Archiv der Kategorie 'Statistix'

It’s Time to Say Goodbye

Montag, den 31. Dezember 2007

Gut drei Jahre habe ich hier gebloggt. Es waren drei gute Jahre: Ich habe viel gelernt, bin auf viele neue Ideen gekommen, hatte einige tausend Besucher pro Monat und insgesamt viel Freude an meinem Blog.

Andererseits: Ein Blog zu schreiben ist Arbeit, und davon habe ich eigentlich mehr als genug. Und gemäss meinem Vorsatz für 2008, die Zahl meiner Projekte drastisch zu reduzieren, werde ich dieses Blog per 1.1.2008 stillegen. Nicht löschen, nicht schliessen, aber stillegen. Mindestens einen Monat, vielleicht auch ein Jahr, möglicherweise für immer – but never say never again.

Happy New Year!

Neue Perspektiven

Freitag, den 13. April 2007

Bei Worldmapper findet man Weltkarten, denen es weniger um die Abbildung der Topografie als um die Visualisierung von Zahlen geht. Obiges Beispiel zeigt, wieviele Menschen in jedem Land leben – je mehr Menschen desto grösser die gezeichnete Fläche. Und wer diese Darstellung schon als arg verzerrt empfindet, sollte sich unbedingt die Verteilung der registrierten Öltanker oder der Flugpassagiere ansehen.   

Na, wie war ich?

Freitag, den 26. Januar 2007

Auch wenn mancher Blogger behauptet, es nur aus Spass und für sich selbst zu tun: Irgendwo sind wir Blogger doch alle gierig nach Publikum, nach Applaus, nach Erfolg. Und am liebsten hätten wir mehr davon als alle anderen. Bloss – wer hat tatsächlich das erfolgreichste Blog?

Hier die Top 10 der Blog-Rankings:

Nein, meins ist noch nirgends dabei. Aber das dürfen Sie gerne ändern.

Lohnerhöhung

Dienstag, den 11. Juli 2006

Kann man eigentlich sagen, dass die Manager-Löhne in den letzten Jahrzehnten überdurchschnittlich gestiegen sind? Man kann.

“1970 verdienten Manager rund 30 x mehr als durchschnittliche Arbeiter und Angestellte – heute ist das Verhältnis 300:1.”

Das obige Zitat stammt aus der aktuellen Ausgabe 3/2006 des Unimagazins, welche über das Forschungsprojekt Gerechte Löhne und Arbeitsgerechtigkeit von Anton Leist und Carsten Köllmann berichtet.

Werden wir doch einmal konkret: Der monatliche Bruttomedianlohn für einfache und repetitive Tätigkeiten beträgt rund 4’300 Franken (vgl. Schweizerischer Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes für Statistik). Ein Manger würde demnach 300 x 4’300 = 1’290’000 Franken pro Monat einstreichen, das wären (wir gehen einmal von 13 Monatslöhnen aus) 16’770’000 Franken im Jahr. Kann das stimmen?

Solche Löhne gibt es natürlich: Die aktuellen Spitzenreiter wie Marcel Ospel (UBS) oder Daniel Vasella (Novartis) lassen sich ihre Arbeit mit gut 20 Millionen pro Jahr bezahlen. Danach kommen wir allerdings ziemlich rasch in den einstelligen Millionenbereich. Das ist zwar immer noch ziemlich viel Moos, aber ob man das obige Zitat auf die Verhältnisse in der Schweiz beziehen darf, erscheint mir doch fraglich. Andererseits: Selbst bei einem Faktor 30 resultiert ein stattlicher Zahltag von 129’000 Franken pro Monat.

Darüber, dass unsere Manger nicht gerecht entlöhnt werden, mache ich mir jedenfalls die geringsten Sorgen.

Luxus Kino

Freitag, den 30. Dezember 2005

Eine Frage zum Abschluss eines Jahres, das durch die “Geiz ist geil!”-Mentalität, die Einführung von Coop Prix Garantie und der Aldisierung Helvetiens geprägt war:

Ist Kino eigentlich ein teurer Spass oder ein billiges Vergnügen? Kommt ganz drauf an, wo Sie wohnen! Gemessen am Durchschnittsnettoeinkommen ist Kino in Indien spottbillig, in Bulgarien dafür nahezu unerschwinglich. Konkret: Ein Inder muss eine gute Viertelstunde arbeiten, um sich einen Kinoeintritt leisten zu können, ein Bulgarier rund achtmal so lange (also zwei Stunden). In der Schweiz kommen wir mit einer halben Stunde Arbeit pro Kinobillett ebenfalls relativ gut weg – ausnahmsweise auch im europäischen Vergleich. Details zum Cinema Index bei Persoenlich.

Füsse hoch

Dienstag, den 21. Juni 2005

Am Wochenende geht die Post ab – da ist die ganze Schweiz unterwegs, tanzt die Nächte durch oder erobert die Berge. Die ganze Schweiz? Von wegen! Gemäss einer Studie der Werbeagentur Publicis sind die Schweizer am Wochenende mehrheitlich couch potatoes. Bezogen auf ihr Wochenendverhalten stufen sich die Befragten wie folgt ein:

Der Ausspanner 32.8%
Der Familienmensch 29.3%
Der „ich-will-alles-machen“-Typ 11.7%
Der Aktive/Sportler 8.2%
Der Ausgehtyp 7.6%
Der Shopper 4.7%
Keiner der genannten 5.7%

Und wenn wir schon mit den Vorurteilen aufräumen: Kennen Sie das Gefühl am Freitagabend, wenn alle Kollegen mit grossen Plänen ins Wochenende starten und nur Sie selbst völlig planlos vor 48 Stunden arbeitsfreier Zeit stehen? Fakt ist: Exakt zwei Drittel aller Schweizer verbringen ihre Wochenenden spontan, sprich sie haben auch am Freitag noch nichts geplant. Und das alles ist durchaus positiv zu sehen, denn 93% der Befragten sind am Wochenende sehr gut oder eher gut gelaunt!

Die Studie findet man beispielsweise hier.

Luxusgut

Sonntag, den 17. April 2005

Kinder kostet Geld. Wissen wir alle. Doch wie teuer sind Kinder eigentlich? Im Tages-Anzeiger (Ausgabe vom 14.04.2005, S. 57) können wir es schwarz auf weiss nachlesen:

Grafik: Unterhaltskosten f�¼r Kinder

(Quelle: Amt für Jugend- und Berufsberatung Kanton Zürich)

Die gute Nachricht ist: Wer kein Einzelkind, sondern eine ganze Rasselbande grosszieht, kriegt Mengenrabatt: 4 Kinder kosten nur dreimal soviel wie 1 Kind. Die schlechte Nachricht ist: Diese Kosten werden durch Kinderzulagen und Steuerabzüge nicht annähernd kompensiert. Kinder zu haben ist ein Luxus, den man sich rein finanziell nur bedingt leisten kann.

Wider die Schluckspechte

Samstag, den 19. März 2005

Der VCS gibt jährlich die Auto-Umweltliste heraus. Dort kann man nachlesen, welche Modelle unter Umweltschutz-Gesichtspunkten besonders empfehlenswert sind (z.B. Renault Twingo, 73.8 Punkte) und welche man keinesfalls kaufen darf (z.B. Volvo XC 90 D5, -1.4 Punkte; jawoll, minus 1.4 Punkte). Wer also seinen fahrbaren Untersatz nicht nur nach Machofaktor und Neidpotential auswählt: www.autoumweltliste.ch

Geld & Geist

Samstag, den 19. März 2005

Wieviel verdient ein Hochschulabsolvent durchschnittlich in seinem ersten Job? (CHF 60’000 bis 80’000 brutto pro Jahr) Mit welcher Studienrichtung findet man am besten bzw. am schlechtesten einen Job? (Medizin oder Pharmazie bzw. Geistes- und Sozialwissenschaften) Wieviele Hochschulabsolventen haben 1 Jahr nach Studienabschluss noch keine Stelle angetreten oder keinen Job gefunden? (30 Prozent) Solche und ähnliche Fragen beantwortet die Studie “Der Start in die Arbeitswelt” des Bundesamts für Statistik. Nicht dass ich mir solche Dinge überlegt hätte, als ich mich damals für eine Ausbildung entscheiden musste. Rückblickend ist die Studie trotzdem sehr interessant.

Ein Volk von Mietern!

Montag, den 14. März 2005

Auch wenn der Schweizer Wohnungsmarkt vorwiegend in privater Hand ist (vgl. Ein Volk von Mietern?): Wir sind ein Volk von Mietern. 59% aller Erstwohnungen werden nicht vom Besitzer bewohnt, sind also vermietet. Immerhin: Fast zwei Fünftel der Wohnobjekte beherbergen jemanden, der das Dach über seinem Kopf ganz oder teilweise besitzt. Und insbesondere das Stockwerkeigentum verzeichnet eine steigende Tendenz.

  
Erstwohnungen nach Bewohnertyp im Jahr 2000
(gem. Mieten & Wohnen 02/2005)

Erstwohnungen nach Bewohnertyp