SWIFT – BIC – IBAN

10. November 2006 | Tim Springer

Mein Bankkonto macht zwar nur bescheidene Umsätze, aber ich komme trotzdem gelegentlich in die Situation, wo ich meine Kontonummer angeben muss. Diese kann ich zwar nicht auswendig, aber ich weiss sie mir zu beschaffen. Schwieriger wird’s, wenn für die Zahlung noch weitere Angaben erforderlich sind. Was schon wieder sind Bank-Clearing-Nummer, SWIFT, BIC, IBAN?

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ist die Bank-Clearing-Nummer ein Identifikationssystem für Geldinstitute, das aber nur innerhalb der Schweiz gilt. Die Ersparniskasse des Amtsbezirks Interlaken beispielsweise hat die Clearing-Nummer 8393, die Zürcher Kantonalbank die Nummer 700, die UBS in Chur die Nummer 208 und die UBS in Genf die Nummer 240. Clearing-Nummern können für ein ganzes Finanzinstitut oder auch nur für einzelne Geschäftsstellen gelten. Andere Länder haben ihre eigenen Systeme, z.B. BLZ, Fedwire oder ABI/CAB.

SWIFT-Code oder BIC ist im Prinzip dasselbe, aber auf internationaler Ebene. SWIFT ist die Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication, und der BIC der von dieser Organisation benutzte Bank Identifier Code. Weil es auf der ganz Welt mehr Banken gibt als nur in der Schweiz, ist auch der Code länger, nämlich 8- oder 11stellig. Dabei stehen die ersten 4 Zeichen für die Bank, die nächsten 2 Zeichen für das Land, weiter 2 Zeichen für den Ort und die letzten 3 Zeichen (sofern vorhanden) für die Filiale. Die UBS Genf beispielsweise hat die SWIFT-Nummer UBSWCHZH12A, die UBS Chur die Nummer UBSWCHZH70A und die Zürcher Kantonalbank die Nummer ZKBKCHZZ80A. Wenn man den BIC einer Bank nicht kennt, kann man ihn bei der SWIFT nachschlagen.

IBAN ist demgegenüber eine Nummer, welche nicht die Bank, sondern das Konto identifiziert, aber ebenfalls international funktioniert. IBAN steht schlicht und ergreifend für International Bank Account Number und ist ein primär in Europa benutztes Format für Kontonummern. Die Anzahl der Zeichen in einer IBAN variiert von Land zu Land (Grönland: 18; Schweiz: 21; Andorra 24), der Aufbau ist hingegen immer derselbe:

(Bild: ZKB)

5 Kommentare

  1. Kommentar von redder

    ich hätt die langen zahlen lieber auf meinem konto


  2. Kommentar von Susi

    Für EU-Transfers unerlässlich – oder Auslandszahlungen.

    Brauchst Du Hilfe dazu guckst Du auf http://www.iban-rechner.de


  3. Kommentar von Sven

    Der Abschnitt über die IBAN ist meiner Meinung nicht ganz korrekt oder zumindest missverständlich: “[…], der Aufbau [der IBAN] ist hingegen immer derselbe”. Die ersten vier Stellen sind immer gleich (2 Buchstaben Ländercode und 2 Prüfziffern), die restlichen Ziffern sind aber nur *pro Land* konstant und festgelegt. Oder anders gesagt: jedes Land legt selber fest, mit wieviel Ziffern die Bank und die Kontonummer codiert wird, was dann aber für alle IBANs aus diesem Land gilt. 5 Stellen Bankidentifikation und 12 Stellen Kontonummer gilt für schweizer IBANs, nicht aber für deutsche.
    Siehe http://de.wikipedia.org/wiki/IBAN


  4. Kommentar von Lothar

    Auf der Webseite http://www.bankers-telenet.com findet man weltweit alle Auslandsbanken und deren Bankcodes (BIC Code, SWIFT Code, Sorting Code, Bank Sort Code, Routing Numbers, uvm.)
    Hier kann man auch über den Service IBAN Structur sich die IBAN Stucturen / Syntax aller IBAN Länder anschauen und den kostenlosen IBAN – Rechner nutzen.

    Als Beispiel: SWIFT Code einer Bank in Indien ICICI Bank. Einfach “ICICI” über die Volltextsuche suchen und die jeweilige Filiale oder das Head Office wählen.


  5. Kommentar von Theodor

    Mittlerweile gibt es ja auch die Möglichkeit auf einen IBAN Rechner online zuzugreifen. So soll man alle nötigen Informationen schnell und einfach bekommen. Inwieweit diese aber tatsächlich korrekt sind, wird sich vermutlich erst mit der Zeit zeigen.


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