GIMP: Mehr Übersicht dank Single Window Mode

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An GIMP, dem wohl leistungsfähigsten Bitmap-Grafikprogramm aus der Open-Source-Welt, scheiden sich die Geister: Die einen sehen es als ernsthafte Photoshop-Alternative, die anderen verzweifeln an der Benutzeroberfläche, welche aus einer Flut von einzelnen Fenstern und Paletten besteht. Für letztere gibt es möglicherweise gute Nachrichten: GIMP-Entwickler Martin Nordholts berichtet über ein Projekt, das GIMP in der Version 2.8 einen sogenannten Single Window Mode bringen soll. Ein vielversprechender Ansatz.

Pencil: Mein Firefox ist auch ein Visio

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Sie sind mitten in einer Präsentation, surfen durch eine Kunden-Website – und sollen plötzlich zeigen, wie ein zukünftiges Kontaktformular aussehen könnte. Was tun Sie?

Sofern Sie nicht auf die klassischen Methoden (Whiteboard, Flip-Chart) ausweichen wollen oder können, werden Sie wahrscheinlich Viso starten oder vielleicht sogar PowerPoint bemühen. Das wird bestimmt irgendwie funktionieren, ist aber nicht annähernd so elegant, wie wenn Sie das GUI kurz in Firefox skizzieren. Und das geht tatsächlich – dank Pencil, einer ziemlich verblüffenden Firefox-Extension.

Klar: Mit Visio (oder dessen Open-Source-Gegenstück Dia) kann Pencial nicht mithalten, aber ein Benutzer-Interface ist damit schnell und optisch überzeugend erstellt. Gehört ab sofort auf meine Liste der empfehlenswerten Firefox-Extensions für Web-Entwickler!

Open Clip Art Library: Das Archiv für Public-Domain-Grafiken

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Auch wenn Designer typischerweise die Nase rümpfen über Cliparts: Manchmal sind vorgefertigte Grafiken eben doch besser als reine Textwüsten. Die Open Clip Art Library bietet einen Fundus von gegen 14’000 Sujets aus der Public Domain, also ohne jegliche Einschränkung bei der Nutzung. Das Konzept überzeugt – bis auf die Suche, denn die Trefferliste zeigt keine Previews an, so dass man sich mühsam von Detailansicht zu Detailansicht klicken muss. Somit tut man gut daran, stattdessen das Gesamtarchiv auf die eigene Festplatte herunterzuladen und lokal zu durchstöbern.

SIMILE Timeplot: Aus Datenreihen Kurvendiagramme erzeugen

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Mit SIMILE Timeplot kann man aus Datenreihen Kurvendiagramme erzeugen und diese direkt in die eigene Website einbinden. Das Vorgehen ist sehr ähnlich wie bei Google Maps: Etwas JavaScript reicht, um die Datenquelle zu spezifizieren und das Aussehen der Grafik zu definieren. Und weil die Grafik bei jedem Seitenaufruf neu gezeichnet wird, kann man auch Realtime-Daten darstellen – etwa Temperaturverläufe, Aktienkurse oder Umsatzzahlen.

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Ähnliches kann man auch mit der Google Chart API (obige Abbildung) erreichen – Prinzip und Resultat sind allerdings unterschiedlich. Ein Google Chart wird allein durch den Aufruf einer URL mit einem mehr oder minder komplexen QueryString erzeugt, Timeplot erfordert JavaScript. Google Chart kann eine ganze Reihe unterschiedlicher Diagrammtypen generieren (z.B. Balken-, Torten- und Mengendiagramme), Timeplot ist auf Kurvendiagramme über einer Zeitachse limitiert. Google Chart liefert rein PNG-Grafiken ohne Interaktivität aus – Timeplot blendet beim Mouseover die aktuellen Daten ein und öffnet per Mausklick Infofenster mit weiterführenden Informationen. Und last but not least ist Timeplot Open Source (BSD Licence), während die Google Chart API zwar kostenlos, aber nur gemäss diesen Terms of Service genutzt werden darf.

SVG-Vektorgrafiken erstellen mit GLIPS Graffiti Editor

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SVG (Scalable Vector Graphics) ist ein faszinierendes Grafikformat: Da es auf XML basiert, kann es mit jedem Texteditor bearbeitet werden, und deshalb lässt sich eine SVG-Grafik auch sehr einfach mit einer Skriptsprache wie z.B. PHP manipulieren.

Der einfachste Weg, um eine SVG-Grafik zu erstellen oder zu betrachten führt aber über ein Grafikprogramm. Nebst dem Klassiker Inkscape kann man dafür beispielsweise auch den GLIPS Graffiti Editor nutzen, der sich auf die grundlegenden Funktionen beschränkt und deshalb sehr übersichtlich und leicht zu erlernen ist. Wie viele Java-Programme ist GLIPS ein kleines bisschen träge, dafür läuft es auf allen Betriebssystemen, die Java unterstützen. Als Lizenz kommt die Lesser General Public License (LGPL) zum Einsatz.

Seashore: Der Alltags-Grafik-Editor für Mac OS X

Eine Warnung vorweg: Wenn Ihnen das Kürzel GIMP etwas sagt, dann könnten Sie leicht missverstehen, was Seashore ist. Denn Seashore benutzt zwar Code-Teile des Grafikprogramms GIMP und beherrscht auch dessen Dateiformat XCF, in der Benutzung unterscheiden sich die beiden Programme aber massiv – persönlich würde ich sagen: zum Glück.

Seashore ist ein vergleichsweise einfaches Pixelgrafik-Programm. Es bietet Ebenen (inkl. Ebenen-Effekte), Zugriff auf den Alpha-Kanal, Transparenz und eine Plug-In-Architektur für Filter (hier “Effects” genannt). Nebst dem XCF-Dateiformat werden auch TIFF, PNG, JPEG, JP2000 und GIF unterstützt, zudem können Dateien im Format BMP, PICT, PDF und XBM importiert werden. Die Bedienung ist weitgehend selbsterklärend, sofern man mit den Grundkonzepten eines Grafik-Editors vertraut ist.

Seashore ist ein echtes Mac-Programm: Es benötigt kein X11 und fühlt sich auch sonst wie eine Aqua-Applikation an. Dass Seashore viele Funktionen von GIMP nicht bietet wirkt sich angenehm auf die Benutzeroberfläche aus, die nicht ansatzweise in einer Palettenorgie ausartet wie bei GIMP. Als vollwertiger Photoshop-Ersatz taugt Seashore ganz sicher nicht; für Standardaufgaben im Grafik-Bereich ist es aber eine gute Wahl.

Seashore liegt als Universal Binary vor und läuft somit auf Intel- und PowerPC-Macs. Sofern vorhanden wird auch der AltiVec-Coprozessor unterstützt. Lizenziert ist das Programm unter der GNU General Public Licence (GPL).

Finale Version von Paint.NET 3.0 freigegeben

Das Open-Source-Grafikprogramm Paint.NET für Windows macht nun offiziell den Schritt von der Version 2.72 auf 3.0. Die Neuerungen sind im Changelog zusammengefasst. Verbunden mit dem Versionssprung ist der Abschied von Windows 2000 – um die Software nutzen zu können benötigt man ab sofort Windows XP SP2 oder neuer.

Frühere Beiträge:

Website Templates als Open Source

Open Source Web Design heisst eine Website, auf welcher fast 1700 Web-Templates zum freien Download angeboten werden. Die Lizenzbedingungen variieren je nach Designer: Manche sind “free for any use”, andere unterstehen einer Creative-Commons-Lizenz mit gewissen Auflagen. Der Lieferumfang ist ebenfalls verschieden: Manchmal ist es nur eine HTML-Datei und ein Stylesheet, manchmal liegt auch eine Photoshop-Datei bei, dank der man das Design mit wenig Aufwand weiterentwickeln kann. Unterschiedlich ist allerdings auch die Qualität der Templates, und die überwiegende Mehrheit eignet sich primär für private Websites.  

GIMP vs. Krita: Unentschieden

Krita, das Grafikprogramm des KOffice-Projekts, ist unlängst in der Version 1.6 erschienen. Linux.com hat aus diesem Anlass Krita mit dem Klassiker GIMP verglichen. Das Resultat ist ein klassisches Unentschieden:

“If you do a lot of graphics work, you need to have both Krita and the GIMP; neither is the be-all and end-all of raster graphics editors.”

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