T3-Pages: Umstrittenes Verzeichnis von TYPO3 Referenzprojekten

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T3-Pages ist ein Verzeichnis von Websites, die mit dem Open Source CMS TYPO3 erstellt wurden – so wie es auch auf der offiziellen TYPO3-Website eines gibt. Doch genau darin liegt Konfliktpotential, denn T3-Pages ist unabhängig von typo3.org und wird von der Leipziger Internet-Agentur Netresearch betrieben. Es gibt Stimmen, welche Netresearch als Trittbrettfahrer sehen oder gar vor einer Spaltung der TYPO3-Community warnen, wenn Referenzprojekte in zwei verschiedenen Verzeichnissen gelistet werden. Netresearch hält dagegen, man habe der TYPO3 Association angeboten, die Plattform in typo3.org zu integrieren, es habe aber an Interesse gemangelt.

Die Diskussion ist nicht neu: In der Geschichte von TYPO3 hat es immer wieder Initiativen gegeben, welche sich ausserhalb von typo3.org abgespielt haben – etwa die beiden führenden Foren www.typo3.net und www.typo3forum.net oder die Networking-Plattform www.t3one.com -, und immer wurde auch Kritik laut. Andererseits hätte die TYPO3 Association möglicherweise gar nicht die Ressourcen gehabt, diese Projekte zu koordinieren und sinnvoll in typo3.org zu integrieren. Und letztlich könnte man den Vorwurf, sie würden Eigeninteressen verfolgen, auch jedem TYPO3-Anwender machen, der seine TypoScript-Snippets auf der eigenen Website publiziert statt an der offiziellen TYPO3-Dokumentation zu schreiben, welche eine Überarbeitung dringend nötig hätte.

Im Moment gehen die Wogen hoch, und nach Darstellung von Netresearch hat die TYPO3 Association nun sogar einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Informationen zum Thema:

(via TYPO3 Kompakt)

Nachtrag

Daniel Hinderink von der TYPO3 Association hat im Blog ContentSchmiede die folgende Klarstellung gepostet:

«Die Association hat gar nichts gegen ein unabhängiges Verzeichnis von TYPO3 Seiten einzuwenden, so wie sie gar nichts gegen Foren oder andere Initiativen hat. Das ist eine Verkehrung der Tatsachen. Richtig ist, dass die Association durch t3pages unverschuldet in eine Zwangslage geraten ist, aus der Netresearch sie nicht befreien wollte. Daher blieb kein anderer Ausweg als einen Anwalt zu beauftragen einen Brief zu schreiben mit der bitte um Stellungnahme. Das ist alles.»

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