Archiv der Kategorie 'Back to the Future'

It’s Time to Say Goodbye

Montag, den 31. Dezember 2007

Gut drei Jahre habe ich hier gebloggt. Es waren drei gute Jahre: Ich habe viel gelernt, bin auf viele neue Ideen gekommen, hatte einige tausend Besucher pro Monat und insgesamt viel Freude an meinem Blog.

Andererseits: Ein Blog zu schreiben ist Arbeit, und davon habe ich eigentlich mehr als genug. Und gemäss meinem Vorsatz für 2008, die Zahl meiner Projekte drastisch zu reduzieren, werde ich dieses Blog per 1.1.2008 stillegen. Nicht löschen, nicht schliessen, aber stillegen. Mindestens einen Monat, vielleicht auch ein Jahr, möglicherweise für immer – but never say never again.

Happy New Year!

Oazapft is!

Sonntag, den 28. Mai 2006

Habe ich mich kürzlich über das Sammeln von Toastern lustig gemacht? Ich möchte mich in aller Form dafür entschuldigen. Denn verglichen mit dem Sammeln von Tanksäulen scheint mir die Beschäftigung mit Toastern geradezu bünzlig…

Männerstadtrundgang

Sonntag, den 23. April 2006

Das Bewusstsein, dass es zweierlei Menschen gibt und sich diese nicht nur anatomisch unterscheiden, hat sich – nachdem die eine Sorte Mensch ein Jahrhundert lang insistiert hat – inzwischen auch bei der anderen Sorte Mensch durchgesetzt. In fast allen Lebensbereichen gibt es heute Angebote, die sich speziell an Frauen richten bzw. sich speziell mit Frauen auseinandersetzen. Auch in der Geschichtswissenschaft haben die HistorikerInnen mit der Geschlechtergeschichte ein Teilgebiet etabliert, dass sich – nein, eben nicht primär mit den Geschlechtern, sondern vor allem mit den Frauen befasst.

Beispiel gefällig? In vielen Schweizer Städten gibt es heute einen sogenannten Frauenstadtrundgang (z.B. in Baden, Basel, Chur, Fribourg, Genf , Luzern, Winterthur, Zürich, Zug). Natürlich dürfen hier auch Männer teilnehmen, aber inhaltlich geht es um Frauen – Frauen, die in der Geschichte der Stadt eine besondere Rolle gespielt haben.

Klar – die Männer sind in der bisherigen Geschichtsschreibung tatsächlich nicht zu kurz gekommen, und überall dort, wo nicht explizit Frauen… draufsteht, sind meistens Männer… drin. Trotzdem ist es frappant, dass man beim googeln nach “Männerstadtrundgang” genau 0 (Null) Treffer erhält.

Meine relative Häufigkeit

Samstag, den 8. April 2006

Wer sich schon immer gefragt hat, aus welcher Region er ursprünglich stammt, findet bei Geogen einen sehr schön gemachten Dienst, der die Häufigkeit von Familiennamen in Deutschland visualisiert:

Karte: Häufigkeit eines Familiennamens pro Landkreis

Sehe ich das richtig, dass es in der Schweiz nichts Vergleichbares gibt?

(Gefunden dank think eMeidi)

Bundesratsbunker

Freitag, den 28. Oktober 2005

Um zu beweisen, dass man im Internet jede vertrauliche oder gar geheime Information finden kann, lanciert Facts einen Wettbewerb: Finden Sie den Bundesratsbunker!

Bei dieser Gelegenheit entdeckt: The Virtual Museum of Dead Places. Unbedingt sehenswert!

Ein Toast!

Dienstag, den 6. September 2005

Das Internet ist unter anderem deshalb so faszinierend, weil es einen Einblick in die vielfältigen Interessen anderer Menschen ermöglicht. Dass es Leute gibt, die sich für schnelle Autos interessieren oder Wellensittiche züchten, wussten wir auch schon früher. Aber dass es beispielsweise Leute gibt, die Ihre Zeit (und wohl auch Ihr Geld) investieren, um eine Toaster-Sammlung aufzubauen? Ist aber Tatsache: Besuchen Sie das Cyber Toaster Museum, das Ralph Keyes Toaster Museum und – besonders schön gemacht – das Central Services Toaster Museum.

Zahn der Zeit

Dienstag, den 15. März 2005

Unter dem Titel NewYorkChanging zeigt der Photograph Douglas Levere, wie sich New York verändert – oder auch nicht verändert. Er tut dies, indem er historische Fotografien nochmals aufnimmt – an der genau gleichen Stelle, mit genau demselben Ausschnitt und Blickwinkel. Rephotographs eben.

(via Fille du Limmatquai)

Walpurgisnacht in Goslar

Samstag, den 12. März 2005

“Schwerter: Worauf sollte man beim Kauf achten sollte!” Sicher kein Thema, das uns als Mitteleuropäer des 21. Jahrhunderts täglich beschäftigt. Doch wer wie die Besucher von Mittelalter-Spectaculum das Mittelalter zu seinem Hobby gemacht hat, muss sich natürlich schon mit einer standesgemässen Bewaffnung auseinandersetzen. Oder – falls man ein Schwertschlucker ist – mit der gesunden Ernährung.

Die Website ist einen Besuch wert. Man trifft hier eine ganz eigene und ziemlich aktive Community an, die sich in eine Zeit zurückwünscht, welche den meisten von uns ehrer Gänsehaut verursacht. Dabei wird das Mittelalter nicht nur in Computer- und Brettspielen oder Filmen nacherlebt, sondern auch auf Veranstaltungen in der realen Welt, wie die Fotogalerie eindrücklich dokumentiert. (Wer solches tut, gehört übrigens gemäss Fachjargon zur Reenactment-Szene). Aus streng geschichtswissenschaftlicher Perspektive ist dieses Spectaculum zwar kaum geniessbar; es zeigt aber sehr schön das Mittelalterbild, das in unserer Gesellschaft herrscht. Last but not least ist die Website konzeptionell und gestalterisch hervorragend gemacht und zeigt beispielhaft, was eine Web-Community leisten kann.

Wer also Furunkulus – Die Spilleut der Ewigkeit buchen, sich dem Nikolai-de-Treskow-Fanclub anschliessen oder die Walpurgisnacht in Goslar besuchen möchte: hier kann man’s!