De Föifer und ’s Weggli

29. Dezember 2004 | Tim Springer

Obige Redewendung dürfte zwar nur von Menschen verstanden werden, die des Schweizerdeutschen mächtig sind – die ihr zugrundeliegende Einsicht dürfte jedoch international Gültigkeit haben: Man kann nicht alles auf einmal haben. Gerade wer in der Dienstleistungsbranche tätig ist, verspürt zunehmend den Druck der Kunden, immer schneller, immer besser und trotzdem immer billiger anzubieten. Dass dies nicht gut gehen kann, ist jedem Dienstleister klar – doch kaum ein Kunde will das einsehen.

Der Designer Ivan Raszl hat die ganze Problematik in einer Grafik sehr schön erfasst:

  

Holy Triangle

  

Was uns dieser „Holy Triangle“ sagen will, ist: Schnell und gut geht. Gut und billig geht. Billig und schnell geht. Aber alle drei zusammen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Oder wie er es selbst formuliert:

„Choose good and fast and I will postpone every other job, cancel my appointments an make up an excuse for my wife just to get your job done. But don’t expect me to do it for peanuts.

Choose good and cheap and I will do a great job for a discounted price, but be patient till I have a free moment from paying clients.

Choose fast and cheap and expect a shit job delivered on time and all I ask for is a free beer.“

(via Notizen aus der Provinz)

Die Krux mit der Wochennummer

27. Dezember 2004 | Tim Springer

Welcher Tag ist heute? Montag, der 27. Dezember 2004. Und in welcher Kalenderwoche (KW) befinden wir uns? Nachdem die letzte Woche die KW 52/2004 war, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder beginnt heute die KW 53/2004 oder die KW 1/2005. Beides kommt uns aber seltsam vor, denn eineseits haben wir gelernt, dass ein Jahr nur 52 Wochen hat, und andererseits widerspricht es jeder Logik, dass wir uns vor Silvester bereits in der ersten Woche des kommenen Jahres befinden sollen. Und dennoch: Eine der beiden obigen Möglichkeiten muss die richtige sein. Bloss welche?

Grundsätzlich kommen beide Varianten vor. Dieses Jahr haben wir allerdings den Fall einer 53. Kalenderwoche. Wie man dies im Detail berechnet, ist in verschiedenen Normen geregelt. Auf www.excelformeln.de ist dies sehr schön zusammengefasst:

„Die erste Woche des Jahres ist definiert als die Woche, in die mindestens 4 Tage fallen = DIN 1355. Entspricht der internationalen Norm ISO 8601 (1988); übernommen von der EU als EN 28601 (1992) und in Deutschland als DIN EN 28601 (1993) umgesetzt.“

Leider gilt dies nun aber nicht immer und nicht überall. Ein mir nicht namentlich bekannter Delphi-Programmierer hat sich die Mühe gemacht, die Problematik der Wochennummerierung knapp und übersichtlich zusammenzustellen.

Für eine vertieftes Verständnis der ganzen Problematik empfehlen sich folgende Links:

Google Scholar

26. Dezember 2004 | Tim Springer

Noch wird sie zwar als „beta“ qualifiziert, die Suchmaschine für wissenschaftliche Texte von Google. Doch Google Scholar scheint schon ziemlich potent zu sein, und sie könnte die Welt der wissenschaftlichen Fachpublikationen kräftig aufmischen.

Ein guter Artikel, der weniger auf die Features der Suchmaschine als auf den grösseren Zusammenhang eingeht, hat Deborah Asbrand in der Technology Review publiziert:

„Open Access, der offene Zugang zu Forschungsinformationen, wird inzwischen von immer mehr Gruppen im Bereich wissenschaftlicher Publikationen gefordert. Sie sehen Google Scholar als ersten wichtigen Schritt, dies zu erreichen.“

Etwas anders klingt es bei Danny Sullivan von Search Engine Watch: Google Scholar indiziert Artikel, deren Volltext meist nur für Abonnenten der jeweiligen Fachzeitschrift einsehbar sind. Hierfür ist Google auf die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Verlagen angewiesen. Die Verlage ihrerseits versprechen sich wohl von Google Scholar indirekt neue Abonnenten. Keine Konkurrenz also, sondern vielmehr eine Symbiose?

Bittersüss

26. Dezember 2004 | Tim Springer

„If the phone doesn’t ring it’s me.“

Jimmy Buffet

(via Weltwoche 52/2004)

Why open access?

26. Dezember 2004 | Tim Springer

Open Access: Should scientific articles be available online and free to the public?“ Diese Frage erörtert Amanda Schaffer in einem ausführlichen, gut recherchierten Artikel in Slate. Eines ihrer schlagendsten Argumente:

„It doesn’t make sense for journals to charge fees for access to primary research articles when that research is supported largely by public funding.“

Ein interessanter Link am Rande: Public Library of Science.

To think about [3]

25. Dezember 2004 | Tim Springer

Balts Nill („Stiller Has“) im NZZ Folio 12/2004 auf die Frage, woran er glaube:

„Was den Menschen angeht, so glaube ich an das Individuum, nicht aber an den Individualismus. […]

Was die Musik angeht, so glaube ich an Töne, nicht aber an Noten. […]

Was die ewige Liebe angeht, so glaube ich an ihre fortdauernde Renovierbarkeit, nicht aber an ihre Konservierbarkeit.

Was die Religion angeht, so glaube ich an Erfahrung, nicht aber an Überzeugungen.

Was die Antworten auf die letzten Fragen angeht, so glaube ich an den Gedankenstrich, nicht aber an das Ausrufezeichen.“

Sommergefühle

25. Dezember 2004 | Tim Springer

Wer Sommergefühle mitten im Winter erleben möchte und doch das Wasser scheut: Im Papiliorama in Kerzers bei Murten erlebt man tropisches Klima direkt vor der Haustüre.

Klein, aber auch kuschelig warm: Tropenhaus, Subtropenhaus und Savannenhaus im Botanischen Garten der Uni Zürich.

Die 10 schönsten Termalbäder

25. Dezember 2004 | Tim Springer

In alphabetischer(!) Reihenfolge:

  1. Alveneu
  2. Baden
  3. Gonten
  4. Lavey
  5. Leukerbad
  6. Ragaz
  7. Schinznach
  8. Scuol
  9. Vals
  10. Zurzach

Mehr Links für Wasserratten: Badi-Info, das Schweizer Schwimmbad-Portal. (Was es nicht alles gibt…)

Must see

25. Dezember 2004 | Tim Springer

Wann immer ich meine Ferien in einer Grossstadt verbringe, so gehört ein Tag den dortigen Wissenschafts- und Technikmuseen. In Paris ist das die Cité des Sciences et de l’Industrie, in Berlin das Deutsche Technikmuseum mit dem Science Center „Spectrum“, in Chicago das Museum of Science and Industry, in Wien das Technische Museum und in London das Science Museum.

Falls es einmal nicht für Ferien reicht, gibt es derartiges aber auch in Tagesreichweite: Das Technorama mit dem Jugendlabor oder das Verkehrshaus. Für Kinder im „Warum ist die Banane krumm?“-Alter empfiehlt sich auch Kindercity. Und falls man den Begriff Science so weit fasst, dass auch noch Science Fiction darin Platz findet, dann wäre da auch noch Erich von Dänikens Mystery Park.

Schtärneföifi!

25. Dezember 2004 | Tim Springer

Was kann man einem Kind schenken ohne den Umsatz der kunststoffverarbeitenden Industrie zu steigern? Beispielweise einen Besuch im Kinder-Musical „Lampefieber“ der Kinder-Rockband Schtärneföifi. Deftige Sprüche und fetzige Rhythmen verbinden sich her sehr schön mit viel Verständnis für die kindliche Erlebniswelt.