iX 12/2007: 8 Open Source CMS im Test

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift iX – Magazin für professionelle Informationstechnik werden 5 PHP- und 3 Java-CMS mit Open-Source-Lizenz getestet.

image In der PHP-Fraktion positioniert sich TYPO3 wenig überraschend als leistungsfähiges System für den professionellen Einsatz. Hervorgehoben werden das gut strukturierte Backend, das Frontend-Editing, die detaillierte Rechtesteuerung sowie Workflow und Versionierung. Auf der anderen Seite wird die Komplexität des Systems kritisiert, welche für Content Manager, Template-Designer und CMS-Administratoren einen erheblichen Lernaufwand bedeutet. Der Artikel zeigt auch auf, dass TYPO3 letztlich mehr ist als “nur” ein CMS, sondern dank der immensen Fülle an Extensions eine Basis für fast jede Web-Anwendung bilden kann. Die Beschreibung erscheint mir persönlich sehr kompetent und die Beurteilung fair.

image Mit Drupal und Joomla werden zwei weitere populäre Vertreter aus dem PHP-Lager vorgestellt. Während Drupal für mittelgrosse Community-Websites empfohlen wird, offenbart der Artikel Schwächen bei Joomla (die es zumeist noch von Mambo geerbt hat). Als Aussenseiter gehen das leistungsfähige Papaya und das elegante Redaxo ins Rennen.

image Bei den Java-basierten CMS lese ich eine Empfehlung für Magnolia aus dem Testbericht heraus. Das in der Schweiz entwickelte System bietet eine moderne Benutzeroberfläche und eine ebenso moderne Datenhaltung nach JSR-170-Standard. Ein Wermutstropfen stellt der Umstand dar, dass nicht alle Funktionen der kostenpflichtigen Enterprise Edition auch in der freien Community Edition zur Verfügung stehen. Ebenfalls getestet wurden Apache Lenya sowie OpenCMS.

P.S. Nach wie vor eine hervorragende Adresse für Open Source CMS ist www.opensourcecms.com, wo man viele Systeme in der Rolle als Administrator oder Content Manager direkt testen kann.

Joomla! 1.5 als Beta-Version verfügbar

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Vom Open Source CMS Joomla! – das die Mambo-Entwickler nach dem Zerwürfnis mit Miro bzw. der Mambo Foundation ins Leben gerufen haben – ist die Beta-Version 1.5 verfügbar. Die Software wurde von Grund auf neu entwickelt und verfügt über ein neues API. Ziel der neuen Version war vorab die Optimierung in Sachen Usability, Stabilität und Skalierbarkeit. Weitere Verbesserungen betreffen die folgenden Punkte:

  • Internationalisierung (Double-Byte Characters, Schriftsysteme mit Laufrichtung von links nach rechts)
  • Integration von externen Applikationen via Web Services
  • Benutzer-Authentifizierung über LDAP-Server
  • Accessibility (behindertengerechte Websites)
  • Integration von Components und Extensions
  • Rückwärtskompatibilität zu früheren Joomla!-Versionen

Damit wird immer deutlicher, dass Joomla! der wesentlich lebendigere Zweig dieses Projekts ist und damit bestimmt, wohin sich dieses CMS entwickelt. Von Mambo sind seit der Abspaltung von Joomla! nur einige kleinere Updates erschienen, dort ist man derzeit bei der Version 4.6.1 angekommen.

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