Performance-Optimierung mit YSlow

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YSlow (ausgesprochen wie Why Slow?) ist eine Erweiterung für Firebug (eine Firefox-Extension für Web-Entwickler). Wie der Name andeutet soll das Tool bei der Analyse von Performance-Problemen helfen. So zeigt YSlow beispielsweise an, wie gross eine Seite und ihre eingebundenen Komponenten ist, wieviele HTTP-Requests sie verursacht oder welcher JavaScript-Code von überflüssigen Bytes befreit werden könnte. Für die Performance vergibt das Tool eine Note gemäss US-amerikanischem Schulsystem (Bestnote = A) und macht konkrete Vorschläge, wo Optimierungspotential besteht.

Wer eine konsequente Qualitätskontrolle seiner Websites betreibt, sollte sich YSlow sicher anschauen. Viele der angezeigten Informationen kann man sich zwar auch über das Register „Net“ in Firebug, über die Extension View Dependencies oder durch einen kurzen Blick in den Code beschaffen – aber es ist schon komfortabel, auf Knopfdruck einen Report generieren zu können.

Man muss sich allerdings bewusst sein, dass es hier primär um die Optimierung der Datenübertragung vom Web-Server zum Web-Browser geht. Die dramatischen Performance-Probleme treten aber oft auf dem Server selbst auf, etwa durch ineffiziente Applikationen, Engpässe beim Zugriff auf Datenbanken oder überlastete Web-Server. Und hier hilft auch YSlow nicht weiter.

Quicksilver wird Open Source Software

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Quicksilver von Blacktree ist ein Utility exklusiv für Mac OS X, mit dem man per Tastatur Programme starten und auch ganze Befehlsketten ausführen kann. Die Software hat in der Mac-Gemeinde Kultstatus: Sie verlangt zwar etwas Einarbeitungszeit, ist aber ein einmaliges, sehr mächtiges und ausgesprochen ästhetisches Tool für Menschen, die möglichst effizient mit ihrem Rechner arbeiten wollen.

Bisher konnte man Quicksilver zwar kostenlos benutzen, es war aber nie ganz klar, ob es sich nur um eine Vorabversion einer kommerziellen Software handelt. Diesen Spekulationen hat der Entwickler nun ein Ende bereitet, indem er den Code auf Google Code publiziert und unter die Apache Licence 2.0 gestellt hat.

InfraRecorder: Freie CD/DVD-Brenn-Software für Windows

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Wer eine Open-Source-Lösung für das Brennen von CDs und DVDs sucht, sollte sich InfraRecorder anschauen. Die Software bietet eine typische doppelte Explorer-Ansicht (oben Festplatten-Inhalt, unten CD/DVD-Inhalt), brennt Daten- und Audio-CDs, erstellt und brennt Disk Images, kann mit Dual Layer DVDs umgehen und eignet sich auch zum Erstellen von CD/DVD-Kopien.

GrandPerspective und Disk Inventory X: Belegung einer Mac-Festplatte visualisieren

GrandPerspective und Disk Inventory X sind zwei vergleichbare Open-Source-Programme für Mac OS X, die Ähnliches leisten wie WinDirStat (vgl. Festplatten-Belegung analysieren mit WinDirStat) und SequoiaView für Windows sowie KDirStat für Linux. Immer geht es darum, die Festplattenbelegung mit sogenannten Tree-Maps zu visualisieren, um Speicherplatzfressern auf die Spur zu kommen.

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GrandPerspective sieht auf den ersten Blick sehr unspektakulär aus. Die meisten Funktionen sind im Drawer untergebracht, der sich über den Button „Mehr…“ öffnet. Dort stösst man auch auf die reichhaltigen Filter-Funktionen, die das Highlight dieses Programms darstellen. Hübsch sind auch die wählbaren Farbpaletten. Dagegen vermisse ich einen Ordnerbaum, und die Zoom-Funktion ist nur bedingt brauchbar.

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Disk Inventory X überzeugt durch die synchrone Darstellung von Ordnerbaum (links) und Treeview (Mitte). Ausserdem ist die Zoom-Funktion schöner implementiert. Dafür besitzt Disk Inventory X keine Filterfunktion, die sich auf die Treeview auswirkt, und die Farbgebung beschränkt sich auf die 12 häufigsten Dateitypen, während alle anderen Dateitypen schlicht grau bleiben.

Texter: Systemweite Auto-Text-Funktion für Windows

Die automatische Textkorrektur von Programmen wie Outlook oder Word kann man einerseits dazu verwenden, um häufige Tippfehler auszubügeln (z.B. „dei“ statt „die“). Für Vielschreiber mindestens so wertvoll ist aber die Möglichkeit, Kürzel durch ganze Textblöcke zu ersetzen (z.B. „mfg“ für „Mit freundlichen Grüssen“).

Texter ist für Letzteres gedacht – und da es ein eigenständiges Programm ist, das beim Systemstart automatisch geladen wird, steht die Textersetzung systemweit zur Verfügung. Dies ist denn auch der grosse Vorteil dieser Software, die ansonsten ziemlich schmucklos ist und einen klar begrenzten Leistungsumfang hat:

  • Frei definierbare Hotstrings, die durch einen frei definierbaren Text ersetzt werden.
  • Wählbarer Trigger, um die Ersetzung auszulösen: Enter-, Tabulator- oder Leertaste.
  • Platzhalter für das aktuelle Datum, die aktuelle Zeit oder den Inhalt der Zwischenablage.
  • Script-Mode, der auch die Verwendung von Tastaturbefehlen im Ersatztext erlaubt (Shift, Control, Alt, Windows, Tab, Enter, Backspace, Cursor).

Insgesamt ist Texter ein wirklich nützliches Werkzeug. Zwei Dinge erscheinen mir allerdings verbesserungsfähig:

  • Die Ersatztexte werden nicht unter „Dokumente und Einstellungen“, sondern direkt im Programmverzeichnis gespeichert.
  • Dass Texter in jedem Programm zur Verfügung steht, ist normalerweise ein Segen, in Ausnahmefällen jedoch ein Fluch: Die kryptische Abkürzungen von Programmiersprachen beispielsweise können leicht mit den Hotstrings von Texter in Konflikt geraten. Texter sollte deshalb programmspezifische Profile bieten oder wenigstens für bestimmte Programme deaktivierbar sein.

Texter läuft unter Windows (inkl. Vista) und untersteht der GNU General Public Licence. Eine kurze Einführung inkl. Screencasts vermittelt rasch alles Wissenswerte. 

Open Source Essentials: KeePass

Der moderne Mensch verfügt über eine Vielzahl von Passwörtern, Seriennummern, PINs und Kreditkartennummern, die er sich unmöglich alle merken kann. Das verleitet dazu, immer dasselbe Passwort zu verwenden oder Passwörter auf Post-Its zu schreiben und diese an den Bildschirm zu kleben. Beides ist sicherheitstechnisch fahrlässig – und auch nicht nötig, den schliesslich gibt es Programme, welche Passwörter sicher verwalten.

Der beste Password Manager mit Open-Source-Lizenz ist KeePass von Dominik Reichl. Vom Entwickler selbst gibt es nur eine Windows-Version, auf der offiziellen Website werden aber auch Ports und Builds für Mac OS X, Linux, PocketPC und PalmOS aufgeführt.

Das Prinzip ist einfach: Alle Passwörter werden in einer verschlüsselten KeePass-Datenbank gespeichert, die nur mit einem Master-Passwort zu öffnen ist. Die Verschlüsselung erfolgt wahlweise über den Advanced Encryption Standard (AES) oder den Twofish-Algorithmus. Besonders sicherheitsbewusste Anwender wählen zusätzlich die Option, dass die Datenbank nur dann geöffnet werden kann, wenn eine zusätzliche Schlüsseldatei gefunden wird, die man beispielsweise auf einem USB-Stick oder einer CD ablegt. Ansonsten ist das Programm absolut selbsterklärend, schnell und attraktiv gemacht.

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