TYPOlight: Das Volks-CMS

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Ein knappes Jahr ist es her, seit ich das Web-CMS TYPOlight in diesem Blog erstmals vorgestellt habe. Inzwischen hat der Entwickler Leo Feyer einige weitere Releases veröffentlicht und ist heute bei der Version 2.5 angekommen. Allerdings geht es mir hier nicht um die seither implementierten Features (hierzu gibt es ein übersichtliches Changelog), sondern um eine Würdigung eines CMS, das in seiner Übersichtlichkeit, Konsequenz und Ästhetik seinesgleichen sucht – insbesondere in der Open-Source-Welt, wo Funktionalität leider oft wichtiger ist als Benutzerfreundlichkeit.

Vorausschicken muss ich, dass ich in den letzten Jahren von phpWCMS über Mambo/Joomla!, PostNuke, XOOPS und Drupal bis hin zu TYPO3 schon eine ganze Reihe von PHP/MySQL-basierten CMS getestet habe. Dass inzwischen TYPO3 mein bevorzugtes CMS ist, liegt an dessen Leistungsfähigkeit – bei einfachen Projekten (und bei ungeübten Content Managern) wäre allerdings ein schlankeres CMS oft sinnvoller. TYPOlight ist genau das – und es ist dermassen konsequent durchkonzipiert und durchgestylt, dass man nur staunen kann, wie ein einziger Entwickler so etwas zustande bringt. Architektur, Funktionalität, Usability, Design und Dokumentation – hier stimmt einfach alles.

Wohl verstanden: Wenn es um den Leistungsumfang und die Konfigurierbarkeit geht, dann kann TYPOlight in keiner Weise mit TYPO3 mithalten. Wer aber eine kleine bis mittlere Website baut und diejenigen Funktionalitäten sucht, die in der Praxis bei 80 Prozent aller Websites benötigt werden, ist bei TYPOlight genau richtig: Ob Formulargenerator, Bildgalerie, Gästebuch, Event-Kalender, Download-Sektion, Newsletter oder Volltextsuche – all dies gehört zum Standard-Umfang von TYPOlight, der zudem über Extensions noch erweitert werden kann. Der Raum für Sonderwünsche ist zwar begrenzt, dafür ist die Website in kürzester Zeit aufgesetzt und kann selbst von ungeübten Content Managers problemlos bewirtschaftet werden.

phpWCMS: Version 1.3 veröffentlicht

Das auf PHP und MySQL basierende Open Source Content Management System phpWCMS liegt seit kurzem in der Version 1.3 vor. Die drei wesentlichen Neuerungen gegenüber der Vorgängerversion sind eine einfache API für Module/Plug-ins, der verbesserte Content-Part «Link Article» sowie diverse Bug-Fixes.

phpWCMS ist ein leicht verständliches und schön gemachtes CMS, das als Alternative zum weitaus komplexeren TYPO3 positioniert ist. Es krankt allerdings daran, dass es von Oliver Georgi im Alleingang entwickelt wird. Dies führt dazu, dass die Roadmap immer wieder angepasst werden muss – die einst voreilig angekündigte Version 2.0 scheint nach wie vor in weiter Ferne. Sogar die Projekt-Website ist wegen der Zeitnot des Entwicklers hoffnungslos veraltet und unvollständig, so dass die einzige einigermassen zuverlässige Quelle für Informationen über phpWCMS im Moment das Forum ist.