Apps für iPhone, Android und Blackberry entwickeln – mit HTML und JavaScript

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PhoneGap heisst ein Open Source Entwickler-Framework, dank dem man Applikationen für iPhone OS, Android und Blackberry allein mit HTML und JavaScript entwickeln kann. Dies bedeutet einerseits, dass man als Web Developer keine neue Programmiersprache lernen muss. Und es bedeutet andererseits, dass eine App auf mehreren Mobile-Plattformen laufen kann.

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Im Unterschied zu Webseiten, die auf einem Smartphone angezeigt werden, können Apps auf die API des Telefons zugreifen und dessen Funktionalität nutzen, beispielsweise den GPS-Empfänger, den Vibrations-Alarm oder das Adressbuch. Obige Tabelle zeigt, welche dieser Funktionalitäten derzeit auf welcher Plattform unterstützt werden.

Der Ansatz klingt interessant, auch wenn z.B. Symbian und Windows Mobile noch komplett fehlen und diverse andere API-Funktionen noch nicht unterstützt werden. Dank PhoneGap wird die Entwicklung von Smartphone Apps wesentlich vereinfacht. Nicht umsonst titelt Brady Forrest im O’Reilly Radar: PhoneGap, the Mobile Platform Democratizer.

Google Android: Open-Source-Betriebssystem für Mobiltelefone

Nach OpenMoko gibt es nun mit Android ein zweites freies Betriebssystem für Mobiltelefone, das auf Linux und Java basiert. Der Name stammt von einem Unternehmen, das vor zwei Jahren von Google übernommen wurde. Trotzdem ist Android kein reines Google-Produkt, sondern wird von der Open Handset Alliance getragen, der eine ganze Reihe von namhaften Telekommunikationsunternehmen, Chip- und Mobiltelefon-Herstellern sowie Software-Firmen angehören. Insofern hat Google seine Offensive gegen die Konkurrenten Windows Mobile, Symbian, Blackberry, iPhone (Mac OS X) und Palm OS breit abgestützt.

Wie das obige Video zeigt, ist Android schon weit fortgeschritten. Das Benutzer-Interface zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem iPhone und unterstützt ebenfalls (aber nicht ausschliesslich) Touchscreens. Die gesamte Android-Plattform umfasst nebste dem eigentlichen Betriebssystem auch Middleware und Schlüsselapplikationen (z.B. eine Kontaktverwaltung). Weitere Applikationen können und sollen von Entwicklern in- und ausserhalb der Open Content Alliance kommen. Diesen Entwicklern steht nicht nur das kostenlose Android Software Developer Kit (SDK) zur Verfügung, sondern es winken ihnen insgesamt 10 Millionen US-Dollar Preisgeld im Rahmen des Android Developer Challenge. Google verfolgt also eine komplett andere Strategie als Apple, das sein iPhone nur sehr zögerlich für Entwickler geöffnet hat.

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OpenMoko: Open Source goes Mobile

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Mit OpenMoko soll sich das Open-Source-Konzept auch auf Mobile Devices durchsetzen. Bisher basierten Mobiltelefone, SmartPhones und PDAs auf proprietären Betriebssystemen wie z.B. Windows Mobile, Palm OS oder Symbian – das Linux-basierte OpenMoko ist dagegen Open Source.

Das erste SmartPhone, das unter OpenMoko läuft, wird das Neo 1973 von First International Computer (FIC) sein. Dieses taiwanesische Unternehmen kennt man als Endkonsument nicht, er steht aber als OEM-Hersteller hinter namhaften Markenprodukten. In diesen Tagen wird eine Entwicklerversion des Geräts ausgeliefert, das Modell für die Endkonsumenten ist ab Oktober verfügbar.

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