Tags in WordPress 2.3

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Ab der Version 2.3 bietet WordPress nebst Kategorien auch Tags. Beide Konzepte dienen letztlich dazu, thematisch verwandte Artikel einfacher auffindbar zu machen und sind auch in der Anwendung recht ähnlich. Trotzdem denke ich, dass sowohl Kategorien als auch Tags ihre Berechtigung haben: Während Kategorien die systematische Einordnung eines Artikels in eine Themenhierarchie erlauben, dienen Tags dazu, einem Artikel spontan einige Schlagwörter hinzuzufügen, die nicht unbedingt eine eigene Kategorie rechtfertigen, aber bei der Suche nach speziellen Themen hilfreich sein können. Entsprechend werden Kategorien eher in Listen dargestellt, während sich für Tags die bekannten Tag Clouds anbieten.

Wer ein Upgrade auf WordPress 2.3 durchführt steht allerdings vor der Schwierigkeit, dass alle bestehenden Artikel noch keine Tags besitzen. Das nachträgliche Verschlagworten ist eine aufwändige Sache, auch weil man dazu jeden einzelnen Artikel im Editor öffnen muss. Deutlich bequemer geht es mit dem Plug-In Inline Tag Thing, mit dem man direkt im Frontend und mit AJAX-Komfort Tags hinzufügen und löschen kann.

Wer Tags intensiv einsetzt, kommt fast nicht um das Plug-In Simple Tags herum. Es macht das Verschlagworten von Artikeln besonders effizient, indem es beispielsweise Tags vorschlägt, Artikel ohne Tags findet und Suchen/Ersetzen-Funktionen für Tags bietet.

Grundausstattung: Plug-ins für WordPress

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  • SlimStat (vgl. Bild) – Sehr übersichtliche und trotzdem detaillierte Zugriffsstatistik im Backend. Plug and Play. Unverzichtbar. Alternativen: WordPress.com Stats.
  • Spam Karma – Spammer gehören zu den ersten und regelmässigsten Besuchern eines Blogs. Ein Schutzmechanismus gegen Kommentar-Spam ist deshalb zwingend. Spam Karma hat sich bei mir seit Jahren bewährt, so dass ich Akismet (Plug-in im Lieferumfang von WordPress) nie genutzt habe.
  • Google Sitemap Generator – Erzeugt eine XML Sitemap („Google Sitemap“) und unterstützt dadurch die Indexierung des Blogs durch die Suchmaschinen von Google, Yahoo und Microsoft.
  • Subscribe to Comments – Bietet Kommentatoren die Möglichkeit, sich bei weiteren Kommentaren auf denselben Artikel per E-Mail benachrichtigen zu lassen. Zwingend, wenn man ein Blog als Diskussionsplattform versteht.
  • Snap Shots Plug-in – Bindet grafische Previews für alle Links auf Basis des Dienstes von snap.com ein. Optisch sehr attraktiv und zugleich sehr nützlich, da es manchen überflüssigen Klick erspart.
  • cforms – Leistungsfähiger Formulargenerator, mit dem man weit mehr als nur ein Kontaktformular bereitstellen kann (vgl. cforms: Formulargenerator für WordPress).
  • WordPress Mobile Edition – Macht ein Blog auch für Mobile Devices (Handy, SmartPhone, PDA) verfügbar, indem es die Seiten in einem geeigneten Format rendert.
  • Random File – Erlaubt es, eine zufällig ausgewählte Datei aus einem vorgegebenen Verzeichnis einzubinden. Ideal, um wechselnde Bilder oder Texte anzuzeigen.
  • Maintenance Mode – Wenn Wartungsarbeiten anstehen, kann man dank diesem Plug-in den geordneten Rückzug antreten: Auf Kopfdruck sehen nur noch eingeloggte Administratoren das Frontend, während normale Besucher eine Meldung erhalten, dass Wartungarbeiten im Gange sind.
  • WPvideo – Vereinfacht das Einbinden von YouTube-Videos in einen Blog-Artikel.
  • Event Calendar – Ermöglicht es, Blog-Artikel als Events zu kennzeichnen, mit Datum und Zeit zu versehen und dann in einem Kalender auflisten zu lassen. Wird auch für den Event-Kalender auf Open Mind eingsetzt.
  • O42 Clean Umlauts – Plug-in, das den unsauberen Umgang von WordPress mit Sonderzeichen wie z.B. deutschen Umlauten in Perma-Links kompensiert. Scheint allerdings mit WordPress 2.2. nicht mehr zu funktionieren.

cforms: Formulargenerator für WordPress

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Es ist auffallend, dass die meisten Blogs zwar nach jedem Artikel ein Kommentarformular anbieten, aber keine Möglichkeit vorsehen, den Autor des Blogs direkt (und unter Ausschluss der Öffentlichkeit) zu kontaktieren. Ein Kontaktformular gehört bei vielen Blogs nicht zur Standard-Ausstattung, und da macht WordPress keine Ausnahme.

Abhilfe schafft cforms. Dieses Plug-In nur als Kontaktformular zu bezeichnen wäre allerdings eine masslose Untertreibung. cforms ist ein hoch flexibler und enorm leistungsfähiger Formulargenerator, der unter anderem folgende Funktionen bietet:

  • beliebige Form Input Types (Textfelder, Radiobuttons, Dropdowns etc.)
  • flexible Validierungsregeln für Feldinhalte
  • Formularinhalt wird per Mail verschickt und in die WordPress-Datenbank geschrieben
  • integrierter CAPTCHA-Mechanismus als Spam-Schutz
  • Mail-Versand über die PHP-Funktion mail() oder über einen SMTP-Server
  • Plaintext- oder HTML-Mails
  • frei konfigurierbarer Mail-Inhalt
  • Formulardesign über Theme-Architektur steuerbar
  • AJAX-Unterstützung (abschaltbar)

Im Backend ist cforms gut strukturiert und mit ausführlichen Hilfetexten hervorragend dokumentiert. Aufgrund des Leistungsumfangs muss man allerdings schon etwas Zeit investieren, bis man sein Kontaktformular online hat.

Snap Shots Plugin: Link-Previews für WordPress

Was sich hinter einem Link verbirgt weisst man normalerweise erst, wenn man ihn angeklickt hat. Ein visueller Eindruck von der verlinkten Website wäre oft hilfreich um zu entscheiden, ob sich der Klick lohnt. Genau das bietet das Snap Shots Plugin für WordPress, das auf der Suchmaschine Snap aufbaut. Die Installation ist so einfach wie bei jedem anderen WordPress-Plugin, nur dass man sich vorgängig beim Dienst Snap Shots registrieren muss, um einen individuellen Key zu erhalten.

Wie sich das anfühlt erleben Sie ab sofort auf diesem Blog. Und falls Sie die neue Funktion stören sollte: Unter „Options“ können Sie sie jederzeit deaktivieren.

Update: Inzwischen habe ich die Snap Shot Preview auf Open Mind wieder deaktiviert. Langfristig nerven die Popups, ausserdem wurde der Service seit seiner Einführung zunehmend als Vehikel für Online-Werbung kommerzialisiert.

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