GIMP: Mehr Übersicht dank Single Window Mode

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An GIMP, dem wohl leistungsfähigsten Bitmap-Grafikprogramm aus der Open-Source-Welt, scheiden sich die Geister: Die einen sehen es als ernsthafte Photoshop-Alternative, die anderen verzweifeln an der Benutzeroberfläche, welche aus einer Flut von einzelnen Fenstern und Paletten besteht. Für letztere gibt es möglicherweise gute Nachrichten: GIMP-Entwickler Martin Nordholts berichtet über ein Projekt, das GIMP in der Version 2.8 einen sogenannten Single Window Mode bringen soll. Ein vielversprechender Ansatz.

Seashore: Der Alltags-Grafik-Editor für Mac OS X

Eine Warnung vorweg: Wenn Ihnen das Kürzel GIMP etwas sagt, dann könnten Sie leicht missverstehen, was Seashore ist. Denn Seashore benutzt zwar Code-Teile des Grafikprogramms GIMP und beherrscht auch dessen Dateiformat XCF, in der Benutzung unterscheiden sich die beiden Programme aber massiv – persönlich würde ich sagen: zum Glück.

Seashore ist ein vergleichsweise einfaches Pixelgrafik-Programm. Es bietet Ebenen (inkl. Ebenen-Effekte), Zugriff auf den Alpha-Kanal, Transparenz und eine Plug-In-Architektur für Filter (hier „Effects“ genannt). Nebst dem XCF-Dateiformat werden auch TIFF, PNG, JPEG, JP2000 und GIF unterstützt, zudem können Dateien im Format BMP, PICT, PDF und XBM importiert werden. Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend, sofern man mit den Grundkonzepten eines Grafik-Editors vertraut ist.

Seashore ist ein echtes Mac-Programm: Es benötigt kein X11 und fühlt sich auch sonst wie eine Aqua-Applikation an. Dass Seashore viele Funktionen von GIMP nicht bietet wirkt sich angenehm auf die Benutzeroberfläche aus, die nicht ansatzweise in einer Palettenorgie ausartet wie bei GIMP. Als vollwertiger Photoshop-Ersatz taugt Seashore ganz sicher nicht; für Standardaufgaben im Grafik-Bereich ist es aber eine gute Wahl.

Seashore liegt als Universal Binary vor und läuft somit auf Intel- und PowerPC-Macs. Sofern vorhanden wird auch der AltiVec-Coprozessor unterstützt. Lizenziert ist das Programm unter der GNU General Public Licence (GPL).

GIMP vs. Krita: Unentschieden

Krita, das Grafikprogramm des KOffice-Projekts, ist unlängst in der Version 1.6 erschienen. Linux.com hat aus diesem Anlass Krita mit dem Klassiker GIMP verglichen. Das Resultat ist ein klassisches Unentschieden:

„If you do a lot of graphics work, you need to have both Krita and the GIMP; neither is the be-all and end-all of raster graphics editors.“

Paint.NET 3.0 als Alpha-Version

Wer nach Open Source Grafikprogrammen sucht, stösst unweigerlich auf GIMP (GNU Image Manipulation Program). Die Software ist für Windows, Mac OS X und UNIX/Linux verfügbar und eine feste Grösse in der Szene. Sie zeichnet sich durch einen beachtlichen Leistungsumfang, aber auch ein eher eigenwilliges Bedienungskonzept aus. Wer Photoshop kennt, muss vieles neu lernen – daran kann auch die Sonderversion Gimpshop (mit Photoshop-kompatiblen Tastaturkürzeln) nur bedingt etwas ändern. Zudem öffnet GIMP für viele Teilaufgaben eigene Fenster, Paletten und Dialoge, was das Programm etwas umständlich und unübersichtlich macht.

Zumindest unter Windows gibt es mit Paint.NET eine prüfenswerte Alternative, die viele Alltagsaufgaben effizient erledigt und inzwischen weit mehr ist als die ursprüngliche geplante Alternative zu Microsoft Paint. Die kürzlich als Alpha-Release veröffentlichte Version 3.0 bringt zudem nochmals eine ganze Reihe von neuen Features (Feature-Liste und Download bei BetaNews). Wie der Name andeutet setzt Paint.NET die Installation des Microsoft .NET-Frameworks voraus.

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