Cofundos: Open Source Software auf Bestellung

image

Bezahlte Software-Entwicklung ist auch in der Open-Source-Welt nichts Ungewöhnliches: Nicht wenige Entwickler bieten an, eine bestehende Software gegen Entgelt gemäss Kundenwunsch anzupassen bzw. zu erweitern. Der Sponsor einer solchen Individualentwicklung erhält damit eine massgeschneiderte Lösung, das Resultat kommt aber in der Regel der gesamten Community zu gute.

Für Sponsoren ist die Suche nach geeigneten Entwicklern oft mühsam. Zudem sind viele Wünsche durch einen einzelnen Sponsor nicht finanzierbar. Die Plattform Cofundos möchte hier als Vermittlerin auftreten, indem sie Projektideen sammelt, einen kollektiven Bietprozess ermöglicht und letztlich die Projektvergabe an einen Entwickler vermittelt. Entscheidend ist dabei, dass alle Projektideen und sonstigen Beiträge auf der Plattform einer Creative-Commons-Lizenz unterliegen und dass alle Projektergebnisse eine von der OSI akzeptierte Open-Source-Lizenz benutzen müssen.

Es wäre allerdings falsch, Cofundos ausschliesslich auf die Mittelbeschaffung zu reduzieren. Die Sponsoren eines Projekts sollen sich nämlich auch mit ihren Ideen befruchten und gemeinsam eine möglichst guten Anforderungskatalog definieren. Nicht umsonst lautet die Subline von Cofundos „Community Innovation & Funding“.

Origo: Macht die ETH Zürich Sourceforge Konkurrenz?

image

Als Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Software Engineering an der ETH Zürich ist dieser Tage die Software Development Platform Origo online gegangen. Origo selbst ist Open Source Software, die gehosteten Software-Projekte können aber sowohl Open Source als auch Closed Source sein. Zum Funktionsumfang der Plattform gehören klassische Komponenten wie Issue Tracker, Forum oder File Repository. Hervorzuheben sind die Plug-Ins, dank denen man aus einer Entwicklungsumgebung (z.B. Eclipse) heraus direkt auf Origo zugreifen kann.

Ob Origo allerdings wirklich eine Konkurrenz zu Sourceforge werden kann und will, wie das bei heise.de zu lesen ist, wird sich wohl noch zeigen müssen. Die Macher von Origo waren jedenfalls ziemlich überrascht von der Resonanz, die ihr Projekt erfahren hat, und was man derzeit auf der Plattform findet sind vor allem Demo-Projekte.

OSFlash: Plattform für Flash-Projekte mit Open-Source-Lizenz

open_source_flash.jpg

Auch wenn die Flash-Technologie selbst nicht Open Source ist (sondern ein kommerzielles Produkt von Macromedia bzw. Adobe darstellt), so gibt es dennoch Projekte, die auf der Flash-Plattform aufbauen und ihren Code frei verfügbar machen. Zentrale Anlaufstelle für Entwickler und Nutzer solcher Projekte ist OSFlash, eine Website ähnlich Sourceforge, die sich aber ganz auf die Flash-Technologie konzentriert.