Untertiteln im Kollektiv

29. Juli 2007 | Tim Springer

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Die Wikipedia hat das Konzept vom gemeinsam erarbeiteten Wissen salonfähig gemacht. In gewisser Weise macht dotSUB nichts anderes – nur dass es hier nicht um eine Enzyklopädie geht, sondern um das Untertiteln von Filmen: Die Plattform lässt Filme von ihren Besuchern in eine von über 200 Sprachen übersetzen.

Das macht Sinn, weil es für die wenigsten dieser Filme je eine Synchronfassung geben wird – und es macht Spass, weil wohl die wenigsten von uns bisher einen Film untertitelt haben. Versuchen Sie es einmal mit der Demo – Sie werden feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, eine kompakte, leicht lesbare und trotzdem treffende Übersetzung zu schreiben.

Problematisch am ganzen Konzept ist im Moment allerdings noch das verfügbare Filmmaterial: Zwischen sehenswerten Interviews, Dokumentarfilmen und TV-Beiträgen findet sich auch viel Zweitklassiges, das zudem schlecht kategorisiert und verschlagwortet ist. Beiträge wie die Global Oneness Collection sind also eher die Ausnahme als die Regel.

Im Unterschied zur Wikipedia ist dotSUB übrigens kein reines Non-Profit-Unternehmen:

“It is our intention to provide monetary compensation to those translators and checkers whose completed specific-language version of a film is accepted by dotSUB.”

Allerdings:

“It is possible that many films will never generate any revenue at all…”

Nachtrag: Wer eigene Videos untertiteln möchte sollte sich den Online Subtitle Creator von Subtitle Horse anschauen.

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