ScreenToGIF: Screenrecorder für AniGIFs

Installation eines WordPress Plug-ins (Beispiel für eine visuelle Anleitung im AniGIF-Format)
Installation eines WordPress Plug-ins (Beispiel für eine visuelle Anleitung im AniGIF-Format)

In der Frühphase des Internets waren animierte GIFs (kurz AniGIFs genannt) eine der wenigen Möglichkeiten, um Animationen auf einer Website zu platzieren. Es handelt sich um ein Bild im GIF-Format, bei dem mehrere Frames in einer einzigen Datei gespeichert sind; diese werden dann der Reihe nach angezeigt, sobald das Bild im Web-Browser geladen wird.

Obwohl es heute mit Flash und HTML5 weitaus leistungsfähigere Möglichkeiten für Animationen gibt, hat sich das in den späten 1980er Jahren erfundene AniGIF für bestimmte Anwendungen halten können, beispielsweise für animierte Smilies in Chat-Applikationen. Es gibt aber auch eine eigentliche AniGIF-Szene, welche mit diesem Format kleines Cartoons oder kurze Videoclips realisiert – googeln Sie einfach mal nach „Animated GIF“.

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WinCDEmu: ISO Images mounten unter Windows 7, Windows Vista und Windows XP

WinCDEmu: Dialog beim Mounten eines ISO Image
WinCDEmu: Dialog beim Mounten eines ISO Image

Ein ISO Image ist bekanntlich eine Datei, welche die Daten einer kompletten CD bzw. DVD enthält. Es gibt viele Gründe, ISO Images zu verwenden: Sie ersparen den Postversand von CDs (ISO Images können via Internet transferiert werden), sie erlauben CD-Kopien mit nur einem einzigen optischen Laufwerk, und sie sind wesentlich schneller und komfortabler als physische Datenträger.

Mit einer gängigen CD/DVD-Brenn-Software (z.B. InfraRecorder) und einem Rohling kann man aus einem ISO Image wieder eine 1:1-Kopie des ursprünglichen Datenträgers erstellen. In Zeiten von Ultrabooks und Tablets ohne CD/DVD-Laufwerk ist das allerdings immer öfter nicht möglich. Wie also kommt man an die Daten im ISO Image?

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Flycut: Mac OS Zwischenablage mit Plaintext-Option und Historie

Flycut Menü-Extra: Historie der Inhalte der Mac OS Zwischenablage
Flycut Menü-Extra: Historie der Inhalte der Mac OS Zwischenablage

Es gibt zwei Gründe, um Flycut zu installieren: Entweder vermisst man auf dem Mac die Möglichkeit, Texte aus der Zwischenablage ohne Formatierungen in ein Dokument einzufügen. Oder man möchte nicht bloss den aktuellen, sondern auch frühere Clipboard-Inhalte einfügen können.

Flycut ermöglicht beides, wenn auch mit einer wesentlichen Einschränkung: Das Herausfiltern der Formatierungen aus kopierten Texten ist nicht bloss eine Zusatzfunktion – Flycut kann generell nur mit unformatierten Texten umgehen. Auch Bilder, Audiodateien und andere Medien können mit Flycut nicht kopiert werden. Wer also ein Mac OS Utility sucht, das eine umfassende Historie aller Kopiervorgänge inkl. multimediale Inhalte bietet, muss auf eines der zahlreichen anderen Tools zurückgreifen.

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FilExile: Unlöschbare Dateien und Verzeichnisse löschen

FilExile: Auswahl des zu löschenden Verzeichnisses

Manchmal widersetzt sich Windows, wenn man eine Datei oder ein Verzeichnis löschen will. Oft hat dies gute Gründe – sei es, dass man die erforderlichen Rechte nicht besitzt, sei es, dass eine Datei noch in Gebrauch ist. Gelegentlich aber lassen sich Dateien oder Verzeichnisse selbst dann nicht löschen, wenn eigentlich alle Voraussetzungen erfüllt wären. Das kann an zu langen Pfadnamen, an unerlaubten Zeichen in Dateinamen oder auch nur an der Mondphase liegen – jedenfalls ist dann guter Rat teuer.

Gelegentlich hilft es, wenn man den Löschbefehl nicht über den Windows Explorer, sondern über die Kommandozeile oder einen FTP-Client gibt. Eine bequeme und unter Umständen effektivere Alternative ist FilExile, ein einfaches Windows-Tool, das Verzeichnisse und die darin enthaltenen Dateien auch unter erschwerten Bedingungen löscht. Die Bedienung ist selbsterklärend, und das Löschen erfolgt ohne viel Federlesens – einzig wenn man vitale Verzeichnisse des Betriebssystems zur Löschung auswählt, wird der “Delete”-Button vorsorglich deaktiviert. Diese Sicherung lässt sich allerdings umgehen, indem man den Advanced Mode aktiviert.

FilExile: Vitale Verzeichnisse des Betriebssystems sind im Standard Mode geschützt

FilExile ist Open Source Software und setzt auf Robocopy auf, das seit Windows Vista standardmässig installiert ist.

(via Dimido)

Cyberduck FTP Client jetzt auch für Windows

Cyberduck Datei-Browser

Auf dem Mac gehört Cyberduck längst zu den Klassikern unter den FTP-Programmen. Seit rund einem Monat gibt es nun auch eine Windows-Version (für XP, Vista und 7), die sich derzeit noch im Beta-Stadium befindet. Sie sieht nicht nur sehr ähnlich aus wie die Mac-Version, sondern bietet auch weitgehend dieselben Funktionen – was in Zukunft generell so sein soll, wie der Schweizer Entwickler David Kocher in seinem Blog ankündigt.

Der vielleicht augenfälligste Unterschied zu anderen FTP Clients wie etwa FileZilla ist das für den Mac typische Fensterkonzept: Es gibt nicht nur ein einziges Hauptfenster, sondern man kann beliebig viele Datei-Browser öffnen. So kann man bequem Dateien zwischen zwei Servern oder auch zwischen zwei Verzeichnissen desselben Servers kopieren. Dass auch der Dateitransfer-Status in einem separaten, verschwenderisch gestalteten Fenster angezeigt wird ist dann die Kehrseite des Mac-Erbes, ebenso wie einzelne Dialogboxen ohne OK/Abbrechen-Buttons, deren Änderungen sofort übernommen werden. Was dafür (noch) nicht funktioniert ist der Upload per Drag & Drop (der Download dagegen funktioniert auch unter Windows).

Cyberduck: unterstützt Protokolle

Cyberduck als FTP Client zu bezeichnen ist eigentlich eine krasse Untertreibung, denn die Software ist ein universeller Dateimanager für Server und unterstützt nebst FTP verschiedene andere Protokolle. So kann man beispielsweise auf WebDAV, Amazon S3, Microsoft Azure oder Google Docs zugreifen (vgl. obigen Screenshot). Diese Flexibilität, verbunden mit vielen praktischen Detailfunktionen, machen Cyberduck zu einer attraktiven Alternative zu den etablierten FTP Clients unter Windows.

Ant Renamer: Viele Dateien regelbasiert umbenennen

Ant Renamer: Definition der Regeln für den neuen Dateinamen

Eigentlich erstaunlich, dass man mit dem Windows Explorer Dateien nur einzeln umbenennen kann – schliesslich kommt man immer wieder in die Situation, wo man viele Dateien regelbasiert umbenennen möchte, und bei Mac OS gehört mit dem Automator ein entsprechendes Tool zum Lieferumfang. Glücklicherweise gibt es diverse kostenlose Programme, welche hier in die Bresche springen. Oft schiessen diese Programme allerdings über das Ziel hinaus und bieten derart viele Optionen, dass man sich als durchschnittlicher Computer-Anwender überfordert fühlt.

Wer eine einigermassen übersichtliche Lösung mit Open-Source-Lizenz sucht, ist mit dem Ant Renamer gut beraten. Die Benutzeroberfläche ist weitgehend selbsterklärend, die Arbeit spielt sich im wesentlichen in zwei Tabs ab: Unter “Datei” wählt man die zu bearbeitenden Dateien aus, unter “Bearbeiten” definiert man die Regeln, welche für den neuen Dateinamen zur Anwendung kommen sollen. Dabei gibt es nebst einfachen Regeln (z.B. “Zeichen einfügen” oder “Nummerierung”) auch die Möglichkeit, MP3-Tags (für Audiodateien) oder EXIF-Daten (für Fotos) zu nutzen, und natürlich fehlen auch frei definierbare Regular Expressions nicht.

Für vorsichtige Naturen bietet der Ant Renamer eine Vorschau, zudem kann die letzte (aber nur die letzte) Umbenennungsaktion rückgängig gemacht werden. Für fortgeschrittene Anwender bietet Ant Renamer die Möglichkeit, mehrere Regeln zu kombinieren und bei Bedarf auch als Batch-Datei zu speichern.

Obwohl Ant Renamer letztmals im Jahr 2008 aktualisiert wurde, kann es auch unter Windows 7 eingesetzt werden. Die Software ist unter der GNU General Public Licence (GPL) frei verfügbar.

Gelöschte Fotos (und andere Dateien) wiederherstellen mit PhotoRec

PhotoRec (Windows-Version)

Wer versehentlich eine wichtige Datei löscht und dies frühzeitig merkt, muss die Hoffnung nicht gleich aufgeben: Sofern der Bereich des Datenträgers, auf dem diese Datei gespeichert war, nicht durch neue Files überschrieben wurde, kann eine gelöschte Datei meist wiederhergestellt werden. Hierzu braucht es allerdings eine spezielle Software und ein gewisses Mass an technischem Verständnis.

PhotoRec ist eine solche Software. Sie ist unter der GNU General Public Licence (GPL) frei verfügbar und für alle gängigen Betriebssysteme (u.a. Windows, Mac OS, Linux) erhältlich. PhotoRec steht für Photo Recovery, und so ist die Software insbesondere dafür geeignet, gelöschte Fotos auf Digitalkamera-Speicherkarten aufzuspüren. Die Software kann aber im Prinzip beliebige Dateitypen auf beliebigen Datenträgern rekonstruieren.

Wenn man sich von der fehlenden grafischen Benutzeroberfläche nicht abschrecken lässt und einige Fragen zur Beschaffenheit des Speichermediums richtig beantwortet, dann beginnt PhotoRec selbständig den Datenträger zu untersuchen und kopiert die gefundenen gelöschten Dateien in einen frei definierbaren Zielordner (sinnvollerweise nicht auf dem gleichen Datenträger). Bei meinem Test liessen sich problemlos mehrere hundert gelöschte Fotos von der 2GB CompactFlash Card einer Canon EOS 350D retten. Ob dies unter allen Umständen so problemlos funktioniert, kann ich nicht beurteilen. Da PhotoRec nur lesend auf den Datenträger zugreift, kann aber auch nicht viel schiefgehen, und so ist diese Software auf jeden Fall einen Versuch wert.

Nachtrag: PhotoRec kann man auch einsetzen, um Dateien von einem korrupten Datenträger zu retten. In meinem Fall waren alle Fotos auf einer vollen 2GB CompactFlash Card unlesbar geworden, als ich die Karte über einen Card Reader an einen Windows7-Rechner anschloss. Auch die Kamera konnte danach nicht mehr auf den Datenträger zugreifen. PhotoRec hingegen kopierte sämtliche Fotos ohne Probleme von der Karte auf die Festplatte und rettete damit unsere Ferienerinnerungen.

Dual Monitor Tools: Vier Utilities zur Verwaltung von zwei Bildschirmen

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So praktisch ein Rechner mit zwei Bildschirmen im Alltag sein mag: Gelegentlich ist das Handling eines Dual Monitor Setups trickreicher als man denkt. Die Dual Monitor Tools bestehen aus vier Utilities mit Open-Source-Lizenz für Windows (.NET 2.0 erforderlich), welche beispielsweise die Positionierung eines Bildschirmhintergrunds vereinfachen (vgl. Screenshot).

(via Lifehacker)

Toucan: Synchronisierung, Backup, Verschlüsselung

Toucan (Screenshot)

Ähnlich wie Synkron ist Toucan eine Software, um Verzeichnisse zu synchronisieren oder – was letztlich ein ähnlicher Vorgang ist – im Sinne eines Backups zu sichern. Zusätzlich kann Toucan Dateien auch verschlüsseln (basierend auf ccrypt). In allen drei Modi können Jobs vorkonfiguriert und später auf Knopfdruck ausgeführt werden.

Im direkten Vergleich ist Toucan etwas einfacher gehalten als Synkron. Im Synchronisationsmodus legt man ein Quell- und ein Zielverzeichnis fest, und die einzige Herausforderung besteht darin, den richtigen Modus auszuwählen: “Kopieren”, “Erneuern”, “Spiegeln”, “Synchronisieren”, “Verschieben” oder “Säubern” stehen zur Auswahl. Das ist nicht unbedingt intuitiv verständlich, aber anhand der Online-Hilfe (leider nur in Englisch vorhanden) kommt man trotzdem rasch dahinter, und dank der Vorschau-Funktion kann man den Effekt auch vorab überprüfen.

Erstellt man ein Backup, so wird dieses als Archiv im Format Zip bzw. 7-Zip angelegt. Man kann entweder eine komplettes Backup erstellen, ein bestehendes Backup aktualisieren oder ein differentielles Backup erstellen – und natürlich gibt es auch eine Restore-Funktion. Eine sehr übersichtliche Backup-Lösung, die auch Backup-Muffel überzeugen könnte.

Bei der Verschlüsselung werden die ausgewählten Dateien individuell an ihrem Ursprungsort verschlüsselt. Sie erhalten dann die Dateiendung *.cpt und lassen sich nur noch mit Toucan und dem richtigen Passwort entschlüsseln. Für die Verschlüsselung kommt der AES-256-Algorithmus zur Anwendung. Auch hier ist die Anwendung sehr einfach und schnörkellos.

Etwas komplexer wird Toucan, wenn man Regeln, Variablen und Skripte nutzt. Eine Regel bietet die Möglichkeit, bestimmte Dateien oder Verzeichnisse regelbasiert ein- bzw. auszuschliessen; um Regeln nutzen zu können sollte man allerdings Regular Expressions beherrschen. Solche Regeln kann man dann bei Synchronisierung, Backup oder Verschlüsselung einbinden. Variablen enthalten vordefinierte Pfade oder einfache dynamische Werte wie z.B. das Datum. In einem Skript können schliesslich vordefinierte Jobs aufgerufen sowie elementare Dateibefehle ausgeführt werden. All diese Optionen kann, muss man aber nicht nutzen.

Toucan ist als PortableApp ab einem USB-Stick lauffähig. Die Software ist ausschliesslich für Windows verfügbar und unterliegt der GPL.

Ordner synchronisieren mit Synkron

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Dateien auf mehreren Datenträgern synchron zu halten ist eine lästige und zugleich anspruchsvolle Aufgabe. Fehler bei der Synchronisation gehören nach meiner Erfahrung zu den häufigsten Ursachen für Datenverlust. Um Probleme zu vermeiden braucht es drei Dinge: ein sinnvolles Konzept, eine konsequente Handhabung und eine gute Software – wie beispielsweise Synkron.

Die Hauptaufgabe von Synkron besteht darin, die Inhalte von mehreren Ordnern abzugleichen. Synchronisiert man beispielsweise Ordner A und Ordner B, so enthalten anschliessend beide Ordner exakt dieselben Dateien. Das hört sich einfacher an, als es ist. So stellt sich beispielsweise die Frage, wie mit gelöschten oder umbenannten Dateien umgegangen werden soll. Und vor allem muss die Software erkennen, welche Dateien seit der letzten Synchronisation verändert wurden und welches die neuere Version dieser Dateien ist.

Synkron berücksichtigt dabei ausschliesslich das Änderungsdatum der Datei – und das scheint mir der einzige Schwachpunkt dieser Applikation zu sein: Wenn nämlich die Dateien auf unterschiedlichen Rechnern bearbeitet werden (was wahrscheinlich ist, denn sonst bräuchte man keine Synchronisation) und wenn die Uhren dieser Rechner nicht synchron laufen, dann kann es passieren, dass die neuere Datei durch die ältere überschrieben wird. Glücklicherweise können gelöschte Versionen einer Datei wiederhergestellt werden, sofern man den Fehler rechtzeitig bemerkt.

Ansonsten überzeugt Synkron durch eine reichhaltige Ausstattung. Erwähnenswert erscheinen mir die folgenden Punkte:

  • Vor der Synchronisation kann man eine Analyse durchführen: Die resultierende Liste zeigt, welche Dateien bei einer Synchronisation aktualisiert werden – so kann man vorab gefahrlos herausfinden, ob die Synchronisation das gewünschte Ergebnis liefern wird.
  • Synkron synchronisiert nicht nur zwei, sondern grundsätzlich beliebig viele Ordner in einem Arbeitsgang.
  • Synchronisationsaufgaben, die wiederholt durchgeführt werden müssen, können als Datei gespeichert und so per Mausklick ausgeführt werden. Zudem lassen sich mehrere Einzelaufgaben zu einem sogenannten Multisync zusammenfassen.
  • Läuft Synkron im Hintergrund, so können Synchronisationsaufgaben auch zeitgesteuert automatisiert ablaufen.
  • Über Blacklists und Filter kann man bestimmte Dateien bzw. Dateitypen von der Synchonisation ausschliessen. Auf diese Weise kann man beispielsweise verhindern, dass temporäre Dateien oder Systemdateien mitsynchronisiert werden.
  • Synkron kann auch als PortableApp ohne Installation direkt ab einem Memory Stick genutzt werden.

Synkron verfügt über eine ansprechende, aufgeräumte Oberfläche. Bedingt durch den grossen Funktionsumfang braucht man dennoch einen Moment, bis man das Programm verstanden hat. Was leider fehlt ist eine Art “Simple View”, über die auch ungeübte Anwender vordefinierte Synchronisationsaufgaben ausführen könnten.

Synkron ist für Windows, Mac OS und Linux verfügbar und unterliegt der GNU General Public Licence (GPL).

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