Kommentar-Spam in WordPress Blogs verhindern

Steigende Besucherzahlen können auch ein Indikator für Kommentar-Spam sein.

Wenn ein Blog plötzlich stark steigende Besucherzahlen verzeichnet, dann kann das viele Gründe haben. Vielleicht wurde die Publikationstätigkeit markant gesteigert, vielleicht hat man einen Backlink von einer populären Plattform erhalten, vielleicht hat sich ein Artikel via Social Media viral verbreitet, oder vielleicht hat man eine Kampagne geschaltet, um den Traffic anzukurbeln. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Zugriffsstatistik genauer zu analysieren, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass die zusätzlichen Besuche von Spammern stammen, welche das Blog mit Kommentaren vollmüllen.

In meinem Fall korrelierten die steigenden Besucherzahlen leider ziemlich eindeutig mit zunehmendem Kommentar-Spam, der so gut gemacht war, dass Akismet ihn nicht ausfiltern konnte. So hatte ich auf meinem WordPress Blog ziemlich schnell viele nette Kommentare, die meine Arbeit lobten, naive Fragen stellten oder auf andere interessante Blogs verwiesen. Anfangs waren sie mehrheitlich in einer Fremdsprache verfasst und dadurch leicht zu durchschauen, aber mit der Zeit wechselten die Spammer auf Deutsch, und auch die Kommentarinhalte wurden immer raffinierter. Schon bald sah ich mich gezwungen, alle Kommentare zu moderieren statt wie bisher automatisch freischalten zu lassen.

Dass Sie heute wieder unmoderiert auf Open Mind kommentieren können, verdanken Sie dem WordPress Plug-in Cookies for Comments. Dieses hilft,  menschliche Kommentare von Spam-Bot-Kommentaren zu unterscheiden, indem es jedem Blog-Besucher ein Cookie setzt. Fehlt das Cookie – weil der Spam-Bot den Kommentar direkt absetzt – dann wird der Kommentar als Spam behandelt. Ein zweiter Mechanismus hilft, auch menschliche Spammers zu erkennen: Wenn ein Kommentar bereits wenige Sekunden nach dem Seitenaufruf abgesetzt wird, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Artikel gar nicht gelesen wurde und der Kommentar somit Spam darstellt. Das Zeitlimit kann übrigens in den Plug-in-Einstellungen selbst gesetzt werden.

7 Gedanken zu “Kommentar-Spam in WordPress Blogs verhindern

  1. Alternative 2:
    Das Blog hat sich bei sämtlichen Webkatalogen als “Blog-mit-Nofollow-Backlinks” eintragen lassen, dann kommen üblicherweise auch tonnenweise genau diese gewissen Besucher 😉

  2. Das ist der Nachteil des Fortschritts bei der kuenstlichen Intelligenz. Ich verwende nur moderierte Kommentare, aber auf meinem Blog hat es in der Tat nur geringen Verkehr.

  3. hm.. ich habe nutze WP3 Security und damit kann man die Flut, die noch nicht hereingebrochen ist, anscheint gut bewältigen. Ich habe es so eingestellt, dass nur IP-Adressen aus D-A-CH Kommentare schreiben können, alle andere werden per Default gelöscht.

    Grüße aus München

    Ulrich Eckardt

  4. Nach wie vor die beste Methode gegen Spam ist die manuelle Moderation der Beiträge. Kein noch so intelligentes Programm kann in Wirklichkeit Spam von erwünschten Kommentaren unterscheiden. Bestenfalls kann man immer engere Kriterien anlegen, was aber gleichzeitig die Möglichkeit für “false positives” erhöht. Wie im oben genannten Beispiel mit der Zeitbegrenzung: Ein Besucher, der einen Artikel gelesen hat, aber erst an einem anderen Tag oder von einem anderen Gerät aus seine Nachricht absetzt, ohne den Artikel nochmal zu lesen, würde nach diesem Parameter gefiltert werden.

  5. Auch ich unterhalte seit ungefähr 3/4 Jahr einen Blog. Spamkommentare waren von Anfang an ein Problem. Allerdings habe ich schon ganz am Anfang einen Spamfilter eingebaut, der die Kommentare vorsortiert. Seit ein paar Tagen verwende ich zusätzlich einen Filter, der bekannte IP Adressen aussen vor lässt. Da diesen “Kommentatoren” nur daran gelegen ist, ihren Spam zu versenden, erhalten sie erst gar keinen Zugang mehr auf unseren Blog. Natürlich kommen immernoch vereinzelte Spamkommentare hier an und ich möchte natürlich auf alle Fälle verhindern, dass sinnvolle Kommentare geblockt werden. Trotzdem scheinen diese beiden Tools meinem ersten Eindruck nach recht zuverlässig zu arbeiten.

  6. Ich hatte auch Probleme mit Spam. Danach habe ich die IP Adressen Bereiche mit Better WP Security geblockt, diese erreichen meinen Block nun nicht mehr. Vorerst ist Ruhe bei mir

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