Aptana Studio: Entwicklungsumgebung für HTML, CSS, JavaScript, PHP, Ruby on Rails, Python und mehr

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Lassen Sie mich zunächst eines klarstellen: Ich bin kein Entwickler. Ich habe zwar ganz gute HTML- und CSS-Kenntnisse und schreibe zur Not auch einfache PHP-Skripts, aber mein übriges Wissen über Programmierung ist rein theoretischer Natur. Insofern kann ich Aptana Studio nicht bis ins letzte Detail beurteilen – aber das, was ich verstehe, gefällt mir ausserordentlich.

Aptana Studio ist eine Entwicklungsumgebung (Integrated Development Environment IDE), die – abgesehen von Microsoft-Technologien und Java – so ziemlich alle Sprachen unterstützt, welche derzeit angesagt sind, wenn es um Web-Applikationen geht. Das beginnt bei HTML und CSS, geht weiter über JavaScript (wobei zahlreiche populäre AJAX Frameworks wie Scriptaculous, YUI, Prototype, Mootools, jQuery oder ExtJS zum Lieferumfang gehören) und schliesst auch PHP, Ruby on Rails sowie Python ein.

Die Entwicklungsumgebung glänzt mit guter Unterstützung zur Fehlervermeidung und -suche: Bereits beim Schreiben des Codes werden Syntaxfehler moniert, und es gibt einen Debugger, der die Fehlersuche zur Laufzeit ermöglicht. Elegant ist auch die Art und Weise, wie man ein Skript (z.B. PHP) direkt ausführen und erst noch in unterschiedlichen Browsern ausgeben kann – und zwar ohne dass man einen lokalen Webserver installieren müsste.

Aptana Studio basiert auf Eclipse und kann entweder als Eclipse-Plugin oder als eigenständige Applikation für Windows, Mac OS oder Linux installiert werden. Die Community Edition ist kostenlos und kann wahlweise unter der GNU General Public Licence oder unter der Aptana Public Licence genutzt werden. Interessant ist übrigens das Businessmodell von Aptana: Während die IDE kostenlos zur Verfügung gestellt wird (sofern man nicht die Pro-Version wählt) ist die Nutzung der Server in der Aptana Cloud kostenpflichtig. Und weil das Deployment mit Aptana Cloud so elegant in Aptana Studio integriert ist, wird sich wahrscheinlich manch ein Entwickler entschliessen, seine Test- und Live-Umgebungen bei Aptana zu betreiben.

14 Gedanken zu „Aptana Studio: Entwicklungsumgebung für HTML, CSS, JavaScript, PHP, Ruby on Rails, Python und mehr“

  1. Wie Sie schon sagen: Sie sind kein Entwickler. PHPEclipse ist (leider) immer noch besser zum PHP entwickeln. Es hat eine bessere Unterstützung bei der Entwicklung von OO oder MVC basierten Code. Wenn es um CSS und HTML geht, ist Aptana ganz nett. Aber dafür gleich so eine riesige Suite installieren…? Bis die gestartet ist, habe ich meine Änderungen in Notepad++ erledigt.
    Kleiner Tipp: Das nächste mal über Dinge schreiben die man versteht.

  2. @Bastian

    Nehmen wir an, PHPEclipse ist tatsächlich besser (was noOne wahrscheinlich bestreiten würde): Darf man deswegen nicht über Aptana schreiben (zumal ich ja nie behauptet habe, es sei besser als eine andere IDE)?

    Freie Software benutzen aber freie Meinungsäusserung anderer nicht respektieren finde ich ein bisschen paradox…

  3. Unwissenheit kann man respektieren, Halbwissen nicht. Ich selbst habe Netbeans ewig nicht mehr gesehen und kann nicht sagen, ob es besser oder schlechter als Aptana ist. Wenn es um professionelle PHP-Entwicklung geht läuft es immer auf Zend, mit seinem exzellenten Framework, und Eclipse-Derivaten hinaus (manche schwören auf PHPEdit). PHPEclipse ist hier momentan immer noch das augereifteste Tool, obwohl ich selbst aus Performance-Gründen Zend nutze.
    Vielleicht stellen Sie das Produkt das nächste mal im Kontext anderer Produkte dieses Marktsegmentes dar.
    Ich glaube unser kleiner Disput hat nun für ausreichend Aufklärung gesorgt.

  4. Lieber Bastian XXXXX

    Darf ich kurz klarstellen: Das ist mein ganz persönliches Blog, nicht die c’t. Lesen Sie’s – oder lassen Sie’s bleiben. Sachliche Auseinandersetzungen sind willkommen, herablassende Kommentare («Kleiner Tipp: Das nächste mal über Dinge schreiben die man versteht.» – «Unwissenheit kann man respektieren, Halbwissen nicht.») werden nicht akzeptiert und führen in Zukunft zur Löschung Ihrer Kommentare.

  5. Wenn mein Nachname NUR in der E-Mail-Adresse steht, und WordPress daneben schreibt «wird nicht publiziert» dann gehe ich davon aus, dass Sie sich daran halten. Durch die vielen Einträge, dachte ich es handelt sich hier um einem souveränem Blogger. Schade, es hätte ein happy end sein können.

  6. Ihre E-Mail wurde ja auch nicht publiziert. Wer über andere herzieht sollte aber wenigstens souverän genug sein, seinen Namen zu nennen. Da es Sie offenbar stört, habe ich ihn wieder entfernt. Und damit betrachte ich die Diskussion als beendet.

  7. Ich arbeite seit Jahren Mit Dreamweaver (seit Version 2.0) und war aufgrund der immer rapider wachsenden Anschaffungspreise (gerade nach der Übernahme von Macromedia nach Adobe) gezwungen, nach Alternativen Ausschau zu halten. Dabei bin ich auf diesen eintrag gestossen und habe gerade die Kommentare dieses Eintrages gelesen. Ein schmunzeln war unvermeidlich. Aber nun möchte ich auch meinen (unnötigen) Senf dazu geben. Ich finde es beachtenswert, als Anfänger eine Rezession wie diese zu verfassen und seine eigenenen Erfahrungen mit einem Softwareprodukt zu publizieren. Ja, Herr Sauter, ich würde Ihnen an dieser Stelle gern auf die Schulter klopfen und sagen «weiter so». Schade, dass einige Personen sich dadurch persönlich angegriffen fühlen, wenn «Ihr» Softwareprodukt durch solche Blogs auf Platz 2 rutscht,nicht genannt, gelobt oder vergöttert wird. Jedem das seine. Dazu kann ich nur sagen: Ich habe auch «klein» angefangen, bin in tausende Sackgassen gefahren, habe Nächte mit dem Lesen von Büchern verbracht, habe etliche alternative Programmiersprachen (Coldfusion etc.) ausprobiert und bin scheinbar unendlich oft von Vorn angefangen. Kurz gesagt: «Nicht aufgeben – weiter machen und dabei die eigene Meinung behalten!» 🙂

  8. Ich wollte mich eigentlich über Aptana informieren, aber dieser Streit im Kommentarteil lässt darauf schliessen, dass dies hier ein Kindergarten ist. (… ist aber bei vielen so – Blog, Forum usw.)
    Machen Sie doch einen VIP-Blog – mit Benutzeranmeldung.

    Dann bleibe ich doch bei meinem win-Editor. 😉

  9. Aptana hat sicherlich einige Stärken. Gerade der Javascriptbereich ist gut und durch Eclipse kann man es schnell zur eierlegenden Wollmilchsau mittels anderer Plugins «umbauen». Allerdings hinkt es bei PHP meiner Meinung nach stark hinterher. Code Assist, Debugging etc… Das ist alles entweder unfertig oder sehr umständlich.

    Da prescht momentan eher Netbeans von hinten nach vorne. Bereits jetzt ist der PHP Support, was Code Assist und einfaches Remote Debuggen angeht, da IMHO besser gelöst als bei Aptana und es könnte sich zu _der_ PHP IDE entwickeln (zumal auch kostenlos und erweiterbar).

    Bei PHP würde ich zumindest nicht auf Aptana setzen und eher bei Zend, Netbeans usw. gucken. Aptana ist im Grunde bekannt geworden durch Javascript und ich denke da ist auch heute noch die wirkliche Stärke.

  10. ich arbeite an einem großen webprojekt als designer und habe mich notgedrungen auf den workflow einzustellen den die anderen mitentwickler bevorzugen.. ich suche seit tagen für netbeans eine «normale» UI – sprich etwas was aussieht wie ein softwarepaket in dem man arbeiten kann, dass pragmatisch ist.. bei netbeans baut man wie in vielen anderen packeten auf java basierte oberflächen.. alles cool soweit.. wären da nicht risig große fensterbuttons, minikleine buttons zum schliessen von dateien und ein menü dass mich öfter warten lässt als arbeiten.. das look and feel von netbeans steht dem von der hier vorgeschlagenen um meilen weit hinten an.. ich bin als designer und programmierer nicht behindert und weiß auch mit einer maus ein button zu treffen in der mitte. wir basteln wwebprojekte deren usebility es dem nutzer einfach machen soll, warum sind dann diverse pakete um dies zu erledigen noch aus dem telnet-zeitalter nur dass eben riesen buttons suggerieren dass man drauf klicken soll, wenn es doch nur eine geöffnete datei darstellen soll. wie erfolgreich ein sauberes konzept sein kann, zeigen textmate und coda auf osx zb.. ich würde kein kinderkrieg anfangen deshalb, sondern «bastian» daran erinnern dass usebility der schlüssel für jede xml-ähnlich basierte software ist. wenn ich also dabei nicht jede ruby-ecke und code schreibt sich von selbst plugin brauche, dann ist die hier gezeigte version weit mehr als ausreichend.

  11. Also ich habe mal für einige Zeit netbeans ausprobiert und war damit viel zufriedener als mit eclipse…
    eclipse war immer langsam bei den Vorschlägen und die Projekte im Workspace wurden nciht richtig erkannnt. Da Aptana auf eclipse aufbaut würde mich interessieren: Hat es diese Probleme auch? Und kann man die Dinge die man mit Aptana macht (html, css, javascript) auch mit netbeans umsetzen?

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