Pencil 1.1: Shape Collections und HTML Click Dummies

Pencil ist ein Tool, um rasch ein GUI zu skizzieren, d.h. einen sogenannten Wireframe zu erstellen. Es kann als Firefox-Extension oder auch als eigenständiges Programm (Windows oder Linux) installiert werden. Mit der neuen Version 1.1 sind vier Neuerungen hinzugekommen, welche die Software wesentlich erweitern:

  • Export von HTML-Seiten: Damit können Entwürfe nicht nur bequemer einem Projekt-Team oder einem Kunden präsentiert werden, sondern es sind auch einfache Click-Dummies möglich, weil Elemente mit Links auf andere Seiten versehen werden können.
  • Export in den Formaten OpenOffice.org Writer, Word oder PDF.
  • Möglichkeit, Shapes in Form von Collections hinzuzuladen oder eigene Shape Collections zu erstellen.
  • Clipart Browser, der direkt auf die Open Clip Art Library zugreift und damit die Erstellung von Diagrammen verschiedenster Art wesentlich vereinfacht.

Pencil macht mit diesem Update einen wesentlich grösseren Schritt, als es der Versionssprung von 1.0 auf 1.1. vermuten lassen würde. Die Software ist weiterhin schlank, intuitiv verständlich und effizient, aber sie bietet einige entscheidende Neuerungen, die ich bisher schmerzlich vermisst habe.

GIMP: Mehr Übersicht dank Single Window Mode

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An GIMP, dem wohl leistungsfähigsten Bitmap-Grafikprogramm aus der Open-Source-Welt, scheiden sich die Geister: Die einen sehen es als ernsthafte Photoshop-Alternative, die anderen verzweifeln an der Benutzeroberfläche, welche aus einer Flut von einzelnen Fenstern und Paletten besteht. Für letztere gibt es möglicherweise gute Nachrichten: GIMP-Entwickler Martin Nordholts berichtet über ein Projekt, das GIMP in der Version 2.8 einen sogenannten Single Window Mode bringen soll. Ein vielversprechender Ansatz.

Project Renaissance: Ein besseres User Interface für OpenOffice.org

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Bezüglich der Funktionalität hat es OpenOffice.org inzwischen geschafft, sich als valable Alternative zu Microsoft Office zu positionieren. Kritiker werfen dem Open-Source-Projekt allerdings vor, lediglich den kommerziellen Konkurrenten kopiert und dabei echte Innovationen verpasst zu haben. Dies fällt umso mehr auf, als Microsoft inzwischen mit Office 2007 eine neue Benutzeroberfläche eingeführt hat, welche zwar gewöhnungsbedürftig ist, aber inzwischen doch wesentlich moderner wirkt.

Mit dem Projekt Renaissance will OpenOffice.org hier Boden gut machen. Die freie Office Suite soll ein optimales User Interface erhalten. Konkrete Design-Entwürfe gibt es zwar noch keine, gemäss dem monatlichen Status-Update ist man aber in der Analysephase schon weit fortgeschritten.

Pencil: Mein Firefox ist auch ein Visio

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Sie sind mitten in einer Präsentation, surfen durch eine Kunden-Website – und sollen plötzlich zeigen, wie ein zukünftiges Kontaktformular aussehen könnte. Was tun Sie?

Sofern Sie nicht auf die klassischen Methoden (Whiteboard, Flip-Chart) ausweichen wollen oder können, werden Sie wahrscheinlich Viso starten oder vielleicht sogar PowerPoint bemühen. Das wird bestimmt irgendwie funktionieren, ist aber nicht annähernd so elegant, wie wenn Sie das GUI kurz in Firefox skizzieren. Und das geht tatsächlich – dank Pencil, einer ziemlich verblüffenden Firefox-Extension.

Klar: Mit Visio (oder dessen Open-Source-Gegenstück Dia) kann Pencial nicht mithalten, aber ein Benutzer-Interface ist damit schnell und optisch überzeugend erstellt. Gehört ab sofort auf meine Liste der empfehlenswerten Firefox-Extensions für Web-Entwickler!

Icons mit Creative Commons Licence

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Wer für seine Website oder seine Software einige trendige 3D-Icons sucht, hat gute Chancen, bei Abdylas Tynyshov fündig zu werden: Seine Sammlung mit 140 Icons deckt viele Standard-Objekte und -Aktionen ab und ist unter einer Creative-Commons-Lizenz frei erhältlich. Die Icons können in vier verschiedenen Grössen zwischen 24 x 24 und 80 x 80 Pixel heruntergeladen werden – leider aber nur als PNG und nicht in einem Vektorformat, das eine einfache Skalierung und Modifikation der Icons erlauben würde.

Multi-Touch-Linux dank MPX

Wenn es um Benutzeroberflächen und Mensch-Maschinen-Interaktion geht, dann sind Touch-Screens nicht weit. Und spätestens seit dem iPhone weiss man auch, was man unter einem Multi-Touch-Screen zu verstehen hat. Dabei ist Apple nicht das einzige Unternehmen, das sich mit dieser Technologie beschäftigt – Microsoft (Projekt Surface), Perceptive Pixel (Jeff Han) oder Natural Interaction haben die Faszination (und das kommerzielle Potential) dieses Konzepts ebenfalls erkannt.

Dank dem Multi-Point X Server (MPX) von Peter Hutterer greift das Multi-Touch-Konzept nun auch auf die Open-Source-Szene über. MPX ist zwar nur eine Software, nämlich eine modifizierte Variante des X Window Systems. (Oder wie Hutterer selbst formuliert: “I did not build some kind of touchscreen or tracking system. I did not build some kind of gesture recognition system. I built the stuff in between.”) MPX erlaubt es aber, mit einem Multi-Touch-Screen auch freie Betriebssysteme wie Linux anzusteuern. Bereits gibt es zu Testzwecken eine modifzierte Version von Ubuntu Linux mit MPX.

(via Stefon’s Blog)

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