OpenOffice.org Switzerland: Verein zur Verbreitung von freier Office-Software

Website des Vereins OpenOffice.org Switzerland

Seit einem knappen Jahr existiert der Verein OpenOffice.org Switzerland. Sein Ziel ist es, die Verbreitung von freier Office-Software zu fördern. Ursprünglich war damit OpenOffice.org gemeint, doch nach dem Zerwürfnis mit Oracle verschob sich der Fokus zwangsläufig auf LibreOffice. Dies bescherte dem junge Verein die erste ausserordentliche Mitgliederversammlung, um über eine Namensänderung und eine Statutenanpassung zu befinden. Swiss Association for Free and Fair Office Solutions (SAFFOS) soll der Verein gemäss dem Vorschlag des Vorstands in Zukunft heissen – im Moment findet man auf der Website des Vereins allerdings noch keine Informationen über den Ausgang der Versammlung vom 25. März 2011.

OOo4Kids: Die Einsteigerversion von OpenOffice.org

Bei der freien Office-Suite OpenOffice.org zeigt sich beispielhaft, worin der Vorteil von Open Source Software besteht: Wer den Aufwand nicht scheut, kann jederzeit eine modifizierte Variante der Software entwickeln und anbieten. Als OpenOffice.org noch nicht für Mac OS verfügbar war, startete das Projekt NeoOffice, das auch heute noch eine für den Mac optimierte Version der Software vertreibt. Und als die Entwickler von OpenOffice.org die Zukunft des Projekts durch die Einflussnahme von Oracle gefährdet  sahen, erlaubte es ihnen die LGPL-Lizenz, den bestehenden Code zu nehmen und daraus LibreOffice zu entwickeln.

Auch Varianten für bestimmte Zielgruppen sind bei freier Software möglich. So gibt es unter dem Namen OOo4Kids eine speziell für Kinder optimierte Version von OpenOffice.org. Wie das obige Video zeigt, wurden gewisse Aspekte der Benutzeroberfläche überarbeitet und einzelne Features vereinfacht. Ob dies tatsächlich wichtig und richtig ist, lasse ich als Nicht-Pädagoge einmal dahingestellt: Nach meiner Beobachtung sind Kinder im Umgang mit Computern derart lernbegierig und lernfähig, dass man eher für die älteren Semester vereinfachte Programmversionen lancieren sollte als für die Computer-Anwender der nächsten Generation.