TYPO3 Version 4.4 mit Introduction Package

TYPO3 Version 4.4: Introduction Package

Teil der heute freigegebenen finalen Version 4.4 von TYPO3 ist das Introduction Package. Dabei handelt es sich um eine professionell gestaltete Demo-Website, die bei Bedarf mitinstalliert wird.

Für TYPO3 ist dies ein riesiger Schritt vorwärts: Zu dem Zeitpunkt, als ich mich mit TYPO3 auseinanderzusetzen begann, zeigte TYPO3 nach einer Standardinstallation nichts anderes als ein Fehlermeldung an. In späteren Versionen gab es immerhin ein sprödes “Hello World”, aber bis man eine halbwegs präsentable Website erstellt hatte, war es immer noch ein weiter Weg – ein Weg, auf dem wohl viele TYPO3-Neulinge verzweifelt sind.

TYPO3 Version 4.4: InstallerDank dem Introduction Package kann man nun innert einer halben Stunde eine komplette Website inkl. CMS aufsetzen – sei es, um TYPO3 kennenzulernen, sei es, um möglichst effizient eine Website zu erstellen, die zunächst noch kein individuelles Design benötigt. Das Vorgehen könnte einfacher nicht sein: Als letzten Schritt bietet der neu gestaltete Installer die Option, das Introduction Package zu installieren, wobei die Basisfarbe wählbar ist, um der Demo-Website doch ein gewisses Mass an Individualität zu verleihen.

TYPO3 Version 4.4: Backend

Nicht nur der Installer, auch das gesamte Backend wurde visuell überarbeitet. Es ist insgesamt kontrastreicher, deswegen aber nicht etwa bunt, sondern in edlem Anthrazit gehalten. Auch der Rich Text Editor HTMLarea wurde technisch grundlegend überarbeitet – er basiert nun komplett auf dem JavaScript-Framework Ext JS, das seit der Version 4.3 Teil von TYPO3 ist.

Die Version 4.4 bietet noch diverse andere Neuerungen, die man auf der TYPO3-Website nachlesen kann. Nach einem ersten Augenschein würde ich aber sagen: Dieses Update wird wesentlich dazu beitragen, dass TYPO3 (noch) mehr Anhänger findet, zumal es viel fürs Auge bietet.

Entwicklung des TYPO3 Install Tools 2.0 gestoppt

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In einem Blog-Beitrag hat Thomas Hempel erklärt, dass er das Projekt zur Entwicklung eines neuen Install Tools für TYPO3 gestoppt hat. Dieses Tool hätte ursprünglich Bestandteil von TYPO3 4.2 sein sollen und war in der Alpha-Version bereits enthalten, schaffte es dann aber – zu meinem grossen Bedauern – nicht in die finale Version.

Die entscheidende Passage aus der Ankündigung von Thomas Hempel:

“Today I officially stop the installer project. This means, that the project will not be finished by me. This does not mean that project is dead but I can’t give an estimation if and when it will be finished.

[…]

It’s basically a personal decision. Most of the things I have done for TYPO3 where on a voluntary base. I got nothing for it. That is okay because I never did it for the money. But now I recognized, that it influenced my private life in such a dramatic way that I can’t accept. I lived in steady situation of stress, anger and time pressure. I can not handle the responsibility anymore.”

BitNami: Open Source Software testen ohne Installationsaufwand

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Nehmen wir an, Sie wollen den Release Candidate des Open Source CMS Joomla 1.5 testen. Für die Installation möchten Sie möglichst wenig Aufwand betreiben – am liebsten so wenig wie bei der Installation einer ganz normalen Desktop-Applikation. Wie geht das?

Beispielsweise mit einem Installationspaket von BitNami. Das Projekt stellt diverse Open Source Server-Applikationen in Form von handlichen Installationspaketen (auch Stacks genannt) zur Verfügung. Ein professionell gestalteter Assistent führt durch die notwendigen Schritte, fragt Speicherort und Login-Daten ab, und installiert anschliessend selbständig alle benötigten Komponenten – nebst der Software selbst auch Webserver, Datenbank etc.

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Beim Joomla-Paket funktioniert das erstaunlich gut, sogar unter Windows Vista, das bekanntlich sehr restriktiv ist bezüglich Sicherheit und deshalb bei Installationsprozessen gelegentlich Probleme macht. Sobald der Installer seine Arbeit getan hat, öffnet sich der Browser und Joomla ist einsatzbereit. Was aber noch viel schöner ist: Genau so einfach, wie man ein Paket installiert, kann man es per Deinstallation auch wieder entfernen.

Das Angebot von BitName umfasst diverse Klassiker wie WordPress, Joomla, MediaWiki, Drupal, phpBB, Mantis, Trac, Alfresco oder Moodle. Zudem gibt es “neutrale” Stacks mit Apache, PHP und MySQL für Windows, Mac und Linux (WAMP, MAMP bzw. LAMP) in der Tradition von XAMPP, WOS oder The Uniform Server. Auch ein RubyStack mit Ruby on Rails für Windows ist verfügbar.

Siehe auch:

TYPO3 4.2 ante portas – Verbesserungen im Backend

Das TYPO3 Core Team hat die zweite Alpha-Version von TYPO3 4.2 angekündigt. Sie bringt primär wesentliche Verbesserungen im Backend.

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Wie schon früher berichtet (vgl. Umfrage zum zukünftigen TYPO3 Install Tool) wird gegenwärtig der Installer grundlegend überarbeitet. Während der eigentliche Installationsprozess im 1-2-3-Modus durch die Überarbeitung nicht viel gewonnen hat (siehe oben), ist das in Setup umbenannte Backend-Modul Install ein massiver Schritt nach vorne: Endlich verfügt dieses Modul über eine logische Struktur und eine vernünftige Navigation.

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Sogar eine Suchfunktion innerhalb des Setup-Moduls ist vorhanden, was ein bisschen an die Systemeinstellungen von Mac OS X erinnert. Allerdings funktioniert diese Suche in der Alpha 2 noch nicht richtig, jedenfalls wurden für zentrale Suchbegriffe keine Treffer gefunden.

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Auch die eigentlichen Eingabemasken sind vorbildlich aufgeräumt und mit einem zeitgemässen Icon versehen.

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Sowohl visuell als auch funktional ist der neue Installer somit ein Gewinn. Vermisst habe ich einzig die früheren Referenzbilder, mit denen man das korrekte Funktionieren von ImageMagick und GD Library kontrollieren konnte. Hoffen wir, dass sich dies in der finalen Version von TYPO3 4.2 noch ändert.

Aufgefallen sind mir noch einige weitere Verbesserungen im Bereich der Usability, die weniger spektakulär, im Alltag aber mindestens so wertvoll sind. So werden nun die seltener benötigten Felder der sogenannten Zweiten Optionspaletten (engl. Secondary Options Palettes) nicht mehr am oberen Seitenrand eingeblendet, sondern direkt im Formular, wobei man dies für jeden Abschnitt separat steuern kann. Wie im nachfolgenden Screenshot gezeigt kann man beispielsweise die Zusatzoptionen für den Abschnitt “Type” anzeigen, für den Abschnitt “Header” dagegen verstecken.

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Der Platz, der durch diese Änderung am oberen Seitenrand gewonnen wurde, nimmt nun die Buttons auf, mit denen man beispielsweise Änderungen speichern oder ein Formular schliessen kann. Dadurch bleiben die Buttons immer sichtbar, auch wenn man ein langes Formular vor sich hat, das gescrollt werden muss:

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Ein Gewinn ist auch die Gliederung der umfangreichen Seiteneigenschaften in mehrere Register, denn dadurch entfällt das bisherige Scrollen durch ein einziges, überlanges Formular.

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In der aktuellen Alpha-Version noch nicht entdecken konnte ich dagegen eine weitere wichtige Neuerung: den angekündigten TypoScript-Editor mit Syntax-Highlighting (vgl. TypoScript-Editor für das TYPO3-Backend). Möglicherweise muss er durch eine Konfigurationseinstellung freigeschaltet werden, die ich nicht gefunden habe.

Zwei praktische Hinweise für alle, welche die Alpha2-Version selbst installieren wollen: Nach meinen Erfahrungen scheitert die Installation derzeit unter XAMPP auf Windows (auf einem LAMP-Server dagegen gab es keine Probleme). Ausserdem setzt TYPO3 4.2 zwingend PHP 5.2 voraus – je nach Hosting Provider muss man dies für das Verzeichnis, in welches man TYPO3 installiert, manuell aktivieren.

3 Wege zu einer TYPO3 Test-Installation

Wer TYPO3 kennenlernen möchte, muss nicht zwingen einen Server besitzen, und auch der Installationsprozess kann sehr einfach sein. Folgende drei Methoden stehen zur Auswahl:

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Für einen ersten Eindruck ohne jeden Installationsaufwand empfiehlt sich OpenSourceCMS.com: Auf dieser Website sind zahlreiche CMS-Systeme zu Testzwecken frei zugänglich. Der Nachteil dieser Methode: Man hat die Test-Installation nicht für sich allein, sondern teilt sie in der Regel mit diversen anderen Testern. Zudem wird die Installation einmal pro Stunde zurückgesetzt, was längerfristige oder komplexere Tests unmöglich macht.

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Der TYPO3 Winstaller ist ein Komplettpaket, das auf einem Windows-PC vollautomatisch alle erforderlichen Server-Komponenten (Apache, PHP, MySQL, GraphicsMagick – Details hier) einrichtet und zusätzlich TYPO3 installiert. Diese Methode braucht etwas Geduld beim Download (der Installer ist 33 MByte gross), ansonsten ist sie aber absolut simpel. Der TYPO3 Winstaller manifestiert sich in Form eines kleinen Control Panels, über das man die Server-Komponenten starten und stoppen kann. Bei der Installation werden zwei TYPO3-Instanzen angelegt: zum einen die Quickstart-Website des FC Bigfoot, zum anderen die TYPO3-Testsite. Ins Backend einloggen kann man entweder mit typo3/typo3 oder auch mit dem Default-Login admin/password.

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Sofern man bereit ist, den TYPO3 Sourcecode manuell zu installieren, bieten sich diverse Pakete an, die auf einem Desktop-Rechner einen kompletten WAMP, MAMP oder LAMP Server einrichten, d.h. den Apache Webserver, den MySQL Datenbank-Server und den PHP Application Server unter Windows, Mac OS X oder Linux bereitstellen. Das bekannteste Paket ist XAMPP von Apache Friends, das es für alle drei oben genannten Betriebssysteme gibt (ferner auch für Solaris). Diese Methode ist eine Spur anspruchsvoller als der TYPO3 Winstaller, hat aber den Vorteil, dass man auch gleich lernen kann, wie die Installation von TYPO3 auf einem Server erfolgen würde.

Umfrage zum zukünftigen TYPO3 Install Tool

Derzeit läuft eine Umfrage zu den Bedürfnissen der TYPO3 Community betreffend das Install Tool 2.0. Ziel des Projekts ist es, sowohl den heutigen “1-2-3 Installer” (neu: “Installer”) als auch das Backend-Modul “Install” (neu: “Setup”) konzeptionell grundlegend zu überarbeiten und neu zu implementieren. Die heute erkennbaren Ansätze lassen hoffen, dass dieses ebenso zentrale wie unübersichtliche Tool in der nächsten Generation deutlich verbessert wird. Die Umfrage läuft bis zum 6. Juli, ein Release Candidate des neuen Installers planen die Entwickler bis zum Jahreswechsel 2007/2008 fertigzustellen.

[Update 24.07.2007]

Die Resultate der Umfrage sind hier zu finden (PDF).

SpikeSource: Distribution und Support von Open-Source-Paketen als Business-Modell

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Wie kann man mit Software, die jeder frei kopieren darf, Geld verdienen? Diese Frage wird immer wieder gestellt, obwohl sie längst beantwortet ist – schon Richard Stallman hat vorgeschlagen, kostenpflichtigen Service und Support rund um freie Software anzubieten (vgl. Revolution OS: Wie GNU/Linux die Welt veränderte).

Genau dies tut SpikeSource. Das Unternehmen nimmt bekannte Open Source Software, schnürt sie zusammen mit seiner Test- und Konfigurationsplattform SpikeIgnite zu einem stabilen, einfach managebaren Gesamtpaket und vertreibt sie dann über ein Partnernetzwerk. Derzeit umfasst das Angebot die folgenden Produkte: Drupal (CMS), Alfresco (CMS), Centric (CRM), Open Xchange (E-Mail/Kalender) und Jasper (Business Intelligence).

Einblicke in das Business-Modell vermitteln übrigens die ausführlichen Video-Podcasts auf der SpikeSource Website.

JumpBox: Server-Software ohne Installationsaufwand testen

Eine datenbank-basierte Web-Applikation zu testen ist in der Regel deutlich aufwändiger als ein Desktop-Programm: Zunächst benötigt man Web-, Application- und Datenbank-Server, anschliessend sind meist diverse Konfigurationsarbeiten notwendig. Dass es heute auch einfacher geht, verdanken wir Packages wie beispielsweise XAMPP (vgl. Apache Friends: Umfrage zu XAMPP 2.0), WOS (vgl. WOS Portable und WOS X: Der WAMP-Server für den USB-Stick) und natürlich den diversen Virtual Appliances (vgl. Freie Betriebssysteme auf Virtuellen Maschinen).

Auch JumpBox nutzt das Konzept von Virtual Appliances. Aktuell stehen Packages mit den Open-Source-Programmen MediaWiki, WordPress, PunBB und vTiger zum Download bereit. Die virtuellen Maschinen laufen nicht nur mit dem Open Source Produkt Xen, sondern auch mit der kommerziellen VMware (wobei der erforderliche VMware Player kostenlos verfügbar ist). Wie das Video auf der JumpBox-Homepage zeigt, funktioniert das Ganze sehr einfach. Um eine relevante Grösse in der Open-Source-Szene zu werden müsste JumpBox allerdings die Auswahl der verfügbaren Applikationen noch deutlich grösser werden.

Apache Friends: Umfrage zu XAMPP 2.0

Im Hinblick auf das nächste grosse Release von XAMPP (einem einfach zu installierenden Paket aus Apache, MySQL, PHP und Perl) hat das Projekt Apache Friends eine Umfrage unter der Community gestartet:

“Im Mai 2007 wird XAMPP genau fünf Jahre alt und wir haben das Gefühl, dass dies ein guter Zeitpunkt ist, um über Verbesserungen an XAMPP nachzudenken. Damit wir uns aber nicht nur auf unsere Gefühle verlassen müssen, haben wir uns entschieden diese Umfrage durchzuführen: Wie sehen Eure Bedürfnisse bzgl. XAMPP aus und was können wir in der nächsten großen, neuen 2.0er Version verbessern?”

Die Umfrage läuft vom 22.03.2007 bis zum 22.04.2007 und umfasst 15 Fragen.

Ruby on Rails: Lokale Entwicklungsumgebung unter Windows aufsetzen

Was Locomotive für Mac OS X ist (vgl. Ruby on Rails: Lokale Entwicklungsumgebung unter Mac OS X aufsetzen), ist Instant Rails für Windows: eine bestechend einfache Methode, um Ruby on Rails auf den eigenen Rechner zu bekommen. Instant Rails ist ein Paket, das den Ruby-Interpreter, das Rails-Framework, einen Apache-Webserver sowie eine MySQL-Datenbank (inkl. phpMyAdmin-Frontend) enthält und ohne spezielle Kenntnisse installiert werden kann. Konkret muss man nur ein ZIP-Archiv mit der aktuellsten Version von Instant Rails herunterladen und in einen beliebigen Ordner entpacken. Zu beachten ist lediglich, dass der Zielordner keine Leerzeichen im Pfad hat – C:\Programme\InstantRails\ wäre also ein guter, C:\Dokumente und Einstellungen\Martin Sauter\Eigene Dateien\Ruby on Rails\ dagegen ein schlechter Pfad.

Gesteuert wird die ganze Umgebung über das Windows-Programm InstantRails.exe, das zwar keine Schönheit ist, aber seinen Zweck erfüllt. Nachdem Sie die Warnmeldung bezüglich geänderter Pfade (erscheint nur beim ersten Start) bestätigt haben, werden Web- und Datenbank-Server gestartet. Um die ganze Umgebung zu testen, benutzen Sie eine der mitgelieferten Ruby on Rails Applikationen. Starten Sie Ihren Web-Browser und geben Sie die Adresse http://127.0.0.1:3001 ein (127.0.0.1 steht für Ihren lokalen Rechner, der Port 3001 wird von der mitgelieferten Applikation “cookbook” genutzt). Das Resultat ist eine einfache datenbank-basierte Webapplikation:

(Falls Sie stattdessen einen 502 Proxy Error erhalten: Lesen Sie die Getting Started-Anleitung inklusive den Abschnitt “Questions and Answers”.)

Um einen Blick in die MySQL-Datenbank zu werfen, benutzen Sie das web-basierte Frontent phpMySQL über die URL http://127.0.0.1/mysql/. Und um eine eigene Applikation zu entwickeln finden Sie über den “I”-Button den Befehl “Rails Applications > Manage Rails Applications…”.

Der folgende Dialog bietet unter anderem die Option “Create New Rails App…”, was eine DOS-Konsole öffnet, deren aktueller Pfad das Unterverzeichnis “rails_app” Ihrer Instant-Rails-Installation ist (z.B. C:\Programme\InstantRails\rails_apps). Belassen Sie den Pfad fürs erste und geben Sie den folgenden Befehl ein:

rails myTestApp

Das war’s! Unter C:\Programme\InstantRails\rails_apps\myTestApp\ finden Sie nun das Skelett einer kompletten Rails-Applikation. Was Sie damit anstellen, bleibt Ihnen überlassen – vielleicht absolvieren Sie eines der zahlreichen Tutorials für Einsteiger, z.B. Four Days on Rails von John McCreesh (oder ein anderes der Top 12 Ruby on Rails Tutorials).

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