Archiv der Kategorie 'BloCosmos'

It’s Time to Say Goodbye

Montag, den 31. Dezember 2007

Gut drei Jahre habe ich hier gebloggt. Es waren drei gute Jahre: Ich habe viel gelernt, bin auf viele neue Ideen gekommen, hatte einige tausend Besucher pro Monat und insgesamt viel Freude an meinem Blog.

Andererseits: Ein Blog zu schreiben ist Arbeit, und davon habe ich eigentlich mehr als genug. Und gemäss meinem Vorsatz für 2008, die Zahl meiner Projekte drastisch zu reduzieren, werde ich dieses Blog per 1.1.2008 stillegen. Nicht löschen, nicht schliessen, aber stillegen. Mindestens einen Monat, vielleicht auch ein Jahr, möglicherweise für immer – but never say never again.

Happy New Year!

Wreading

Donnerstag, den 27. Dezember 2007

Schade, dass die Wikipedia das Wort “Wreading” als nicht enzyklopädie-würdig empfindet. Für mich ist es gewissermassen die Essenz des Bloggens: die Kombination der Tätigkeiten von Leser und Autor, schreibend lesen, schreiben um zu verarbeiten, zu verstehen, zu lernen, zu denken. Aber zum Glück gibt es dafür auch noch andere hübsche Ausdrücke.

Endlich ein guter Blog-Editor für Mac OS X?

Sonntag, den 11. November 2007

Ecto

So bloggt man heute – sofern man Windows benutzt und damit den unvergleichlichen Blog-Editor Windows Live Writer zur Verfügung hat. Als Macianer muss man sich hingegen mit Blog-Editoren zufrieden geben, die sich mit Apples Anspruch, neue Massstäbe im Bedienungskomfort zu setzen, nur schwer vereinbaren lassen.

Der vielversprechendste Kandidat, der dieser Misere ein Ende machen könnte, ist Ecto von Infinite Sushi – die Version 3 ist derzeit in der Beta-Phase. Insbesondere beherrscht Ecto das Einfügen von Bildern aus der Zwischenablage direkt in den Richt-Text-Editor, kann diese selbst skalieren und konvertieren, und auch der Import von Fotos aus iPhoto ist schön gelöst. Irritierend finde ich dagegen, dass man auch bei Ecto den Artikel nicht im Original-Layout des Blogs sieht, sondern in einer lokal definierten Schriftart – das gilt sogar für die Vorschau, die sich (Warum eigentlich?) in einem separaten Fenster öffnet.

Die Entwickler von Ecto schreiben über Ihre Software:

“ecto is a feature-rich desktop blogging client for MacOSX and Windows, supporting a wide range of weblog systems, such as Blogger, Blojsom, Drupal, MovableType, Nucleus, SquareSpace, TypePad, WordPress, and more. ecto is the successor of the wildly popular Kung-Log, which has been in use by thousands of Mac users and which earned a 4.5 mice rating in the MacWorld July 2003 issue as well as high ratings at VersionTracker.com and MacUpdate.com. With ecto you can write and manage entries for your weblog(s). The advantage over using your weblog’s control panel is that you can compose entries offline and use the extra features ecto offers, such as spellcheck, creating links, attachments, and much more.”

Ich würde nicht so weit gehen, eine klare Empfehlung für Ecto auszusprechen – aber im Moment ist dieser Blog Editor wohl das kleinste Ãœbel für einen engagierten Blogger, der mit Mac OS X arbeitet. Und 17.95 US-Dollar sind ein vernünftiger Preis.

Warum Blog-Netzwerke nicht funktionieren

Montag, den 30. Juli 2007

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Mit Logcut startet die Schweizer Blog-Szene in ein neues Zeitalter: Blog-Netzwerke gab es zwar schon früher (SwissBlogPress), aber so unverblümt als Werbeträger positioniert wurde bisher noch kein Blog-Aggregator.

Bin ich neidisch, weil ich nicht unter den handverlesenen Premium Blogs bin, die nun Ruhm und Rubel einheimsen werden? Nicht wirklich. Weil solche Plattformen ganz einfach nicht funktionieren.

  • Erstens: Warum soll eine Website, auf welcher Querbeet über alle möglichen Themen berichtet wird, für einen Leser interessant sein? Das ist ein Konzept aus der Print-Welt, das die Verlage auf ihre Zeitungs-Websites übertragen haben. Blogs sind aber genau der Gegenentwurf zum Portal: Sie sind spezialisiert, spezifisch, speziell. Sie wieder zu einem klassischen Allround-Medium aggregieren zu wollen ist per se widersinnig.
     
  • Zweitens: Was genau soll eigentlich der Mehrwert eines solchen Blog-Netzwerks sein? Dass mehrere Blog-Feeds auf einer hübschen Website zusammengeführt werden? Feed Reeder erfüllen denselben Zweck und sind dabei viel individueller einsetzbar. Oder dass die Blogs qualitätskontrolliert sind? So lange das nicht für jeden einzelnen Beitrag gilt, ist diese Qualitätskontrolle wenig wert: Aggregieren ist eben kein Ersatz für’s Redigieren.

Kurz: Ein paar gebauchpinselte Blogger um sich scharen und ein Banner drüberklatschen macht kein erfolgreiches Portal. Auch wenn es sicher ein paar Werbetreibende geben wird, die sich breitschlagen lassen, auf Logcut ein Banner zu schalten.

So bloggt man heute

Montag, den 2. Juli 2007

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Ehre, wem Ehre gebührt: Mit dem Windows Live Writer hat Microsoft einen hervorragenden Blog-Editor geschaffen (vgl. Bloggen mit Word-Komfort). Dieser liegt nun als Beta 2 vor, die funktional und optisch nochmals dazugewonnen hat. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle das Plug-In-Konzept, mit dem die Funktionalität des Editors gezielt erweitert werden kann – vergleiche etwa das offizielle Plug-In Verzeichnis von Microsoft oder die Beiträge im Live Writer Blog.

Das Blog-Sterben…

Samstag, den 9. Juni 2007

… hat wieder ein prominentes Opfer in der Schweizer Blogsphere gefordert. Dafür ist sie überraschend genesen.

Update (07.07.2007)

Ganz mag er es offenbar doch nicht lassen, der LeuMund. Er bloggt weiter, allerdings privat:

“Der LeuMund.ch ist der private Weblog von Christian Leu. In diesem Blog findet man Geschichten und Erlebnisse aus meiner beruflichen Tätigkeit und meinem Privatleben. Zwischen 2002 und 2007 war dieser Blog öffentlich zugänglich. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich entschieden diesen Blog nur noch für Freunde und Interessierte zugänglich zu machen.”

Ungewöhnlich. Was mögen die Gründe dafür sein? Und was braucht es wohl, um als “Interessierter” zu gelten und sich registrieren zu können?

Pecunia non olet

Sonntag, den 22. April 2007

“Geld stinkt nicht” sagt der Lateiner, und BlogPay hofft, dass das viele Blogger genau so sehen. Doch schön der Reihe nach.

BlogPay vermittelt Werbetreibende an Blogger (und umgekehrt), damit die Blogger über ein Produkt oder eine Dienstleistung des Werbetreibenden schreiben. Die Blogger verdienen dafür ein bisschen Geld, sind aber in ihren Äusserungen frei und werden zudem explizit dazu aufgefordert, den bezahlten Beitrag als solchen zu kennzeichnen. Bei DonsTag sieht dieser Disclaimer beispielsweise so aus:

“Dieser Beitrag wird von BlogPay gesponsored. Ich bekomme also Geld (80 €) dafür, hier einen Produkttest zu veröffentlichen. Es handelt sich bei dem Beitrag um meine eigene persönliche Meinung. Finde ich ein Produkt schlecht, werde ich das auch so schreiben.”

Gut oder böse? Die offene Deklaration, dass es sich um einen bezahlten Beitrag handelt, schafft Transparenz, und ein solcher Beitrag ist mir wesentlich lieber als verdeckte Marketing-Aktionen in der Blogger-Szene. Falls der Blogger auch tatsächlich den Mut zur Kritik aufbringt (was nicht so schwierig ist, da nur bescheidene Geldbeträge auf dem Spiel stehen), dann sehe ich darin nichts Böses. Da finde ich sogenannte Publireportagen in Printmedien schon viel fragwürdiger, weil das reine Werbung ist, die sich optisch als redaktioneller Beitrag tarnt.

Ob bezahlte Beiträge tatsächlich die Zukunft des Bloggens darstellen, muss sich aber erst noch weisen. BlogPay wirkt jedenfalls noch ziemlich handgestrickt, und von den “bekanntesten Werbetreibenden”, die als Referenz angegeben werden, kenne ich keinen einzigen. Aber nebst BlogPay gibt es noch andere solche Services, die schon wesentlich professioneller auftreten (z.B. Trigami, PayPerPost, ReviewMe, SponsoredReviews). Trotzdem darf man aber nie vergessen, dass Blogs vor allem deshalb gelesen werden, weil sie unabhängige Medien sind. Ein Blog, der nur noch mit bezahlten Beiträgen bestückt ist, wird seine Leserschaft ganz schnell verlieren.

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch der Post bei styropor.digitial: Blog-Marketing falsch oder richtig gemacht…

Na, wie war ich?

Freitag, den 26. Januar 2007

Auch wenn mancher Blogger behauptet, es nur aus Spass und für sich selbst zu tun: Irgendwo sind wir Blogger doch alle gierig nach Publikum, nach Applaus, nach Erfolg. Und am liebsten hätten wir mehr davon als alle anderen. Bloss – wer hat tatsächlich das erfolgreichste Blog?

Hier die Top 10 der Blog-Rankings:

Nein, meins ist noch nirgends dabei. Aber das dürfen Sie gerne ändern.

Hello World – Part 2

Samstag, den 20. Januar 2007

Natürlich kann man einfach dasitzen und warten, bis der Google-Bot (wieder) vorbeikommt und das eigene Blog indexiert. Das kann allerdings etwas dauern, denn der Google-Bot hat viel zu tun. Wenn man ihm ein bisschen entgegenkommt, dann beschleunigt das die Sache ungemein. “Entgegenkommen” bedeutet in diesem Fall, eine Google Sitemap anzulegen und zu pflegen.

Eine solche Google Sitemap – nicht zu verwechseln mit einer normalen Sitemap für menschliche Blog-Leser – ist eine XML-Datei, in der die Website-Struktur in einer standardisierten Form dokumentiert wird. Das hilft dem Google-Bot insbesondere, sich in datenbank-basierten dynamischen Websites besser zurechtzufinden. Und es gefällt auch den Bots von Microsoft und Yahoo, welche den Google-Standard seit kurzem ebenfalls unterstützen (vgl. den Artikel der Computerwoche sowie die Spezifikation unter  www.sitemaps.org).

Wenn man WordPress benutzt, braucht man lediglich das Plug-In Google Sitemap for WordPress von Arne Brachhold zu installieren. Dieses generiert nach jedem neuen Post automatisch eine aktualisierte Google Sitemap im XML-Format und informiert gleichzeitig Google über die Änderung. Wie das im Detail funktioniert, erklärt André Chaperon in seinem Video-Tutorial sehr anschaulich (englisch).

Eine Google Sitemap für eine Website zu erstellen, die nicht auf WordPress basiert, ist etwas aufwendiger. Der von Google selbst angebotene Sitemap Creator ist nicht für jedermann gedacht, muss man hierfür doch ein Python-Skript auf den Webserver laden und ausführen.

Für Websites, die sich selten ändern, empfiehlt sich der kostenlose Online Sitemap Generator. Dieses Tool verlangt nur die Angabe der URL sowie einiger optionaler Parameter. Es ist somit sehr einfach zu handhaben und hilft, den Einstieg ins Thema zu finden. Auf Dauer ist es aber natürlich keine Lösung, wenn man nach jedem Update seiner Website manuell eine neue Sitemap generieren und dann auf den Webserver laden muss. Das wissen auch die Betreiber von www.xml-sitemaps.com und bieten deshalb gegen ein paar Dollars ein PHP-Skript an, das man auf seinem eigenen Webserver installieren kann.

Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert phpSitemapNG: Einerseits kann man für seine Website online eine Google Sitemap erstellen lassen, andererseits kann man ein kostenloses PHP-Skript downloaden, um es auf seinem eigenen Server zu installieren.

Ob eine Google Sitemap übrigens valide ist und damit ihren Zweck tatsächlich erfüllt, lässt sich sehr einfach mit dem Google Sitemap Validator von Validome überprüfen.

Siehe auch: Hello World!

Digg it!

Donnerstag, den 11. Januar 2007

Eine nicht ganz dezente Form, seinem Blog mehr Beachtung zu verschaffen, ist die direkte Aufforderung, einen Blog-Beitrag bei einem Social Bookmarking Service wie del.icio.us, Digg oder Mister Wong zu vermerken. Wer solches tut, macht auf gut Neudeutsch Social Media Optimization. “Digg it!” ist der Inbegriff dieser unverholenen Sehnsucht nach Aufmerksamkeit, und idealerweise gestaltet man diesen Link als Button mit dem Digg-Logo. Weil es aber inzwischen ziemlich viele solcher Dienste gibt, ist es entsprechend aufwendig, Links zu all diesen Diensten bereitzustellen.

Sehr hilfreich ist hier der Social Bookmark Link Creator: Man wählt die gewünschten Dienste aus, gibt noch ein paar Parameter mit, und schon hat man ein kleines Code Snippet, das man bloss noch in das eigene Blog zu integrieren braucht. Das funktioniert für WordPress, Movable Type und Blogger, aber auch für ganz normale statische Websites.

Wenn man seine Suche auf WordPress-Extensions beschränkt, dann wir man beispielsweise beim Social Bookmark Creator fündig, der Textlinks oder ein Dropdown für rund 50 wählbare Dienste generiert. Wer es mit Logos mag, greift zu Sociable. Wem das dann aber doch wieder zuviel ist, sollte die Variante Peaceful CSS Extended Edit ausprobieren, das die Logos dezent in einem DHTML-Dropdown unterbringt.

P.S. Digg it!