Money Maker Ex: Buchhaltung für den Privatgebrauch

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Es soll ja Menschen geben, die ihre Buchhaltung in Excel (oder einem anderen Tabellenkalkulationsprogramm) erledigen. Das funktioniert zwar, aber es gibt trotzdem bessere Lösungen. Eine davon heisst Money Maker Ex und ist eine Open Source Software für  Windows, Linux und Mac OS (letzteres noch im Experimentalstadium).

Money Maker Ex ist kein ausgewachsenes Buchhaltungsprogramm für Unternehmen, sondern eine Finanz-Software für den Privatgebrauch. Es verwaltet beliebig viele Bargeld-, Kreditkarten- und Wertschriftenkonten, kann mit wiederkehrenden Zahlungen umgehen, holt aktuelle Aktienkurse aus dem Internet (via Google Finance) und unterstützt Budgets. Dabei ist insbesondere der Reporting-Teil gut ausgestattet, während sich die eigentliche Kontenverwaltung auf das Notwendige beschränkt. In den Details wirkt Money Maker Ex noch nicht ganz geschliffen, aber es erfüllt seinen Zweck und hat es in meinem Test sogar geschafft, eine Quicken-Datei mit Buchungen aus den letzten 10 Jahren zu importieren.

GnuCash: Freie Buchhaltungs-Software – neu auch für Windows

Die aus der Linux-Welt stammende Finanz-Software GnuCash wird auf Windows portiert: Derzeit ist die Entwickler-Version 2.1.0 verfügbar (die noch nicht für den produktiven Einsatz gedacht ist), ab der Version 2.2.0 soll es stabile Releases auch für Windows geben. GnuCash ist sowohl für Privatpersonen als auch für KMUs konzipiert, unterstützt die doppelte Buchhaltung, importiert Daten im OFX– und QIF-Format und beherrscht auch den Homebanking-Standard HBCI.

Rein optisch merkt man GnuCash deutlich an, dass es kein «richtiges» Windows-Programm ist, sondern auf der GTK-Library basiert (wie beispielweise GIMP oder Gaim/Pidgin auch). Betreffend Leistungsumfang und Qualität der Software möchte ich im Moment noch kein Urteil wagen. Mangels Alternativen an freier Finanzsoftware für Windows kommt GnuCash aber sowieso in die engere Wahl.

(via Golem)