Kalifornien schafft Bibliothek mit frei zugänglichen digitalen Lehrmitteln

In der California Digital Open Source Library will der US-Bundesstaat Kalifornien in Zukunft digitale Lehrmittel für Studenten kostenlos und mit einer Creative-Commons-Lizenz bereitstellen. Dies sieht ein Gesetz vor, das kürzlich von Gouverneur Jerry Brown unterzeichnet wurde. Zugleich werden Mittel bereitgestellt, um 50 solcher Open Source Textbooks zu erstellen; die ersten Titel sollen in einem Jahr bereitstehen. Die Initative will primär dazu beitragen, die Kosten für ein Studium zu senken.

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Creative Commons Showcases, Zürich

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Unter dem Titel Creative Commons Showcases werden am 23. Januar 2009 ab 21:00 Uhr im Zürcher Walcheturm erfolgreiche Projekte mit Creative-Commons-Lizenz vorgestellt und diskutiert. Dabei geht es um die Frage, welche Möglichkeiten solche Lizenzen bieten und warum sie für die Gesellschaft wichtig sind. Zu Gast ist unter anderem Paul Gerhard, der ehemaliger Direktor des BBC Creative Archive. Veranstaltungssprache ist Englisch.

Mit der Kultur-Flatrate gegen Raubkopien?

Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?

Wer die ersten paar Minuten dieser Episode von "Elektrischer Reporter" über Creative Commons hinter sich gebracht hat, wird mit einem interessanten Ansatz für die pauschale Abgeltung von urheberrechtlich geschütztem Material belohnt: die Kultur-Flatrate.

Jamendo: Freie Musik unter Creative Commons

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Die Musikgeschichte des frühen 21. Jahrhunderts ist geprägt durch den Kampf um die Nutzungsrechte von digitaler Musik: Hier die MP3-Generation, die seit Napster meint, dass Musik generell nichts kostet – dort die Plattenlabels, die ihre Rechte mit Rechtsanwälten und Kopierschutzmechanismen verteidigen, selbst wenn sie dadurch ihre loyale Kundschaft vergraulen.

In dieser Krise der nicht-materiellen Kulturgüter (die natürlich Texte, Bilder und Videos genauso betrifft) zeichnen sich heute zwei Lösungsansätze ab: Einerseits der Verkauf von nicht kopiergeschützter Musik zu akzeptablen Preisen über das Internet, wie es iTunes populär gemacht hat – und andererseits der freie Austausch von kostenloser Musik mit erweiterten Nutzungsrechten gemäss Creative Commons.

image Jamendo ist ein Vertreter der zweiten Gattung. Hier können Künstler ihre Aufnahmen einem breiten Publikum vorstellen, welches die Titel nicht nur kostenlos hören und herunterladen, sondern – je nach gewählter Lizenz – auch weitergeben oder gar in eigenen Aufnahmen verwerten darf. Das Portal ist nach allen Regeln der Web-2.0-Kunst gebaut. Die Musik, die man darauf findet, ist naturgemäss von gemischter Qualität: Von kreativen Querköpfen über talentierte Nachahmer und vielversprechende Nachwuchstalente bis hin zu hoffnungslos Untalentierten findet sich hier alles. Das ist manchmal sehr spannend, manchmal auch anstrengend, aber letztlich der Preis der Freiheit, und dank der Rating-Mechanismen der Plattform wird Gutes rasch an die Oberfläche gespült.

Iconfinder: Freie Icons für freie Software

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Wer Icons für freie Software benötigt, bedient sich entweder beim Tango Desktop Project – oder er benutzt den Iconfinder, wo man Icons mit Creative Commons Licence, GPL oder LGPL suchen und nach Grösse filtern kann. Die Qualität der Icons ist überzeugend, und die Suche wird durch eine Tag Cloud sowie einen Suggest-Mechanismus unterstützt. Vielversprechend!

Öffentlich-rechtliches Fernsehen unter Creative-Commons-Lizenz

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Der Norddeutsche Rundfunk NDR stellt ausgewählte Beiträge aus den Magazin-Sendungen „Zapp“ und „Extra 3“ unter einer Creative-Commons-Lizenz im Internet zur Verfügung. Die Wahl ist dabei auf die vergleichsweise restriktive BY-NC-ND-Version gefallen, was konkret bedeutet: Die Sendungen dürfen ausschliesslich zu nicht-kommerziellen Zwecken weiterverbreitet und nicht verändert werden.

Das Ganze ist offenbar nur ein Test. Doch eigentlich wäre das Modell nur konsequent: Da die Öffentlichkeit die Sendungen über Gebühren finanziert, sollte sie auch ein Nutzungsrecht an den Eigenproduktionen der öffentlich-rechtlichen Sender erhalten. Dies wäre zugleich ein starkes Argument in der ewigen Diskussion um die Radio- und Fernsehgebühren.

Icons mit Creative Commons Licence

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Wer für seine Website oder seine Software einige trendige 3D-Icons sucht, hat gute Chancen, bei Abdylas Tynyshov fündig zu werden: Seine Sammlung mit 140 Icons deckt viele Standard-Objekte und -Aktionen ab und ist unter einer Creative-Commons-Lizenz frei erhältlich. Die Icons können in vier verschiedenen Grössen zwischen 24 x 24 und 80 x 80 Pixel heruntergeladen werden – leider aber nur als PNG und nicht in einem Vektorformat, das eine einfache Skalierung und Modifikation der Icons erlauben würde.

everystockphoto.com: Meta-Suche für Fotos mit Creative Commons Licence

everystockphoto.com bietet eine plattformübergreifende Suche für Fotos, die einer Creative-Commons-Lizenz unterstehen. Aktuell werden über 1 Million Bilder erschlossen, die primär von Image After, StockXchng, Morgue File und Flickr stammen. Es ist somit noch Ausbaupotential vorhanden, aber bereits jetzt ist everystockphoto.com eine hervorragende Unterstützung bei der Suche nach freien Bildern.

Schweizer Version der Creative Commons Licence fertiggestellt

Nach zwei Draft-Versionen ist nun die Adaption der Creative Commons Licence an das Schweizer Recht abgeschlossen. Der offizielle Launch findet am 26. Mai 2007 im Rahmen des Tweakfest in Zürich statt. Nach dem Abschluss der eigentlichen juristischen Arbeit übergibt zudem Openlaw den Public Project Lead an den Verein Digitale Allmend; Openlaw bleibt aber Legal Project Lead. Weitere Informationen in der offiziellen Akündigung auf der Website von Creative Commons Switzerland.

eduCommons: OpenCourseWare Management System

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eduCommons ist eine Software, welche OpenCourseWare-Projekte unterstützt. OpenCourseWare (OCW) wiederum ist eine Bezeichnung für universitäre Vorlesungen und Unterrichtsmaterialien, welche über das Internet frei zugänglich sind. OCW steht oft unter einer Creative Commons Lizenz, welche zumindest eine kostenlose Weiterverbreitung erlaubt, während das Copyright in der Regel bei der Universität bzw. deren Angehörigen verbleibt. OpenCourseWare geht auf eine Initiative des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zurück und wird heute durch das OpenCourseWare Consortium (OCWC) gefördert.

eduCommons unterstützt den Workflow bei der Publikation von OCW-Materialien. Dazu gehört das Hochladen des Materials in ein Repository, die Klärung der Copyright-Aspekte, die Zusammenstellung der Materialien zu Kursen, die Qualitätssicherung sowie die eigentliche Publikation.

Technisch gesehen ist eduCommons eine Erweiterung des Plone CMS. Es wird durch die COSL Group an der Utah State University entwickelt, die selbst ein umfangreiches OCW-Programm betreibt. eduCommons untersteht der GNU General Public License (GPL).

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