Monatsarchiv für Dezember 2006

Atemberaubende Vielfalt

Freitag, den 29. Dezember 2006

Falls mir mal jemand etwas schenken möchte: Dieser Bildband wäre jederzeit willkommen. Er zeigt atemberaubende Aufnahmen von Meerbewohnern mit ihrer unglaublichen Vielfalt, Ästhetik und Skurrilität. Kein Wunder waren die Bilder bei Spiegel Online die beliebtesten Wissenschaftsfotos des Jahres 2006.

Von Putzfrauen und Saubermännern

Freitag, den 29. Dezember 2006

Saubermachen ist an sich ein schmutziger Job. Leider sind aber auch die Arbeitsverhältnisse vieler Reinigungsangestellten alles andere als sauber. Pia Tschannen hat 2003 eine Studie mit dem Titel “Putzen in der sauberen Schweiz – Arbeitsverhältnisse in der Reinigungsbranche” (eFeF Verlag) publiziert. Die Erkenntnisse daraus sind nun in das Projekt Proper Job eingeflossen, das Reinigungspersonal zu legalen und fairen Bedingungen vermittelt.

Gute Vorsätze

Dienstag, den 26. Dezember 2006

Es wird Zeit für gute Vorsätze. Ein Vorschlag der IG Velo (unterstützt von Migros, CSS Versicherung, Bundesamt für Gesundheit und Gesundheitsförderung Schweiz): Bike to Work. Man kann sogar etwas gewinnen: einen Flossbau. Endlich mal ein origineller Wettbewerbspreis! Ich weiss ja schon bald nicht mehr wohin mit all den Cabriolets und iPods…

Alternativen zu YouTube

Samstag, den 23. Dezember 2006

FourDocs ist eine Video-Plattform, die vom britischen TV-Sender Channel 4 betrieben wird. Die Videos müssen zwei Bedingungen erfüllen: Es müssen Dokumentarfilme sein, und sie müssen vier Minuten lang sein. Derzeit ist das Angebot noch klein, aber fein. Eine wunderbare Gelegenheit für eine kleine Entdeckungsreise in die Vielfalt unseres Alltags. Und zugleich eine gute Möglichkeit für Filmschaffende, sich den Redakteuren von Channel 4 zu empfehlen.

Flash-Animation in PowerPoint-Präsentation einbauen

Mittwoch, den 20. Dezember 2006

Es gibt ein paar Dinge, die werde ich mir nie merken können. Beispielsweise wie man eine Flash-Animation in eine PowerPoint-Präsentation einbaut. Vielleicht liegt es daran, dass die Prozedur nicht so einfach ist, wie sie sein sollte und könnte (ein Film einzubetten ist dagegen ein Kinderspiel, und ich sehe da keinen prinzipiellen Unterschied). Jedenfalls wollte ich mich gerade daran machen, eine Anleitung zu schreiben – da habe ich das hier gefunden: Flash-Animation in PowerPoint einbetten.

Mail-Adressen zum Wegschmeissen

Sonntag, den 17. Dezember 2006

Die Zahl der Spam-Mails steigt ständig, und jede zweite Website möchte gerne unsere Mail-Adresse wissen, wenn wir ein Benutzerkonto anlegen. Ob da ein Zusammenhang besteht? Jedenfalls kann es nicht schaden, bei Websites, die man vielleicht nur einmal besuchen oder zuerst einmal testen möchte, nicht gleich seine richtige E-Mail-Adresse zu hinterlassen.

Zu diesem Zweck gibt es sogenannte Wegwerf-Mail-Adressen, die man nur kurzfristig nutzt und gleich wieder löscht, sobald die ersten Spams eintreffen. Zu unterscheiden ist dabei zwischen Diensten, die vollkommen anonym funktionieren, und solchen, welche die eingehenden Mails an die reale Mail-Adresse weiterleiten.

Zur ersten Kategorie gehören beispielsweise www.trash-mail.de, www.mytrashmail.com, www.mailinator.com oder www.spambog.com. Der Nachteil dieser Dienste ist, dass man die Mails immer auf der jeweiligen Website abholen muss und dass die Postfächer nicht geschützt sind – wer zufällig die gleiche Mail-Adresse belegt, kommt ins gleiche Postfach. (Ebenfalls in diese Kategorie gehört www.sofort-mail.de, hier kam meine Test-Mail aber auch nach 5 Minuten nicht an.)

Zur zweiten Kategorie gehören etwa www.mailexpire.com, www.spamgourmet.com oder www.nervmich.net. Hier hat man den Komfort, dass die Mails ganz normal in der eigenen Mailbox landen. Allerdings hat man damit zumindest dem Dienstanbieter seine reale Identität verraten, und wenn dessen Datenbank gehackt wird (oder er gar selbst ein verkappter Spammer ist), dann war das Ganze für die Katz’.

Slow Mail

Samstag, den 16. Dezember 2006

Im heutigen Magazin schreibt Jürg von Rutenberg über den “Fluch der Unterbrechung”. Die modernen Telekommunikationsmittel – Telefon, Mobiltelefon, SMS, E-Mail und Instant Messaging – haben dazu geführt, dass man immer erreichbar ist und dadurch ständig gestört wird. Von Rutenberg zitiert Studien, wonach ein durchschnittlicher Büroarbeiter alle 11 Minuten in seiner aktuellen Tätigkeit unterbrochen wird. Da er sich nach einer Unterbrechung typischerweise zuerst zwei anderen Aufgaben zuwendet, braucht er schliesslich rund 8 Minuten, bis er bei seiner ursprünglichen Aufgabe wieder die volle Konzentration aufgebaut hat. Dadurch bleiben jeweils nur 3 wirklich produktive Minuten bis zur nächsten Unterbrechung.

Was soll man dagegen tun? Vielleicht dem Beispiel des IBM-Forschungsmanagers Dan Russell folgen und sich der Slow-Mail-Bewegung anschliessen, d.h. eingehende Mails nicht mehr laufend, sondern nur noch zweimal täglich lesen. Denn eigentlich sind die wenigsten Mails so wichtig, dass sie eine Reaktion innert Minuten erfordern (und wenn, dann gibt es immer noch das Telefon als Alternative).

Textvorschlag für einen Mail-Signatur:

Bitte beachten Sie, dass ich nach den Prinzipien der Slow-Mail-Bewegung kommuniziere: Um möglichst konzentriert und effizient arbeiten zu können lese ich meine Mails nur zweimal täglich. In dringenden Fällen erreichen Sie mich telefonisch unter der Nummer XXX XXX XX XX.

Nachtrag: Der besagte Artikel ist schon früher in der Zeit erschienen und dort im Volltext online verfügbar, inklusive einige zentrale Links. Sehr hübsch auch diese Grafik, welche den Arbeitsrhythmus des modernen Menschen sehr schön illustriert.

Da häsch dänn s’Gschänk

Sonntag, den 10. Dezember 2006

So entspannt habe ich schon lange nicht mehr Weihnachtsgeschenke eingekauft: Am frühen Sonntagmorgen, die Schneewolken hängen noch über dem Ãœetliberg, eine Tasse Kaffee dampft neben mir auf dem Schreibtisch, surfe ich zuerst zu www.manimatter.ch (um mir einen Ãœberblick über die existierenden Aufnahmen zu verschaffen) und dann zu www.zytglogge.ch (um selbige zu bestellen).

Munition für die Basler

Dienstag, den 5. Dezember 2006

Zürich hat eine Kuriosität mehr: Das altehrwürdige Tagblatt der Stadt Zürich erscheint neu nur noch einmal wöchentlich – zu sehr hat ihm wohl die Konkurrenz aus eigenem Hause zugesetzt (auch 20 Minuten wird von der Tamedia AG herausgegeben). Eine Zeitung, die Tagblatt heisst, aber ein Wochenblatt ist – ich höre schon die Schnitzelbänke an der nächsten Basler Fastnacht…

Grüne Welle

Sonntag, den 3. Dezember 2006

Kann mir eigentlich jemand erklären, warum die Grün-Phase für Fussgänger immer nur etwa 10 Sekunden dauert, für den rollenden Verkehr dagegen etwa 90 Sekunden? Ist das so, weil ein Fussgänger ja eh viel länger hat für seinen Weg von A nach B und es deshalb nicht mehr drauf ankommt, wenn er auch noch ein paar Minuten an Rotlichtern verliert? Ist das so, weil es sich an der frischen Luft besser wartet als in einem überheizten Auto? Ist das so, weil Regen den Fussgänger schön macht, während ein Autofahrer ja eh nichts davon hätte, wenn er während eines Wolkenbruchs vor einer roten Ampel stehen würde? Fragen über Fragen…