Ist Google Earth ein Sicherheitsrisiko?

13. Januar 2007 | Tim Springer

Wie Heise berichtet nutzen Terroristen im Irak Google Earth, um Angriffsziele zu erkunden. Soll man also Google Earth verbieten?

Sicher nicht. Denn mit Google Earth kann man allenfalls potentielle Ziele von Anschlägen ausmachen, aber nicht angreifen. Wer ernsthaft an der Verhinderung von Terrorismus interessiert ist, muss Waffen und Sprengstoff verbieten.

Überhaupt überrascht es mich zu lesen, dass ausgerechnet die Google-Satellitenbilder – die bekanntlich alles andere als tagesaktuell sind – als Planungsgrundlage für solche Aktionen dienen sollen. Falls dem so wäre, dann würde das ja bedeuten, dass die Anschlagsziele schon seit Monaten (wenn nicht seit Jahren) an dieser Stelle stehen. Und dann braucht man wohl kaum noch Satellitenbilder, um solche Ziele beschiessen zu können.

Was uns verloren gehen würde, wenn die Bush-Regierung auf die Idee käme, Google Earth (in welcher Form auch immer) zu zensurieren, zeigt beispielsweise Google Sightseeing jeden Tag aufs Neue. Kennen Sie beispielsweise das Motorboot auf der Strasse? Oder die Insel von Michael Schumacher? Oder das afrikanische Dorf in Belgien? Dank Google Earth lernen wir unsere Welt mit neuen Augen zu sehen.

Das Motto von Google Sightseeing führt uns übrigens wieder zur Ursprungsfrage zurück:

“Why bother seeing the world for real?”

1 Kommentar

  1. Kommentar von daniel

    Ich glaube nicht das Attentäter ihre Angriffe mit hilfe von Google-Earth planen und wenn. Das Vorhaben bleibt das selbe ob man sich sein Ziel aus Google-Earth oder einer Landkarte holt ist doch egal.
    Aber wenn Google mit ihren gesammelten Informationen hilfe beim aufdecken solcher Attentäter geben kann sollten sie das auch tun.


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