Safer Macintoshing – for free!

17. April 2007 | Tim Springer

Selbst wenn man sich die radikale Sichtweise von Steve Jobs zu eigen macht („The best computer on the world – ever!“): Auch Macs können einen Festplatten-Crash erleiden, vom Tisch fallen, nach einer Kaffee-Dusche ihren Geist aufgeben oder gestohlen werden. Oder anders gesagt: Auch auf einem Mac ist ein Backup unabdingbar. Zumal es auch ganz passable Gratis-Software gibt für diesen Zweck.

Eine Warnung vorweg: Seriöse Tests zeigen regelmässig, dass Backup-Programme bei weitem nicht so sorgfältig arbeiten, wie man das erwarten würde. So kann es passieren, das beim Backup Zugriffsrechte oder Metadaten der Dateien verloren gehen. Und nicht selten werden gar nicht alle Dateien kopiert – sei es, weil einige davon in Gebrauch und deshalb gesperrt sind, sei es, weil das Backup-Programm nicht ausreichend Rechte besitzt, sei es, weil das Betriebssystem gewisse Dateien verborgen hält. Besonders wenn man das aktuelle Start-Laufwerk sichern möchte, machen sich solche Effekte bemerkbar. Die frohe Botschaft „Backup erfolgreich erstellt!“ kann sich so rasch relativieren.

Überlegen muss man sich ferner, ob man nur seine Dokumente oder die komplette Festplatte inklusive Programme und Betriebssystem sichern möchte. Ersteres spart Zeit (und Speicherplatz) beim Backup, letzteres spart Zeit (und Nerven) im Notfall. Da Speichermedien immer grösser, schneller und billiger werden, spricht immer mehr für ein Komplett-Backup. Besonders attraktiv sind Backup-Lösungen, welche auf einer externen Festplatte eine startfähige 1:1-Kopie anlegen: Diese kann man im Ernstfall an einen anderen Mac anschliessen und sofort weiterarbeiten, als wäre nichts gewesen.

Wer eine möglichst einfach zu bedienende, trotzdem zuverlässige und auch noch kostenlose Backup-Lösung sucht, ist mit SuperDuper! gut beraten. Es geht besonders pfleglich mit Rechten und Metadaten um, ist schlichtweg narrensicher und steht in einer (eingeschränkten, aber brauchbaren) Gratis-Versionen zur Verfügung. SuperDuper! sichert auf Wunsch die komplette Festplatte und erzeugt zudem bootfähige Backups.

Schon ziemlich lange auf dem Markt ist der Carbon Copy Cloner. Damit legt man eine 1:1-Kopie einer Festplatte an, wobei die Software im Grunde nichts anderes ist als eine grafische Oberfläche für die Unix-Tools ditto, rsync und asr. Für Mac-spezifische Metadaten haben diese Tools leider wenig Verständnis.

SilverKeeper ist ein Produkt des Festplatten-Herstellers LaCie. Es arbeitet nicht hundertprozentig sauber bezüglich Meta-Daten und kann nicht auf FTP-Verzeichnisse backupen. Ansonsten ist es aber eine gute konzipierte Software, die man auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen sollte.

Wer nur seine persönlichen Daten sicher möchte, muss diese meistens an verschiedenen Orten zusammensuchen, den nicht alles liegt im Home-Verzeichnis. BackityMac und iBackup sind Programme, welche wissen, wo sich was befindet und damit den Backup-Prozess vereinfachen.

Und falls es Open Source sein soll und wirklich Basic sein darf: arRsync, eine grafische Benutzeroberfläche für rsync, wäre ein Kandidat.

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