Freie Software für Mac OS X

Die Website sieht alles andere als Mac-like aus. Und doch ist sie ganz Apples Mac OS X gewidmet – beziehungsweise den Applikationen, die unter Mac OS X laufen. Was 1999 ganz klein begann (weil es damals kaum Software für Apples neues Betriebssystem gab) ist heute eine Datenbank mit über 16’000 Einträgen. Als Besonderheit bietet sie auch eine Abfrage nach Lizenztyp, was einen raschen Überblick über Open Source Software für den Mac erlaubt.

Open Source = Faire Wahlen?

«Hacking Democracy» heisst eine Dokumentation, die der US-Fernsehsender HBO kürzlich ausgestrahlt hat. Sie befasst sich mit Unregelmässigkeiten bei Wahlcomputern. Eine These, die darin aufgestellt wird: Wäre die Software in den Wahlcomputern Open Source, dann wäre sie wesentlich sicherer – gegen Fehler, aber auch gegen bewusste Manipulation.

Eine Zusammenfassung des Inhalts findet sich auf Wikipedia; die Dokumentation in voller Länge ist auf Google Video zu sehen.

(via netzpolitik.org)

Software-Patente des Jahres 2006 ausgezeichnet

«Software-Patent des Jahres» ist eine der Auszeichnungen, die niemand will: Sie wird verliehen für besonders anmassende IT-Patente, welche europäische Patentämter erteilt haben – im Widerspruch zum Europäischen Patentabkommen von 1973, das Geschäftsmethoden und Programme für Datenverarbeitungsanlagen als nicht patentfähig erklärt.

Aus Sicht der Initianten stellen solche Patente eine erhebliche Bedrohung für die zahlreichen KMUs der europäischen Software-Industrie dar:

«Trotz der im Juli 2005 erfolgten Ablehnung der EU-Richtlinie zu Softwarepatenten sehen sich viele Unternehmen dem Risiko ausgesetzt, dass in Europa tausendfach erteilte Softwarepatente rechtlich durchsetzbar werden.

Legitimierte Softwarepatente richten insgesamt erhebliche wirtschaftliche Schäden an und können offensiv als Waffen gegen Wettbewerber verwendet werden. In diesem Sinne bauen viele große Unternehmen ihre Patentarsenale ständig aus – mit Softwarepatenten, die es laut geltender Rechtsprechung nicht geben dürfte und deren Existenz immer wieder bestritten wird.»

Die aktuellen Preisträger:

  1. Internet per Mobiltelefon
  2. E-Mails mit Anhängen versenden
  3. Kontextmenü
  4. Zahlen skalieren (zur Speicherplatzersparnis)
  5. Gerätetreiber aus dem Internet herunterladen
  6. Inhalte pro Nutzer individuell filtern
  7. Informationen selektiv zustellen

Die Website www.nosoftwarepatents-award.com erklärt detailliert und doch allgemein verständlich, worum es in den einzelnen Patenten geht. Es ist erschreckend zu sehen, wie anmassend diese Patente teilweise sind, weil sie Methoden und Konzepte schützen, die heute Standard sind. Sollten diese Patente je durchgesetzt werden, so wird dies die IT-Landschaft Europas massiv verändern.

Mehr zum Thema Software-Patente:

Best of Open Source Software

Eine kompakte, übersichtliche und schön gemachte Liste der besten Open Source Programme – je nach persönlicher Präferenz für den Mac oder für Windows. Das Konzept ist rasch erklärt:

«We aren’t trying to be a comprehensive listing of every open-source […] application, instead we want to showcase the best, most important, and easiest to use. This page should be a handy reference and a useful tool for getting more people to start using free and open-source software.»

Open Source Software für Mac

Hinter dem Kürzel FreeSMUG verbirgt sich die Free Open Source Software Mac User Group. Sie betreibt ein Community-Portal, das ein Software-Verzeichnis, Tutorials (inkl. Video-Tutorials), News und Diskussionsforen umfasst. Auch wenn die Optik vielleicht nicht dem entspricht, was ein typischer Mac-Anwender erwartet, so ist die Site doch gut bestückt und damit eine gute Adresse.

Verzeichnisse von Open-Source-Dienstleistern

Auf heise.de steht seit heute eine Datenbank zur Verfügung, welche deutsche Unternehmen mit Dienstleistungen und Produkten im Open-Source-Bereich erfasst. Basiseinträge sind kostenlos, das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Linux-Verband.

Für die Schweiz existiert schon länger ein ähnliches Verzeichnis, das FOSS Directory. Eine weitere Adresse mit internationalem Focus ist die Website FindOpenSourceSupport.com.

1. German Financial Open Source Summit

Auch für Finanzdienstleister gibt es zunehmend Software-Lösungen aus dem Open-Source-Umfeld. Der deutsche IT-Dienstleister S&N AG, der sich auf die Finanzindustrie spezialisiert hat und unter dem Namen Ophelos ein Kompetenzzentrum für Open Source Software betreibt, führt deshalb am 14. November 2006 den ersten German Financial Open Source Summit durch. Die Teilnehmer erwarten Best-Practice-Vorträge folgender Unternehmen:

  • Apache Software Foundation
  • Rheinland Versicherung
  • Telekurs Card Solutions
  • Pentaho
  • S&N

IDC: Open Source als wichtigster Software-Trend seit 80er Jahren

In der Studie Open Source in Global Software: Market Impact, Disruption, and Business Models analysiert das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen IDC die Auswirkungen von Freier Software auf die IT-Industrie. Insgesamt sei das Aufkommen von Open Source Software

«[…] the most significant all-encompassing and long-term trend that the software industry has seen since the early 1980s.»

Show des Freien Wissens, Berlin

Die Show des Freien Wissens, die am 16. September 2006 im Rahmen der Konferenz Wizards of OS stattfindet, will die Thematik von Open Source und Open Content unterhaltsam und massentauglich vermitteln. Der zugehörige Flyer bringt das Phänomen sehr schön auf den Punkt:

«Wikipedia ist die größte Enzyklopädie der Welt, mit weitem Abstand vor Brockhaus und Encyclopedia Britannica. OpenOffice kann alles, was gängige kommerzielle Office-Programme können, kostet aber keinen Cent und kann von jedem weiter entwikkelt werden, der Lust dazu hat. Googles Suchmaschine arbeitet komplett auf der Basis des freien Betriebssystems GNU/Linux, ebenso wie die Programme, mit denen der Animations-Welterfolg „Shrek“ produziert wurde. Immer mehr Musiker stellen ihre Songs kostenlos im Internet zur Verfügung, verdienen aber trotzdem Geld mit ihrer Musik. Seit neuestem kommen auch noch freie Filme dazu.

Wie kann das alles funktionieren? Was ist „freies Wissen“, wieso schreiben Menschen Computerprogramme, Songs und Texte, um sie dann zu verschenken? Warum produzieren sie Filme und stellen sie zum kostenlosen Abruf ins Internet? Warum bauen sie ein Funknetz auf, mit dem eine ganze Stadt Internet-Zugang hat, ohne dafür Geld zu verlangen?

[…]

Obwohl viele Projekte auf den ersten Blick unglaublich erscheinen mögen –
bei näherem Hinsehen wird deutlich, wie einleuchtend der Gedanke ist, der dahinter steht: Je mehr freies Wissen vorhanden ist, desto leichter können Menschen davon Gebrauch machen und desto wertvoller wird es für uns alle.»