Die Kunst der kurzen Form

17. September 2006 | Tim Springer

Sie kennen die Lange Nacht der Museen? (Richtig: Das gibt’s nicht nur in Zürich.) Oder die Lange Nacht der kurzen Geschichten? Vielleicht sogar die Lange Nacht der Hotelbars (die ja eigentlich immer lang sind)?

Aber kennen Sie auch die Nacht der Kolumnisten? Als ein Fan von knappen, pointierten Texten ist mir diese fast die liebste. Und das schöne daran ist: Auch wenn sie schon vorbei ist und noch keine Daten für die nächste Durchführung feststehen, so kann man sie jederzeit in CD- und Buchform nachholen – bei ernsthaften Entzugserscheinungen auch in Form des Aficionado-Pack.

Das Beste an der Nacht der Kolumnisten ist aber, dass dort auch Doris Knecht gelesen hat. Denn nachdem diese nun den Dienst beim Tages-Anzeiger quittiert hat, Hurra bereits ausgelesen ist und Geht doch! noch nicht lieferbar, da sitzen wir schon ein bisschen auf dem Trockenen. Denn eigentlich geht bei uns ohne es Knächtli als Gutenachtgeschichte gar nichts. Und im Bett aus dem Doris Knecht Blog vorzulesen ist irgendwie dann doch nicht das, was man sich unter Romantik vorstellt. 

2 Kommentare

  1. Kommentar von rafael

    Zur Nacht der Museen hab ich dafür einen kleinen Post mit eigenem Video geschrieben http://www.wiedenmeier.ch/wordpress/2006/09/03/lange-nacht-der-museen/
    Die Kolumnistenangelegenheit muss ich mir aber auch mal ansehen. Danke für den Tipp.
    Guter Blog!


  2. Kommentar von S.

    Stichwort vorlesen: Was unbedingt notwendig wäre, ist, dass die KolumnistInnen noch lernen, ihre Werke auch gut vorzulesen. Natürlich haben sie auf besagter CD resp an besagtem Anlass nur 8 Minuten Zeit, jedoch klingen deutlich über 50% von ihnen beim Vorlesen, als würden sie sich für ihre eigenen Werke entschuldigen, indem sie sie so schlecht lesen, als wären sie das auch. Ein bischen mehr Selbstsicherheit, meine Damen und Herren, ihre Werke haben es verdient!


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