Songbird: Die Synthese aus Web-Browser und Media-Player

Wie nennt man ein Programm, das sowohl Web-Browser als auch Media-Player ist? Das also sowohl Webseiten anzeigt als auch Audio- und Video-Dateien abspielt? Web-Player?

Wie auch immer: Songbird ist ein wirklich spannender Ansatz, der den Browser nicht mehr nur als Anzeigeprogramm für Texte und Bilder versteht, sondern multimediale Inhalte ins Zentrum stellt. Surft man beispielsweise auf ein Musik-Blog, so werden alle auf dieser Seite verlinkten MP3-Dateien wie in einem Media-Player aufgelistet. Man kann sie direkt abspielen oder auch per Drag-and-Drop in die eigene Musiksammlung ablegen.

Der Web-Browser von Songbird basiert auf Firefox, und auch als Media Player bietet die Software eine reichhaltige Ausstattung: Nebst MP3 werden auch Dateiformate wie AAC, OGG, FLAC und WMA unterstützt, austauschbare Skins (“Feathers”) sind ebenso vorhanden wie eine Extension-Architektur. Das Bedienungskonzept ist sehr ähnlich wie bei iTunes, so dass man sich rasch zurechtfindet. Kein Wunder wird Songbird gelegentlich als Open-Source-Alternative zu iTunes bezeichnet.

Songbird ist derzeit in der Version 0.2.5 verfügbar und somit noch nicht fertiggestellt. Trotzdem spürt man bereits heute, dass hier ein Programm ausgebrütet wird, welches das Potential hat, Software-Geschichte zu schreiben. Sowohl das Programm als auch die Website zeigen deutlich, dass hier nicht einfach ein paar Freaks drauflos programmieren, sondern dass ein starkes Konzept hinter Songbird steht. Verantwortlich dafür ist eine Gruppe von Entwicklern, die unter anderem auch für Winamp gearbeitet haben. Nebst dem Democracy Player (vgl. Democracy Player: Freies Internet-TV mittels Video-Blogs) ist Songbird eine weitere Multimedia-Internet-Applikation, die das Zeug zu einer Standard-Software hat.

Wichtig ist vielleicht noch die folgende Klarstellung: Auch wenn es Songbird sehr einfach macht, MP3-Dateien im Web zu finden und lokal zu speichern, so ist es doch keine Software, welche illegale Praktiken in der Musiknutzung fördert – jedenfalls nicht mehr als jeder normale Web-Browser auch. Die Entwickler stellen sich sogar ausdrücklich hinter die Bill of Rights von DigitalConsumer.org, welche sich war gegen ein restriktives DRM wendet, aber das Copyright respektiert.

Klage gegen Apple: Foul Play mit FairPlay

Apple ist nicht zuletzt deshalb im Musikgeschäft so erfolgreich, weil der iTunes-Store, die iTunes-Software und die iPod-Player optimal zusammenspielen. Die enge Verzahnung dieser Komponenten gilt auch für das FairPlay genannte Kopierschutzsystem, das Apple exklusiv einsetzt.

Nun sieht sich Apple einer Sammelklage betreffend FairPlay gegenüber – die aber nicht gegen die Restriktionen des (insgesamt als liberal geltenden) DRM-Systems vorgeht, sondern dagegen, dass Apple FairPlay nicht an Hersteller anderer MP3-Player lizenziert. Apple zwinge damit die Kunden des iTunes-Stores zugleich dazu, einen iPod zu benutzen und schaffe so mit technischen Mitteln ein Monopol. Details zu dieser Klage gibt es bei iRights.

Gewinner des Down With DRM Video Contest

Unter dem Titel Down With DRM hatte Free Culture einen Video-Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem es darum ging, die Probleme und Gefahren des Digital Rights Management (DRM) aufzuzeigen. Die Gewinner stehen jetzt fest:


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"Legally Bound" – Day Against DRM, Oct 3rd

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Interchangeability

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