OpenExpo, Zürich

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Die dritte OpenExpo – Schweizer Messe und Konferenz für Open Source Software – findet am 19. und 20. September 2007 in Zürich-Oerlikon statt. Sie wird durch den Verein /ch/open in Zusammenarbeit mit der Topsoft Messe für Business Software organisiert. Zielpublikum der OpenExpo sind CIOs und Informatikverantwortliche in KMUs sowie Technologie-Manager und Software-Entwickler in ICT-Dienstleistungsunternehmen.

Vom legalen und illegalen Sound Sampling

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Darf man Sound Samples für eigene Musikproduktionen verwenden? Diese Frage, die für die heutige Musikkultur von zentraler Bedeutung ist, versucht Poto Wegener zumindest für das Schweizer Urheberrecht zu beantworten. Wegener ist als Leiter der Urheberabteilung der SUISA ein Spezialist auf diesem Gebiet. Seine Dissertation «Sound Sampling: Der Schutz von Werk- und Darbietungsteilen der Musik nach schweizerischem Urheberrechtsgesetz» ist bei Helbing & Lichtenhahn erschienen.

(via Swiss Music News)

Joomla-Einsteigerkurs, Bern

Lorenz Ramseyer, Lehrer und Informatik-Projektleiter, vermittelt in zwei Abenden à 3 Stunden das notwendige Wissen, um eine Website mit Joomla CMS aufzusetzen und zu betreiben. Die Kurse finden in Kleingruppen von 4 bis 8 Personen in einem Schulungsraum an der Uni Bern statt und kosten 380 Franken pro Person (inkl. Kursunterlagen). Die Daten:

  • 20./27. Juni 2007, 18.00 – 21.00 Uhr
  • 18./25. Juli 2007, 18.00 – 21.00 Uhr
  • 22./29. August 2007, 18.00 – 21.00 Uhr
  • 24./31. Oktober 2007, 18.00 – 21.00 Uhr
  • 21./28. November 2007, 18.00 – 21.00 Uhr
  • 12./19. Dezember 2007, 18.00 – 21.00 Uhr

ScientificCommons: Die Open-Access-Suchmaschine

Natürlich kann man auch über Google (oder andere «normale» Suchmaschinen) frei verfügbare wissenschaftliche Informationen finden. Besonders zielgerichtet ist diese Methode allerdings nicht: Relevanz und Vollständigkeit der Treffer dürften bei dieser Suchstrategie relativ bescheiden sein. Andererseits ist es auch nicht praktikabel, alle Server mit wissenschaftlichen Informationen einzeln abzufragen, wie bereits ein flüchtiger Blick auf das umfangreiche Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) zeigt.

Abhilfe soll hier ScientificCommons schaffen. Das Projekt der Universität St. Gallen tritt mit dem unbescheidenen Anspruch auf, die weltweit grösste Plattform aufzubauen, um über eine einheitliche Oberfläche die Suche nach wissenschaftlichen Informationen aus verschiedensten Quellen zu ermöglichen. Je nach dem, was diese Quellen bereitstellen, indiziert ScientificCommons dabei nur die bibliografischen Angaben, das Abstract oder den Volltext der Publikationen. Derzeit werden rund 860 Archive aus 50 Ländern ausgewertet. Ähnlich wie bei Google kann man weitere Archive oder auch persönliche Websites zur Aufnahme in den Index vorschlagen – vorausgesetzt die Quelle verfügt über eine OAI-Schnittstelle oder über eine Sitemap (idealerweise eine XML-Sitemap, ergänzt durch Dublin Core Meta-Daten in den referenzierten Seiten).

Wie relevant und vollständig die Suchergebnisse von ScientificCommons sind, kann ich persönlich nicht beurteilen. Sowohl der konzeptionelle Ansatz als auch die Benutzeroberfläche erscheinen mir aber sehr vielversprechend. Persönlich vermisse ich allerdings die Möglichkeit, ein Account anlegen und Treffer als Bookmarks direkt auf der Plattform speichern zu können. Immerhin lassen sich die bibliografischen Angaben im EndNote- oder BibText-Format herunterladen, so dass man die Treffer in einer lokalen Datenbank verwalten kann. Undurchsichtig bleibt zudem, was die Sortierung «nach Relevanz» genau macht – gerade im wissenschaftlichen Umfeld ist die Bewertung der Relevanz eine komplexe Angelegenheit.

Man muss sich einfach bewusst sein, dass «frei zugänglich» nicht zwangsläufig bedeutet, dass man den Volltext einer gefundenen Publikation abrufen kann: ScientificCommons verweist den Suchenden lediglich auf die Quelle – was er dort vorfindet, kann sehr unterschiedlich sein. Wenn ich mich beispielsweise für die Internet-Nutzung in der Schweiz interessiere, dann liefert die Suchabfrage sowohl den Titel «Internetnutzung Schweiz 2004» von Thomas Rudolph und Thomas Schröder (von dem es nur ein Abstract gibt, während man den Volltext als Buch käuflich erwerben muss) als auch den Titel «Die Bedeutung des Personenidentifikators in der Entwicklung des E-Government» von Ralitsa Hristova (der im Volltext als PDF heruntergeladen werden kann). Falls man auf der Suche nach historischen Informationen ist, kann es sogar sein, dass man auf digitalisierte Handschriften stösst, wie beispielsweise auf das Tagebuch der Mormonin und Frauenrechtlerin Emmeline B. Wells.

OpenDay 2007, Zürich

OpenDay 2007

Deutlich bescheidener als der LinuxTag, der kurz vorher in Berlin stattfindet, ist der OpenDay in Zürich: Die «Linux- und Open-Source-Konferenz» an der Computerschule Digicomp dauert einen Tag und bietet 18 Referate. Das Thema sind aber auch hier die vielen Facetten von Open Source Software. Der Anlass findet am 14. Juni 2007 im Digicom-Hauptsitz an der Limmatstrasse 50 im Zürcher Kreis 5 statt.

Schweizer Version der Creative Commons Licence fertiggestellt

Nach zwei Draft-Versionen ist nun die Adaption der Creative Commons Licence an das Schweizer Recht abgeschlossen. Der offizielle Launch findet am 26. Mai 2007 im Rahmen des Tweakfest in Zürich statt. Nach dem Abschluss der eigentlichen juristischen Arbeit übergibt zudem Openlaw den Public Project Lead an den Verein Digitale Allmend; Openlaw bleibt aber Legal Project Lead. Weitere Informationen in der offiziellen Akündigung auf der Website von Creative Commons Switzerland.

TYPO3 Week, Zürich

Unter dem Titel TYPO3 Week bietet die Zürcher Agentur Timerate diesen Sommer einen 5-tägigen Intensiv-Workshop für das Open Source CMS TYPO3 an. Aus der Kursausschreibung:

«Der Teilnehmer lernt dabei den Aufbau von TYPO3 und die Konfigurationssprache TypoScript kennen. Die Gestaltungsvorlage wird mit dem Open Source HTML-Editor KompoZer erstellt, die Formatierung erfolgt mit den Cascading Style Sheets. Für die Bildbearbeitung steht das Open Source Programm Gimp zur Verfügung. Sowohl TYPO3, als auch KompoZer und Gimp sind kostenlos und für Windows, Macintosh und Linux verfügbar. Der Kurs richtet sich an Anwender, Grafiker, Entwickler und Webdesigner, welche Websites mit TYPO3 erstellen wollen.»

Urheberrechts-Revision in der Schweiz: Kritik an "technischen Schutzmassnahmen"

Die Organisationen Digitale Allmend, TheAlternative, Wikimedia CH, Swiss Internet User Group (SIUG) und Wilhelm Tux kritisieren die «technischen Schutzmassnahmen», wie sie im Entwurf für das neue Urheberrechtsgesetzt vorgesehen sind. In Offenen Briefen an den Ständerat fordern sie, ein Gleichgewicht zwischen den Interessen der Urheber und den Ansprüchen der Nutzer herzustellen. Der aktuelle Entwurf schaffe die Grundlage für restriktive Kopierschutzmechanismen (Digital Rights Management DRM), ohne den Anbietern von derart geschützten Werken entsprechende Pflichten aufzuerlegen.

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