WebOS wird Open Source Software

Das Tablet- und Smartphone-Betriebssystem WebOS hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich: Einst vom PDA-Pionier Palm als Nachfolger des Palm OS entwickelt, wurde es vom neuen Besitzer Hewlett-Packard faktisch aufgegeben, als dieser vor einigen Monaten ankündigte, keine WebOS-Hardware mehr anzubieten.

Die neue HP-Chefin Meg Whitman beurteilt nun aber offenbar die Chancen und die strategische Bedeutung von WebOS anders als ihr glückloser Vorgänger Léo Apotheker: Ohne wirklich konkret zu werden liess sie durchblicken, dass HP auch in Zukunft WebOS-Geräte anbieten will. Vor allem aber schaffte sie Klarheit bezüglich des Schicksals des Betriebssystems: WebOS wird als Open Source Software freigegeben, wobei HP die Koordination übernehmen und so eine geregelte Entwicklung der Plattform sicherstellen will, die auch für andere Hardware-Hersteller attraktiv ist.

Dass ein Open-Source-Betriebssystem für Mobile Devices erfolgreich sein kann, hat Android eindrücklich bewiesen, das derzeit allen Closed-Source-Plattformen den Rang abläuft; ob sich allerdings WebOS als Alternative dazu etablieren kann, bleibt abzuwarten. Nebst den technischen Qualitäten der Plattform wird sicher die Frage entscheidend sein, ob noch eine relevante Zahl von Entwicklern und Hardware-Anbietern genügend Vertrauen in die mittelfristige Zukunft von WebOS haben, um auf den Herausforderer zu setzen.

Google Android: Open-Source-Betriebssystem für Mobiltelefone

Nach OpenMoko gibt es nun mit Android ein zweites freies Betriebssystem für Mobiltelefone, das auf Linux und Java basiert. Der Name stammt von einem Unternehmen, das vor zwei Jahren von Google übernommen wurde. Trotzdem ist Android kein reines Google-Produkt, sondern wird von der Open Handset Alliance getragen, der eine ganze Reihe von namhaften Telekommunikationsunternehmen, Chip- und Mobiltelefon-Herstellern sowie Software-Firmen angehören. Insofern hat Google seine Offensive gegen die Konkurrenten Windows Mobile, Symbian, Blackberry, iPhone (Mac OS X) und Palm OS breit abgestützt.

Wie das obige Video zeigt, ist Android schon weit fortgeschritten. Das Benutzer-Interface zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit dem iPhone und unterstützt ebenfalls (aber nicht ausschliesslich) Touchscreens. Die gesamte Android-Plattform umfasst nebste dem eigentlichen Betriebssystem auch Middleware und Schlüsselapplikationen (z.B. eine Kontaktverwaltung). Weitere Applikationen können und sollen von Entwicklern in- und ausserhalb der Open Content Alliance kommen. Diesen Entwicklern steht nicht nur das kostenlose Android Software Developer Kit (SDK) zur Verfügung, sondern es winken ihnen insgesamt 10 Millionen US-Dollar Preisgeld im Rahmen des Android Developer Challenge. Google verfolgt also eine komplett andere Strategie als Apple, das sein iPhone nur sehr zögerlich für Entwickler geöffnet hat.

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OpenMoko: Open Source goes Mobile

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Mit OpenMoko soll sich das Open-Source-Konzept auch auf Mobile Devices durchsetzen. Bisher basierten Mobiltelefone, SmartPhones und PDAs auf proprietären Betriebssystemen wie z.B. Windows Mobile, Palm OS oder Symbian – das Linux-basierte OpenMoko ist dagegen Open Source.

Das erste SmartPhone, das unter OpenMoko läuft, wird das Neo 1973 von First International Computer (FIC) sein. Dieses taiwanesische Unternehmen kennt man als Endkonsument nicht, er steht aber als OEM-Hersteller hinter namhaften Markenprodukten. In diesen Tagen wird eine Entwicklerversion des Geräts ausgeliefert, das Modell für die Endkonsumenten ist ab Oktober verfügbar.

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