Schlaraffia [2]

15. Februar 2005 | Tim Springer

Es gibt natürlich auch das Gegenteil von Schlaraffia: Unternehmen, die Ihre Kunden für grundlegendste Dienstleistungen schamlos zur Kasse bitten. Die Grossbanken machen es vor und belasten ihren Kleinkunden Spesen, welche die mageren Zinsen oft mehr als auffressen.

Neustes Beispiel: Die Post. Da wird die digitale Briefmarke WebStamp lanciert, mit der man direkt am Computer seine Wertzeichen drucken und dem Gelben Konto belasten kann. So weit, so innovativ. Völlig quer in der Landschaft steht dafür das Finanzierungsmodell: Die notwendige Software schlägt mit 90 Franken zu Buche – pro Jahr, wohlverstanden. Wer jeden Tag genau einen A-Post-Brief verschickt, zahlt pro Brief 25 Rappen Zusatzporto und somit 25 Prozent Aufpreis gegenüber der „analogen“ Briefmarke.

„Das Online-Frankieren eignet sich besonders für kleinere Firmen, Vereine und Privatkunden, die regelmässig geringe Volumen an Brief- und Paketsendungen aufgeben. „

Tatsächlich? Für einen durchschnittlichen Briefeschreiber ist diese Lösung viel zu teuer. Aber vielleicht könnte die Post ja mal bei den Grossbanken anfragen?

1 Kommentar

  1. Kommentar von bern_viking

    Das „Beste“ ist, dass es auch viel günstiger geht: Stampit der deutsche Post kostet 15 Euro einmalig (!) und davon gibt’s noch 5 Euro Frankierguthaben. In einem Mail an der Post habe ich darauf hingewiesen, sie haben vom „hohen Entwicklungskosten“ geredet.

    Also wieder eine Sonderlösung….


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