OSOR: Europäisches Verzeichnis der Open Source Software für Behörden

OSOR: Open Source Observatory and Repository 

Es ist eine oft gehörte Forderung, dass Institutionen der öffentlichen Hand möglichst auf Open Source Software setzen sollen. Hauptargumente sind die Unabhängigkeit von einem einzelnen Lieferanten, die Möglichkeit zur autonomen Anpassung und Weiterentwicklung der Software sowie der Wegfall von Lizenzgebühren.

Das Open Source Observatory and Repository for European Public Administrations (OSOR) empfiehlt sich als erste Anlaufstelle für Behörden, die auf der Suche nach einer bewährten Open-Source-Lösung für Verwaltungsaufgaben sind. Der Katalog verzeichnet bald 2’500 Projekte; einige davon sind sehr spezifisch auf Aufgaben zugeschnitten, wie sie fast nur in der öffentlichen Verwaltung vorkommen (z.B. die Plattform FiksGataMi, über welche Bürger Mängel im öffentlichen Raum melden können), andere (wie z.B. die OpenOffice.org-Erweiterung WollMux der Stadt München) könnten genau so in privaten Unternehmen oder NGOs eingesetzt werden.

EOS Directory: Open Source Software für Unternehmen

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Das EOS Directory ist ein weiteres Verzeichnis für Open Source Software. Es ist allerdings insofern speziell, als es sich explizit an IT-Entscheider von Unternehmen richtet und nicht von einer Community, sondern von einem internationalen Beratungsunternehmen für Open Source Software betrieben wird.

„The objective of Optaros‘ EOS Directory 2007 is to give IT decision makers navigation support by listing the most relevant, useful and enterprise-ready open source platforms, components, frameworks and solutions in an easy-to-read overview.

Optaros‘ EOS Directory 2007 lists some 260 projects in four software categories (operating systems and infrastructure, application development and infrastructure, infrastructure solutions and business applications). The selection and the rating system is based on the experience of Optaros‘ worldwide consulting and integration work force, substantial research and evaluations, as well as interaction with open source communities and companies.“

Ohloh: Software Directory und Social Networking für Open Source

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Ohloh ist ein bemerkenswerte Plattform für Open Source Software, welche viele Prinzipien des sogenannten Web 2.0 umsetzt. Einfach gesagt bietet Ohloh einerseits ein Verzeichnis von Freier Software und andererseits ein Verzeichnis Personen, die an solchen Projekten mitarbeiten. Jeder registrierte Benutzer kann Projekte bewerten, mit Tags versehen und kommentieren. Zusätzlich wertet Ohloh das CVS-Repository der Projekte aus und versucht so Aussagen über den Code zu machen. All dies unterstützt die Suche nach einer geeigneten Open Source Software für einen bestimmten Zweck. Zusätzlich kann man sich auf Ohloh als Entwickler, Tester, Übersetzer oder Handbuchschreiber registrieren und so seine Aktivitäten für die Open-Source-Szene dokumentieren. Das schmeichelt nicht nur dem Ego, sondern hilft auch anderen, geeignete Mitarbeiter für ein Open-Source-Projekt zu finden.

CMS Showcase.com: Beispielhafte Websites mit Open Source CMS

Die Website CMS Showcase.com dient dem alleinigen Zweck, gut gemachte Websites, die auf Open Source CMS basieren, zu präsentieren. Derzeit werden Drupal, Expression Engine, Joomla, Mambo, MODx, Movable Type, Pligg, Protent, sNews, Textpattern, TYPO3, Typolight und WordPress berücksichtigt. Die gezeigten Beispiel eignen sich hervorragend, um allfällige Vorurteile zu zerstreuen, dass man mit einem Open Source CMS keine professionellen Websites bewirtschaften könne. Darüber hinaus ist der Erkenntniswert allerdings bescheiden, zumal die Showcases in keiner Weise kommentiert werden. Somit ist CMS Showcase.com letztlich nicht mehr als eine bebilderte Link-Sammlung.

(via ContentSchmiede)

Origo: Macht die ETH Zürich Sourceforge Konkurrenz?

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Als Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Software Engineering an der ETH Zürich ist dieser Tage die Software Development Platform Origo online gegangen. Origo selbst ist Open Source Software, die gehosteten Software-Projekte können aber sowohl Open Source als auch Closed Source sein. Zum Funktionsumfang der Plattform gehören klassische Komponenten wie Issue Tracker, Forum oder File Repository. Hervorzuheben sind die Plug-Ins, dank denen man aus einer Entwicklungsumgebung (z.B. Eclipse) heraus direkt auf Origo zugreifen kann.

Ob Origo allerdings wirklich eine Konkurrenz zu Sourceforge werden kann und will, wie das bei heise.de zu lesen ist, wird sich wohl noch zeigen müssen. Die Macher von Origo waren jedenfalls ziemlich überrascht von der Resonanz, die ihr Projekt erfahren hat, und was man derzeit auf der Plattform findet sind vor allem Demo-Projekte.

OSFlash: Plattform für Flash-Projekte mit Open-Source-Lizenz

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Auch wenn die Flash-Technologie selbst nicht Open Source ist (sondern ein kommerzielles Produkt von Macromedia bzw. Adobe darstellt), so gibt es dennoch Projekte, die auf der Flash-Plattform aufbauen und ihren Code frei verfügbar machen. Zentrale Anlaufstelle für Entwickler und Nutzer solcher Projekte ist OSFlash, eine Website ähnlich Sourceforge, die sich aber ganz auf die Flash-Technologie konzentriert.

Listen mit Open Source Software

Auf Listible – einer Website, wo von „Best Firefox Extensions for Power Users“ bis „Best Beer on the Planet“ alles Erdenkliche aufgelistet wird – gibt es auch eine Anzahl von Listen mit Open Source Software. Am einfachsten findet man sie, wenn man nach dem Tag „Open Source“ sucht.

Zu beachten ist einfach, dass in solchen Listen der Begriff „Open Source“ oft sehr weit ausgelegt wird – auch Freeware oder Software, die für nichtkommerzielle Anwender kostenlos ist, wird teilweise gelistet. Das zeigt, dass in der breiten Öffentlichkeit Open Source Software noch immer sehr stark auf den Aspekt der Kostenfreiheit reduziert wird – obwohl die Definition der Free Software Foundation ja eigentlich sehr klar und eingängig ist:

„Free software is a matter of liberty, not price. To understand the concept, you should think of free as in free speech, not as in free beer.“

Best of Open Source Software

Eine kompakte, übersichtliche und schön gemachte Liste der besten Open Source Programme – je nach persönlicher Präferenz für den Mac oder für Windows. Das Konzept ist rasch erklärt:

„We aren’t trying to be a comprehensive listing of every open-source […] application, instead we want to showcase the best, most important, and easiest to use. This page should be a handy reference and a useful tool for getting more people to start using free and open-source software.“

Open Source Software für Mac

Hinter dem Kürzel FreeSMUG verbirgt sich die Free Open Source Software Mac User Group. Sie betreibt ein Community-Portal, das ein Software-Verzeichnis, Tutorials (inkl. Video-Tutorials), News und Diskussionsforen umfasst. Auch wenn die Optik vielleicht nicht dem entspricht, was ein typischer Mac-Anwender erwartet, so ist die Site doch gut bestückt und damit eine gute Adresse.

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