KeePass für das iPhone: Apple says no!

Screenshot: iKeePass

Das Passwort-Verwaltungsprogramm KeePass gibt es nicht nur für Windows, Mac OS und Linux, sondern auch für diverse SmartPhones – nur leider nicht für das iPhone. Das liegt aber nicht an den Entwicklern, sondern an den Prüfungsinstanzen des App Store, welche iKeePass wiederholt zurückgewiesen haben. Das Beispiel zeigt exemplarisch den Nachteil eines geschlossenen Systems, wo der Plattformbetreiber ein Vetorecht geniesst. Man kann nur hoffen, dass dem iKeePass-Entwickler Karsten Fusenig der Schnauf nicht ausgeht und er weiterhin mit Hartnäckigkeit und Humor den Apple-Mitarbeitern auf die Pelle rückt.

Open Source Essentials: KeePass

Der moderne Mensch verfügt über eine Vielzahl von Passwörtern, Seriennummern, PINs und Kreditkartennummern, die er sich unmöglich alle merken kann. Das verleitet dazu, immer dasselbe Passwort zu verwenden oder Passwörter auf Post-Its zu schreiben und diese an den Bildschirm zu kleben. Beides ist sicherheitstechnisch fahrlässig – und auch nicht nötig, den schliesslich gibt es Programme, welche Passwörter sicher verwalten.

Der beste Password Manager mit Open-Source-Lizenz ist KeePass von Dominik Reichl. Vom Entwickler selbst gibt es nur eine Windows-Version, auf der offiziellen Website werden aber auch Ports und Builds für Mac OS X, Linux, PocketPC und PalmOS aufgeführt.

Das Prinzip ist einfach: Alle Passwörter werden in einer verschlüsselten KeePass-Datenbank gespeichert, die nur mit einem Master-Passwort zu öffnen ist. Die Verschlüsselung erfolgt wahlweise über den Advanced Encryption Standard (AES) oder den Twofish-Algorithmus. Besonders sicherheitsbewusste Anwender wählen zusätzlich die Option, dass die Datenbank nur dann geöffnet werden kann, wenn eine zusätzliche Schlüsseldatei gefunden wird, die man beispielsweise auf einem USB-Stick oder einer CD ablegt. Ansonsten ist das Programm absolut selbsterklärend, schnell und attraktiv gemacht.

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