WordPress: Wie deaktiviert man einen Benutzer?

Nachtrag: Das hier vorgestellte WordPress-Plugin User Locker wurde schon längere Zeit nicht mehr aktualisiert. Disable User erfüllt aber den gleichen Zweck.

WordPress Plugin User Locker: Erweiterte Einstellungen in den Benutzerkonten

Die Welt ist dauernd in Bewegung: Menschen, die einst an einem Blog mitgeschrieben haben, erhalten andere Aufgaben oder verlassen das Unternehmen und sollen dann keinen Zugriff mehr auf das Blog-Backend haben. WordPress bietet von Haus aus folgende Möglichkeiten, um mit diesem Problem umzugehen:

  • Benutzer löschen: Die radikalste Methode besteht darin, den WordPress User schlicht und einfach zu löschen. Dadurch geht allerdings auch die Information über die Autorenschaft seiner Artikel verloren, was in der Regel unerwünscht ist.
  • Benutzer entfernen: Ist WordPress als Blog-Netzwerk konfiguriert (mehrere Blogs in einer einzigen Installation), so reicht es aus, die Zuordnung des Users zu den jeweiligen Blogs zu lösen. Dadurch bleibt der User zwar Autor seiner früheren Artikel, kann aber keine neuen mehr anlegen.
  • Benutzerrechte zurückstufen: WordPress unterscheidet sechs verschiedene Benutzerrollen. Stuft man einen ehemaligen Mitarbeiter auf die Rolle Subscriber (= Abonnent) zurück, dann hat er nur noch minimale Rechte. Er könnte dann höchstens seinen Namen ändern und auf diese Weise eine unerwünschte Botschaft in seine früheren Beiträge einschleusen – etwa indem er “Max Muster” ändert auf “Glauben Sie nicht, was sie hier lesen! Ich wurde gezwungen, das zu schreiben, aber es ist nicht wahr! Diese Produkte sind unbrauchbar und völlig überteuert!”
  • Passwort und E-Mail-Adresse ändern: Ein weiterer Ansatz besteht darin, das Passwort des Users zu ändern, so dass sich dieser nicht mehr im Backend einloggen kann. Damit er sich über die “Passwort vergessen”-Funktion nicht einfach ein neues Passwort zuschicken lässt, muss man aber zusätzlich auch die E-Mail-Adresse ändern. Dies ist insofern etwas umständlich, als in WordPress jeder User zwingend eine eindeutige E-Mail-Adresse braucht – man kann also nicht für sämtliche deaktivierten Users die gleiche Adresse (z.B. inactive.user@mydomain.com) benutzen.

WordPress Plugin User Locker: Fehlermeldung bei einem gesperrten Benutzerkonto

Was in WordPress leider fehlt ist die naheliegendste Lösung, dass man nämlich als Administrator per Checkbox andere Benutzerkonten sperren (und ggf. auch wieder freischalten) kann. Das Plugin User Locker rüstet genau diese Funktionalität nach. Dabei kann der Administrator bei Bedarf eine individuelle Textmeldung erfassen, welche dem User nach einem erfolglosen Login-Versuch angezeigt wird (z.B. “Ihr Benutzerkonto wurde deaktiviert. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit Peter Mustermann in Verbindung.”)

Das Plugin hat aber noch eine zweite Funktion: Es verhindert Brute-Force-Attacken (systematisches Durchprobieren von Passwörtern), indem nach einer bestimmten Anzahl erfolgloser Logins das Konto automatisch gesperrt wird. In der Benutzerverwaltung werden solche Konten dann als “aus Sicherheitsgründen gesperrt” gekennzeichnet.

Habari: Schlankes, modernes Blog-System

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Nebst dem populären WordPress gibt es eine ganze Reihe von weiteren Blog-Systemen, die auf derselben Technologie basieren und unter einer Open-Source-Lizenz erhältlich sind. Ein jüngerer Vertreter dieser Gattung ist Habari, das gemäss der Apache-Lizenz 2.0 genutzt werden darf. Die Frage, warum es noch ein weiteres in PHP entwickeltes Blog-System braucht, beantworten die Entwickler wie folgt:

“While there are a number of technical reasons that highlight the differences and advantages Habari has over other blogging packages, a major component of what makes Habari different is its community participation model. Users who demonstrate a level of quality contributions to the project are granted more privileges within the project.”

Etwas ausführlicher wird die Frage zudem unter dem Titel “How is this different from the eleventy billion other blog packages?” im Habari-Wiki behandelt.

Unter dem Strich ist Habari ein Blog-System, das alles Notwendige bietet, aber sich auch darauf beschränkt. Wem andere Lösungen zu überladen und zu unübersichtlich sind, der findet hier eine schlanke, moderne Lösung.

Pixie: Mini-CMS für Blogs und Kleinst-Websites

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Wenn Sie der obige Screenshot spontan angesprochen hat, dann geht es Ihnen wie mir: Ich bin ein visueller Mensch, und das trendige Design von Pixie weckt spontan Interesse. Die PHP-Software versteht sich selbst als schlankes, einfach zu bedienendes Web-CMS. Wenn man die Demo erkundet wird allerdings rasch klar, dass Pixie viel eher ein Blog-System als ein CMS ist. Dazu passt, dass die verfügbaren Themes klassische Blog-Designs besitzen (und teilweise schamlos bei WordPress abgekupfert sind).

Das Versprechen, schlank und einfach zu sein, kann Pixie durchaus einlösen. Unter einem CMS stelle ich mir dann allerdings schon etwas mehr vor. Und einen zwingenden Grund, warum man statt zu WordPress oder TYPOlight zu Pixie greifen sollte, wenn man eine nicht allzu komplexe Website erstellen will, habe ich bisher nicht gefunden – so hübsch es auch aussieht. Mir fehlt die zündende Idee, der neue Ansatz, und so bleibt Pixie eine gut gemachte Mee-Too-Entwicklung.

Pixie wird unter der GPL Version 3 lizenziert und setzt PHP 4.3 sowie MySQL 4.0 voraus.

FlatPress: Blog-System ohne Datenbank

Manchmal ist weniger mehr: Gerade wer ein Shared Hosting Account mit einer beschränkten Anzahl von Datenbanken nutzt ist froh, wenn eine Software die Daten nicht in einer Datenbank, sondern in normalen Dateien (sogenannten Flat Files) ablegt.

FlatPress ist ein Blog-System, das genau nach diesem Prinzip funktioniert. Die 1.3 MByte sind rasch per FTP auf den Server geladen, beim ersten Aufruf im Browser wird ein einfacher Installer durchlaufen, und so hat man innert Minuten ein Blog aufgesetzt. Dank Themes, Widgets und Plugins lässt sich das Ganze gemäss den persönlichen Bedürfnissen konfigurieren, und schon kann es losgehen mit dem Bloggen.

Genau dies gestaltet sich allerdings unerwartet spartanisch: Da gibt es keinen WYSIWYG oder Rich Text Editor, sondern nur ein Eingabefeld, das BBCode verlangt. Nun ist BBCode zwar nicht sonderlich kompliziert, aber warum soll man sich als Blogger im Zeitalter von TinyMCE, FCKeditor, HTMLarea und vielen anderen schönen Editoren noch mit einer Auszeichnungssprache herumschlagen? Ähnliches erlebt man auch im Umgang mit Bildern: Zwar gibt es einen einfachen Upload, der Einbau eines Bildes in einen Blogpost ist hingegen Handarbeit.

FlatPress ist somit ein System für Puristen, die Freude an schlanken Lösungen haben (was durchaus seinen Reiz hat – verstehen Sie mich nicht falsch). Der Durchschnitts-Blogger ist mit einem aufwändigeren Blogsystem wahrscheinlich besser bedient, und für ein Blog mit sehr viel Traffic ist eine Lösung ohne Datenbank generell nicht ideal. In seiner Kategorie ist FlatPress aber eine gut konzipierte, sauber strukturierte und visuell schön gestaltete Software, vergleichbar mit Simple PHP Blog.

Evaluationshilfen für CMS, Wiki, Forum, Instant Messenger, Blog und andere Software

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Wer ein Content Management System evaluieren muss (oder will), stösst früher oder später auf die CMS Matrix. Dort kann man aus der schwindelerregenden Zahl von aktuell 874 CMS-Produkten seine Kandidaten auswählen und ihre Features in tabellarischer Form miteinander vergleichen. Das Angebot umfasst sowohl kommerzielle als auch Open-Source-Produkte – hier ist die CMS Matrix absolut ideologiefrei, aber Freie Software ist auf jeden Fall sehr gut vertreten.

Aus derselben Ecke kommen auch weitere Software-Vergleichsdienste, namentlich Messaging Matrix (für Instant Messengers, Collaboration/Groupware Servers und Personal Information Managers PIM) und E-Payment Matrix (für Online Payment Services). Das Ganze ist unter dem Dach des Compare Stuff Network organisiert, das sich – selbstironisch, aber durchaus berechtigt – mit dem Claim “Gread Data, Ugly Sites” positioniert.

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Mit “Great Data, Quite Nice Sites” könnte man entsprechend das Angebot der kleinen Berliner Web-Agentur CosmoCode umschreiben: WikiMatrix, ForumMatrix, PodcatcherMatrix und WeblogMatrix sind vier gut gemachte Vergleichsdienste für eben diese Software-Typen. Auch hier wird kommerzielle und freie Software bunt gemischt, aber auch hier ist es ein Leichtes, die Auswahl auf die eine oder die andere Gruppe zu beschränkten, falls man das will. Einziger Wermutstropfen: Die Matrix-Familie baut zwar teilweise auf Open Source Software auf, die Vergleichs-Engine ist jedoch nicht frei verfügbar. Wer also selbst einen Vergleichsdienst aufziehen möchte, muss die Plattform dafür selbst entwickeln.

Verweise auf verwandte Artikel mit WordPress

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Gerade in einem Blog, das ja chronologisch und nicht thematisch strukturiert ist, sind inhaltlich verwandte Artikel oft weit verstreut. Kategorien und Tags helfen zwar, Zusammenhänge herzustellen, und zur Not bieten Blogs ja auch noch eine Volltextsuche. Am bequemsten ist es für den Leser aber immer noch, wenn er am Ende eines Artikels ein halbes Dutzend Links zu ähnlichen Artikeln findet.

Um solche Verweise zu erstellen gibt es grundsätzlich folgende Möglichkeiten:

  1. Natürlich kann man als Autor thematisch verwandte Artikel jederzeit manuell verlinken. In diesem Fall darf man als Leser davon ausgehen, dass dieser Artikel wirklich relevant ist. Andererseits ist der Aufwand für den Autor, verwandte Artikel zu finden und zu verlinken, erheblich, so dass manuelle Verweise in der Praxis meist ganz fehlen oder zumindest sehr unvollständig sind.
  2. Gewisse Blog-Systeme ermöglichen es, automatisiert aufgrund von Schlagwörtern (Keywords, Tags) thematisch verwandte Artikel anzuzeigen. Damit dies funktioniert, müssen allerdings alle Artikel konsequent und möglichst präzise verschlagwortet werden – auch hier entsteht also ein manueller Aufwand.
  3. Der dritte Weg besteht darin, dass das Blog-System aufgrund des Volltexts selbständig ähnliche Artikel untereinander verlinkt. Zu diesem Zweck wird die Häufigkeit der einzelnen Wörter im Text bestimmt – je ähnlicher diese Häufigkeiten, desto eher befassen sich die Artikel mit dem gleichen Thema. Ein solches System ist für den Autor sehr bequem, weil er keinerlei manuellen Aufwand hat; und er findet so vielleicht verwandte Artikel, an die er selbst gar nie gedacht hätte. Auf der anderen Seite sind Algorithmen, die Texte vergleichen können, hoch komplex und nie perfekt – es ist also nie ganz ausgeschlossen, dass das System relevante Artikel verpasst und dafür Artikel verlinkt, die nicht wirklich mit dem Thema zu tun haben.
  4. Denkbar wäre schliesslich auch eine Kombination aus den Varianten 2 und 3: Im Normalfall werden die Verweise basierend auf dem Volltext erstellt, allfällig vorhandene Schlagwörter werden aber ebenfalls berücksichtigt (und eventuell stärker gewichtet). Ein solches System würde bei einem vertretbaren manuellen Aufwand die qualitativ besten Verweise liefern.

Um nun mit WordPress Verweise auf ähnliche Artikel zu erstellen, gibt es folgende Plug-Ins:

  • Similar Posts
    Dieses Plug-In vergleicht Titel und Text von Artikeln und erstellt daraus Verweise. Zusätzlich können auch Tags und Kategorien einbezogen werden. Somit kommt dieses Plug-In der Methode Nr. 4 am nächsten. Es ist sehr einfach einzubauen und liefert insgesamt gute Resultate. Ich würde mir lediglich wünschen, einzelne Verweise auf einfache Weise wegklicken zu können, wenn sie meiner Meinung nach keinen Zusammenhang zum Artikel haben.
  • Wasabi Related Posts
    Dieses Plug-In von Alexander Malov und Mike Lu ist ein Klassiker, auch das oben beschriebene Similar Posts basierte ursprünglich darauf. Von Peter Bowyer gibt es zudem eine modifizierte Version.
  • Terms2Post
    Dieses Plug-In von Semiologic setzt ebenfalls auf einen Volltextvergleich.
  • Contextual Related Posts
    Dieses Plug-In beschränkt den Vergleich auf den Titel. Wie gut dies funktioniert, hängt stark davon ab, wie man seine Titel wählt. Insgesamt dürfte ein Plug-In wie Similiar Posts aber deutlich bessere Resultate ergeben.
  • Simple Tags
    Die “Related Posts”-Funktionalität des Plug-Ins von Amaury Balmer ist eigentlich eher ein Nebeneffekt, denn die zentrale Aufgabe von Simple Tags ist die Verwaltung von Tags. Ein Vertreter der Methode Nr. 2.
  • Darren’s Related Posts
    Das letzte Update dieses Plug-ins liegt weit zurück, und es scheint nur wenig Resonanz gefunden zu haben. Der Ansatz basiert auf Keywords (Methode Nr. 2).
  • Related Posts Link
    Mit diesem Plug-In wird das manuelle Verlinken vereinfacht (Methode Nr. 1). Ob das bald zweijährige Plug-In mit der aktuellen WordPress-Version 2.3 noch funktioniert, habe ich allerdings nicht getestet.
  • Cross References
    Dieses Plug-In unterstützt das manuelle Verlinken (Methode Nr. 1), indem es für jeden Artikel eine Liste der auf ihn verlinkenden Artikel erstellt.
  • Arkayne Related Content
    Arkayne ist ein Service, der ähnliche Artikel blog-übergreifend miteinander verlinkt – das gleichnamige WordPress-Plugin sorgt für die Anbindung des eigenen Blogs an dieses System. Hier geht es mehr um Traffic-Generierung als um die Optimierung des eigenen Blogs, auch wenn Arkayne nach eigenen Angaben Verweise auf eigene Artikel bevorzugt behandelt. Von einem journalistischen Standpunkt aus halte ich es allerdings für fragwürdig, wenn ein fremdes System darüber entscheidet, welche externen Links auf meinem Blog erscheinen (zumindest so lange diese nicht klar als solche deklariert sind wie z.B. bei Google AdSense). Das System dürfte zudem ein lohnendes Ziel für Spammer sein.
  • Sphere Related Content
    Ähnlich wie bei Arkayne geht es bei Sphere darum, Blogs zu vernetzen. Die oben geäusserten Vorbehalte gelten deshalb auch hier.

Wertvolle Hinweise zu diesem Thema verdanke ich u.a. Lorelle on WordPress.

Tags in WordPress 2.3

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Ab der Version 2.3 bietet WordPress nebst Kategorien auch Tags. Beide Konzepte dienen letztlich dazu, thematisch verwandte Artikel einfacher auffindbar zu machen und sind auch in der Anwendung recht ähnlich. Trotzdem denke ich, dass sowohl Kategorien als auch Tags ihre Berechtigung haben: Während Kategorien die systematische Einordnung eines Artikels in eine Themenhierarchie erlauben, dienen Tags dazu, einem Artikel spontan einige Schlagwörter hinzuzufügen, die nicht unbedingt eine eigene Kategorie rechtfertigen, aber bei der Suche nach speziellen Themen hilfreich sein können. Entsprechend werden Kategorien eher in Listen dargestellt, während sich für Tags die bekannten Tag Clouds anbieten.

Wer ein Upgrade auf WordPress 2.3 durchführt steht allerdings vor der Schwierigkeit, dass alle bestehenden Artikel noch keine Tags besitzen. Das nachträgliche Verschlagworten ist eine aufwändige Sache, auch weil man dazu jeden einzelnen Artikel im Editor öffnen muss. Deutlich bequemer geht es mit dem Plug-In Inline Tag Thing, mit dem man direkt im Frontend und mit AJAX-Komfort Tags hinzufügen und löschen kann.

Wer Tags intensiv einsetzt, kommt fast nicht um das Plug-In Simple Tags herum. Es macht das Verschlagworten von Artikeln besonders effizient, indem es beispielsweise Tags vorschlägt, Artikel ohne Tags findet und Suchen/Ersetzen-Funktionen für Tags bietet.

Grundausstattung: Plug-ins für WordPress

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  • SlimStat (vgl. Bild) – Sehr übersichtliche und trotzdem detaillierte Zugriffsstatistik im Backend. Plug and Play. Unverzichtbar. Alternativen: WordPress.com Stats.
  • Spam Karma – Spammer gehören zu den ersten und regelmässigsten Besuchern eines Blogs. Ein Schutzmechanismus gegen Kommentar-Spam ist deshalb zwingend. Spam Karma hat sich bei mir seit Jahren bewährt, so dass ich Akismet (Plug-in im Lieferumfang von WordPress) nie genutzt habe.
  • Google Sitemap Generator – Erzeugt eine XML Sitemap (“Google Sitemap”) und unterstützt dadurch die Indexierung des Blogs durch die Suchmaschinen von Google, Yahoo und Microsoft.
  • Subscribe to Comments – Bietet Kommentatoren die Möglichkeit, sich bei weiteren Kommentaren auf denselben Artikel per E-Mail benachrichtigen zu lassen. Zwingend, wenn man ein Blog als Diskussionsplattform versteht.
  • Snap Shots Plug-in – Bindet grafische Previews für alle Links auf Basis des Dienstes von snap.com ein. Optisch sehr attraktiv und zugleich sehr nützlich, da es manchen überflüssigen Klick erspart.
  • cforms – Leistungsfähiger Formulargenerator, mit dem man weit mehr als nur ein Kontaktformular bereitstellen kann (vgl. cforms: Formulargenerator für WordPress).
  • WordPress Mobile Edition – Macht ein Blog auch für Mobile Devices (Handy, SmartPhone, PDA) verfügbar, indem es die Seiten in einem geeigneten Format rendert.
  • Random File – Erlaubt es, eine zufällig ausgewählte Datei aus einem vorgegebenen Verzeichnis einzubinden. Ideal, um wechselnde Bilder oder Texte anzuzeigen.
  • Maintenance Mode – Wenn Wartungsarbeiten anstehen, kann man dank diesem Plug-in den geordneten Rückzug antreten: Auf Kopfdruck sehen nur noch eingeloggte Administratoren das Frontend, während normale Besucher eine Meldung erhalten, dass Wartungarbeiten im Gange sind.
  • WPvideo – Vereinfacht das Einbinden von YouTube-Videos in einen Blog-Artikel.
  • Event Calendar – Ermöglicht es, Blog-Artikel als Events zu kennzeichnen, mit Datum und Zeit zu versehen und dann in einem Kalender auflisten zu lassen. Wird auch für den Event-Kalender auf Open Mind eingsetzt.
  • O42 Clean Umlauts – Plug-in, das den unsauberen Umgang von WordPress mit Sonderzeichen wie z.B. deutschen Umlauten in Perma-Links kompensiert. Scheint allerdings mit WordPress 2.2. nicht mehr zu funktionieren.

ScribeFire: Bloggen mit Firefox

Lesen und Schreiben sind für Blogger zwei Dinge, die untrennbar miteinander verknüpft sind. Insofern ist es eigentlich nicht einsehbar, dass man dafür zwei verschiedene Programme braucht (zumindest wenn man lokal und nicht mit einem umständlichen Web-Backend arbeiten will).

ScribeFire (früher: Performancing) hebt diese Trennung auf: Die Extension macht aus dem Firefox-Browser einen Blog-Editor, den man per Knopfdruck in der unteren Fensterhälfte einblenden kann. Das Konzept ist vielversprechend, in der Umsetzung wären noch einige Verbesserungen denkbar. Bei der Formatierung ist der Editor manchmal etwas eigenwillig, so dass man froh ist, einen Artikel auch im HTML-Quelltext bearbeiten zu können. Zudem wäre eine echte WYSIWYG-Darstellung sinnvoll, welche das Stylesheet des Ziel-Blogs berücksichtigt. Für den maximalen Blog-Komfort würde man sich zudem wünschen, dass man Bilder direkt in den Blog-Artikel einkopieren kann und nicht erst als Datei speichern, separat hochladen und dann verknüpfen muss (was allerdings die wenigsten Blog-Editoren können, beim Microsofot Windows Live Writer aber sehr schön umgesetzt ist).

Soweit man das der nicht sehr umfassenden Dokumentation entnehmen kann unterstützt ScribeFire die Blog-Systeme Blogger.com, LiveJournal sowie WordPress, die Unterstützung von Windows Live Spaces ist für eines der nächsten Releases geplant. Weitere Informationen und ein Support-Forum findet man auf der ScribeFire Homepage.

Simple PHP Blog: Blog Script ohne Datenbank

Die meisten Blog Scripts (auch das für Open Mind eingesetzte WordPress) setzen auf dem Server nebst PHP auch eine Datenbank voraus. Das ist zwar keine riesige Hürde, zumal Hosting-Accounts mit MySQL-Datenbanken günstig zu haben sind und das Anlegen einer Datenbank keine Hexerei ist. Trotzdem kann es Situationen geben, wo man sich ein Blog Script wünscht, das keine Datenbank braucht, sondern alle Daten in Textdateien ablegt.

Simple PHP Blog ist ein Vertreter dieser Gattung. Sofern man sich mit einem Standard-Template zufrieden gibt, ist ein Blog innert 10 Minuten und ohne einen Blick in die Dokumentation eingerichtet: Man lädt die PHP-Dateien per FTP auf den Server, ruft die entsprechende URL im Browser auf und wird durch einen kurzen Installationsprozess geführt. Im Prinzip kann man jetzt bereits loslegen, es empfiehlt sich aber zuerst noch ein Blick in die zahlreichen Einstellungen, mit denen man Aussehen und Funktionen seines Blogs anpassen kann.

Simple PHP Blog wird seinem Namen im doppelten Wortsinn gerecht: Es ist einfach im Setup, aber auch in der Ausstattung. Es bietet alle Basisfunktionen eines Blogs, kann aber insbesondere im Backend nicht mit WordPress konkurrieren: Beispielsweise fehlt ein WYSIWYG-Editor, die Kategorien-Verwaltung ist ziemlich einfach gelöst, und es gibt keine Benutzer-Verwaltung. Für ein Blog mit sehr vielen Beiträgen und grossen Besucherzahlen ist Simple PHP Blog vielleicht nicht die richtige Wahl, weil das Fehlen einer Datenbank irgendwann auf die Performance durchschlagen dürfte. Für einen sanften Einstieg in die Blogosphere kann man aber ohne weiteres auf dieses System bauen.

Simple PHP Blog benötigt PHP5 und untersteht der GNU General Public Licence (GPL).

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