendert werden. Mit dieser Methode sieht man also nur, was der Web Server einem anderen User Agent schickt – nicht aber, wie jener die Seite letztlich darstellt.

Mozilla ermöglicht Sammlungen von Firefox-Add-ons

Mozilla Firefox Add-on Collections

Das Angebot an Erweiterungen für den Firefox-Browser ist Fluch und Segen zugleich: Einerseits gibt es kaum eine Anwendung, für die nicht ein praktisches Add-on existiert, auf der anderen Seite wird es immer schwieriger, den Überblick über das Angebot zu behalten.

Aus diesem Grund hat Mozilla auf der Firefox Add-ons Website eine neue Funktion aufgeschaltet, welche Sammlungen (engl. Collections) heisst. Im Prinzip handelt es sich um Favoritenlisten, welche man entweder nur abonnieren oder selbst erstellen kann. Besonders komfortabel werden Sammlungen, wenn man die Extension Add-on Collector installiert: Dann werden die persönlichen Sammlungen nämlich im Add-on-Dialog des Browsers angezeigt und können von dort aus direkt installiert werden. Das folgende Video zeigt das Prinzip:

Favicon Picker: Icons von Firefox-Bookmarks bearbeiten

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Der Favicon Picker ist eine Firefox-Extension aus der Rubrik "Klein, aber fein": Sie erlaubt es, im Eigenschaften-Dialog von Bookmarks nicht nur Name, Adresse, Schlüsselwörter und Beschreibung einzugeben, sondern auch das Icon (sog. Favicon) durch ein anderes zu ersetzen oder zu löschen.

Man mag sich nun fragen, warum dies überhaupt wünschenswert sei, schliesslich sollte das Original-Icon die beste Orientierung bieten. Leider bringt jedoch Firefox gelegentlich die Icons seiner Bookmarks durcheinander, und dann ist es natürlich um die Orientierung geschehen. Favicon Picker ist also primär ein Mittel, um vertauschte Bookmark-Icons zu korrigieren.

Blackbird: Braucht es einen speziellen Browser für Schwarze?

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Am Vorabend der Machtübernahme durch den ersten schwarzen Präsidenten in der Geschichte der USA ist eine Debatte entbrannt über den ersten schwarzen Web-Browser: Blackbird.

Basierend auf der Mozilla-Technologie bietet der Browser verschiedene Add-ons, um das Web für Schwarze besser zu erschliessen. Dazu gehört Black Search (eine Suchmaschine, die Websites von und für Schwarze bevorzugt), ein News-Ticker mit Black News, handverlesene Bookmarks mit Black Content sowie ein Toolbar (sog. Services Bar), der raschen Zugriff auf ausgewählte Videos, Social Networks, Social Bookmarks und andere Service bietet. 

Braucht es einen speziellen Browser für Schwarze? Die Meinungen gehen auseinander, und die Reaktionen waren teilweise heftig, nachdem Blackbird via TechCrunch in die Schlagzeilen geraten war. Wer 20 Minuten Zeit aufbringen kann, bekommt in der Talkshow von Brian Lehrer einige spannende Fragen und einige gute Antworten zu hören:

Persönlich habe ich zwar Verständnis dafür, dass sich die Schwarzen auch in den Online-Medien untervertreten fühlen, halte die Lancierung von Blackbird aber trotzdem für falsch. Nach dieser Logik müsste man auch einen Frauen-Browser, einen Schwulen-Browser, einen Linkshänder-Browser, einen Buddhisten-Browser und einen Rätoromanen-Browser entwickeln. Und dies würde zu einer Browser-Flut führen, welche das Publizieren und das Konsumieren von Web-Content nur schwieriger macht. Zudem könnte man die meisten Features von Blackbird auch mit einer Firefox-Extension abdecken.

OpenXMLViewer: Word-2007-Dokumente in Firefox öffnen

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Wer ein Dokument im neuen Dateiformat von Microsoft Word 2007 (*.docx) lesen will, dieses Programm aber nicht besitzt, kann es neuerdings auch mit Firefox öffnen – das Plug-in OpenXMLViewer macht’s möglich. Ist es installiert, so kann man über den normalen Weg (Datei > Datei öffnen…) das gewünschte Dokument auswählen und es vom Browser rendern lassen. Im Prinzip ist OpenXMLViewer also ein OpenXML to HTML Converter.

Ich habe das Plug-in mit einem ziemlich anspruchsvollen Dokument konfrontiert, das unter anderem Bilder, mehrspaltigen Text und Makros enthält. Resultat: Die Formatierung hat zwar arg gelitten, aber der Text war lesbar. Wenn es rasch gehen soll, dann ist OpenXMLViewer also eine pragmatische Lösung – und sie ist Open Source Software (unter der Microsoft Public License). Leider gibt es das Plug-in nur für Windows und Linux, nicht aber für Mac OS.

Und nochmals Awards: Extend Firefox 3 Contest

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Mozilla hat heute die Gewinner des Extend Firefox 3 Contest bekannt gegeben. Unter denjenigen Extensions, die in die Kränze kamen, sind auffallend viele, die sich in der einen oder anderen Form mit Bookmarks beschäftigen.

ShiftSpace: Anmerkungen auf jeder Webpage anbringen

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ShiftSpace („An open source layer above any webpage“) ist ein Skript für die populäre Firefox-Extension Greasemonkey, die es erlaubt, beliebige Webpages mit Anmerkungen zu versehen. Was dabei entsteht, sind sogenannte Shifts – eine Art Layers über den ursprünglichen Webpages, deren Inhalte zentral auf dem ShiftSpace-Server gespeichert werden und dadurch auch für andere ShiftSpace-Anwender sichtbar werden. Die Tastenkombination Shift+Space (daher wohl auch der Name) lässt am unteren Rand des Browser-Fensters einen Layer ausfahren, in dem alle verfügbaren Shifts für die aktuelle Seite aufgelistet sind.

Kleine Ursache – grosse Wirkung: Auf diese Weise kann man bei jeder Webpage einen Kommentar anbringen, auch ohne dass dies vom Betreiber dieser Webpage vorgesehen ist. Im besten Fall können Besucher einer Website ergänzende Information anbringen, konstruktive Kritik üben oder Fehler richtigstellen – im schlechtesten Fall ist ShiftSpace ein Vehikel für Pöbeleien und Spam. Der Website-Betreiber kann nichts dagegen unternehmen, allerdings sind Anmerkungen natürlich nur für ShiftSpace-Anwender sichtbar.

Wie es sich für das Web 2.0 gehört werden die neusten Shifts auf der ShiftSpace-Website angezeigt. Dort findet man auch die „Most Shifted Domains“ und „This Week’s Top Users“. Und um die ganze Sache noch ein bisschen spannender zu machen kann man nicht nur digitale Post-its anbringen (wie im obigen Screenshot gezeigt), sondern auch Textpassagen markieren, Bilder austauschen oder HTML-Code einfügen.

Interessant übrigens auch die folgende Anmerkung im Footer der ShiftSpace-Website:

„ShiftSpace is supported through a grant by the Swiss Confederation and by a commission through Rhizome.org. In 2006 it received a PrixArs honorary mention from the Ars Electronica Center.“

Bei meinen ersten Tests bin ich allerdings auf ein nicht unwesentliches Problem gestossen: Verändert sich die Webpage, so stehen die Anmerkungen plötzlich am falschen Ort auf der Seite, oder der entsprechende Inhalt ist ganz verschwunden, so dass jeglicher Bezug fehlt. Weil heutzutage dank CMS, Blog-Systemen und Wikis ganz viele Websites sehr häufig aktualisiert werden, ist die Halbwertszeit der Shifts entsprechend kurz.

Rechtschreibkorrektur für Firefox

image Ich gebe es gerne zu: Anfangs hatte ich mich noch gefragt, wozu denn eine Rechtschreibkorrektur in einem Browser gut sein soll. Denn nur um ein Kontaktformular auszufüllen braucht man nun wirklich keinen Spelling Checker.

Spätestens seit dem Web 2.0 – das den Reader zum Wreader macht – ist es jedoch offenkundig geworden, dass der Web-Browser nicht bloss ein Anzeigeprogamm, sondern auch eine Textverarbeitung ist. Und wer täglich in Blogs oder der Wikipedia schreibt weiss es bald zu schätzen, wenn unbekannte Wörter rot unterstrichen werden.

Wer Firefox benutzt, sollte deshalb unbedingt bei den Sprachwerkzeugen vorbeischauen. Nebst einer beeindruckenden Auswahl an Wörterbüchern (die auch Feinheiten wie Helvetismen und Alte bzw. Neue Deutsche Rechtschreibung abdecken) findet man hier auch den Wörterbuch-Manager, der einen raschen Wechsel zwischen unterschiedlichen Sprachen erlaubt.

Google gibt Browser Sync als Open Source frei

imageEs ist noch nicht lange her, da kündigte Google an, die Firefox-Extension Browser Sync nicht mehr weiterzuentwickeln. Nun taucht die bisher proprietäre Extension überraschend mit einer New BSD Licence auf Google Code auf. Dies bedeutet, dass Google die Extension unter einer Open-Source-Lizenz freigegeben hat. Es bedeutet allerdings nicht, dass Browser Sync bereits mit Firefox 3 laufen würde – diese Arbeit müsste noch jemand machen. Ausserdem nützt die Extension allein noch nicht viel, denn es braucht auch Server, auf denen man die Bookmarks speichern kann. Insofern ist die Meldung von OStatic zwar ein Hoffnungsschimmer, aber auch nicht mehr.