Revolution OS: Wie GNU/Linux die Welt veränderte

Der Dokumentarfilm “Revolution OS” von J. T. S. Moore ist ein Streifzug durch die Geschichte der Open Source Software. Er beginnt beim GNU Project und der Free Software Foundation, zeigt die Bedeutung des Linux-Kernels für das GNU Project auf, porträtiert einige wichtige Firmen im Open-Source-Umfeld (Cygnus, VA Linux, RedHat, Netscape) und vermittelt anschaulich das Konzept von freier Software.

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Von seiner Machart her ist “Revoultion OS” ein ziemlich konventioneller Dokumentarfilm mit vielen Interview-Sequenzen, und er bringt auch wenig neue Informationen. Trotzdem ist es spannend, Exponenten der Open-Source-Bewegung ausführlich erzählen zu hören, etwa Richard Stallman (den Begründer des GNU Projects und der Free Software Foundation), Linus Torvalds (den Entwickler des Linux Kernels), Eric S. Raymond (den Autor des Buchs “The Cathedral and The Basar“) oder Bruce Perens (den Urheber der Open Source Definition). Und es ist interessant zu erfahren, dass bereits Stallman Businessmodelle mit Open Source Software angedacht hat, dass der Begriff Free Software aus strategischen Überlegungen durch Open Source Software ersetzt wurde, oder dass die Open-Source-Aktivisten vehement widersprechen, wenn man ihre Konzepte mit kommunistischen Grundsätzen in Verbindung bringt.

Live-CD auch von Fedora Core

Von diversen Linux-Distributionen gibt es sogenannte Live-CDs bzw. -DVDs, von denen sich ein PC direkt booten lässt. Auf diese Weise kann man Linux ohne Installation (und damit ohne Risiko und Vorkenntnisse) testen oder ein bestehendes System, das sich nicht mehr booten lässt, reparieren.

Hierzulande besonders bekannt sind die Live-CDs von Knoppix (die seit mehr als vier Jahren von Klaus Knopper veröffentlicht wird) sowie von Ubuntu (die als Beilage zur c’t-Ausgabe 25/2006 verteilt wurde). Die Wikipedia führt eine Liste der verfügbaren Live-CDs.

Bisher auf dieser Liste gefehlt hat Fedora Core, als Nachfolgerin der Community-Version von RedHat eine der am weitesten verbreiteten Linux-Distributionen. Zwar gab es durchaus Wege, um zu einer Fedora Live-CD zu kommen, aber das Fedora-Projekt selbst hatte bisher nie eine solche veröffentlicht. Wie Golem meldet wurde nun aber erstmals eine offizielle Live-CD auf Basis von Fedora Core 6 angekündigt – derzeit allerdings noch als Beta-Version.