Shut Down

15. Juli 2007 | Tim Springer

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Als vor zehn Jahren die Computer- und Internet-Revolution an Fahrt gewann, waren damit diverse Hoffnungen verknüpft. Beispielsweise die, dass wir dank Tele-Arbeit und Video Conferencing in Zukunft viele Autofahrten und Flüge einsparen und damit unseren Energiebedarf reduzieren werden.

Leider ist davon nicht viel zu spüren: Das Internet macht es uns leichter, die billigsten Flüge ausfindig zu machen, und die Flugbewegungen sind deswegen nicht weniger geworden. Irgendwie sind Meetings Face-to-Face und die informellen Begegnungen in der Kaffee-Ecke eben doch besser als telematische Distanzbeziehungen.

Langsam wird uns zudem bewusst, dass die steigende Zahl an PCs und Servern auf dieser Welt auch den Energiebedarf für die Informatik-Infrastruktur massiv hat anwachsen lassen. Der Löwenanteil wird dabei für Kühlung, Standby-Betrieb und Stromversorgung von Peripherie-Geräten verbraucht – die eigentliche Rechenleistung macht nur etwa 1 Prozent des Bedarfs aus (vgl. Artikel des Tages-Anzeigers). Ebenfalls bedenkenswert: Jedes Bit, das wir durchs Internet jagen, belastet diverse Prozessoren. Mal schnell ein YouTube-Video reinziehen oder ein bisschen rumspammen ist eben nicht klimaneutral.

Was tun? Lifehacker hat gerade die Top 10 Computing Energy Savers vorgestellt. Der erste: Kaufen Sie sich neue (= moderne, stromsparende) Hardware. Und der letzte: Schalten Sie den Rechner aus (= wann immer Sie ihn nicht brauchen, und zwar richtig, nicht nur auf Standby). In diesem Sinn: Geniessen Sie den Sonntag!

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