TYPO3 Tuning: Blindtext auf Knopfdruck

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Wer eine Website in TYPO3 neu aufbaut hat oft noch keine definitiven Texte zur Hand. Mit leeren Seiten kann man aber weder Templates sauber konfigurieren noch Content Managers schulen. Statt sich nun mühsam mehr oder weniger originelle Beispieltexte aus den Fingern zu saugen, installiert man mit Vorteil die Extension lorem_ipsum, die auf Knopfdruck beliebig viel «lateinischen» Blindtext in ein Textfeld einfügt:

«Lorem ipsum dolor sit amet…»

TYPO3: Usability-Team wird wiederbelebt

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Nicht zu unrecht hat TYPO3 den Ruf, ein ziemlich komplexes CMS zu sein. Das ist – unter anderem – eine Folge der nicht immer optimalen Usability im Backend, mit dem CMS-Administratoren und Content Managers arbeiten. Wenn man TYPO3 beherrscht, dann arbeitet man zwar speditiv und gerne damit, aber nach modernen Standards ist die Benutzerführung nicht gerade State of the Art, was Neulinge und technisch Unineressierte oft abschreckt.

Wie T3N berichtet hat nun Michael Stucki (Leiter der Weiterentwicklung von TYPO3 4.x) angekündigt, unter der Leitung von Jens Hoffmann das TYPO3-Usability-Team wiederzubeleben. Das sogenante Human Computer Interaction Team (HCI-Team) hatte bereits im April die TYPO3 Usability Survey gestartet. Im Juni wurde zudem die Entwicklung eines Install Tool 2.0 angekündigt mit dem Ziel, diesen inzwischen ziemlich chaotischen Teil des Backends besser zu strukturieren und zu entschlacken (vgl. Umfrage zum zukünftigen TYPO3 Install Tool).

Nachtrag: Wie Jens Hoffmann am 02.11.2007 in der Mailing-Liste klarstellte, ist das HCI-Team neu wesentlich direkter an das Core-Team angebunden. Als Kontaktpersonen zwischen den beiden Teams sind Jens Hoffmann (HCI-Team) und Benni Mack (Core-Team) benannt worden. Damit soll sichergestellt werden, dass Usability-Verbesserungen möglichst rasch in den Core einfliessen.

Optaros: Fehleinschätzung von TYPO3?

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Bruno von Rotz ist Vice President und Country Manager Schweiz des internationalen Beratungsunternehmens Optaros, das sich auf Open Source Software spezialisiert hat. In der Ausgabe 32/2007 der Zeitschrift Netzwoche schreibt er über Open Source CMS (Eine Orientierungshilfe im Open-Source-CMS-Nirwana).

Der Artikel zeugt insgesamt von Erfahrung und Überblick – allerdings mutet die Qualifizierung von TYPO3 etwas seltsam an: Das System sei eher für einfache Websites mit statischem Content und für Online-Periodika geeignet, weniger für komplexe Websites oder dynamische Community-Portale. Ausgerechnet das hoch komplexe TYPO3 mit seiner Multi-Site-Architektur, seiner durchgängigen Mehrsprachigkeit und seinem 3-Stufen-Workflow soll sich für einfache Websites eignen? Und wie sind die vielen Dutzend Extensions in die Bewertung eingeflossen, welche TYPO3 mit allen denkbaren applikatorischen Komponenten ausstattet?

Zwar relativiert von Rotz seine Bewertung:

«Typo3 wird auch erfolgreich für die Publikation von […] komplexeren Websites eingesetzt. […] Mit einem gewissen Konfigurations- und Programmieraufwand können viele der CMS-Lösungen für andere Anwendungsfälle erweitert und tauglich gemacht werden.»

Wer allerdings nur auf die Grafik des Artikel vertraut, wird von TYPO3 definitiv ein ganz falsches Bild erhalten.

TYPO3 Praxis: Korrupte Tabelle "pages" manuell wiederherstellen

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Die Datenbank-Tabelle «pages» ist zentral für eine TYPO3-Website: Hier werden alle Seiten und ihre Parameter (ID, Seitentyp, Position im Seitenbaum, Berechtigungen etc.) gespeichert. Verschiedene andere Tabellen verweisen auf die Tabelle «pages». Ist sie nicht mehr verfügbar, so ist das gesamte Frontend der Website lahmgelegt, und im Backend gähnt einem ein leerer Seitenbaum entgegen.

Der folgende Artikel beschreibt, wie man im Notfall die Tabelle «pages» manuell wiederherstellen kann. Die Methode ist nicht besonders kompliziert, aber aufwendig und nur dann zu empfehlen, wenn kein Backup der TYPO3-Datenbank verfügbar ist. Sie setzt ausserdem voraus, dass alle anderen Tabellen der TYPO3-Datenbank inklusive ihre Datensätze noch existieren, namentlich die Tabelle «tt_content», in welcher der eigentliche Content der Website gespeichert ist.

Der hier beschriebene Notfall ist also ein Spezialfall: Die Chance, dass genau die Tabelle «pages» (und nur diese) korrumpiert wird, ist relativ gering. Trotzdem trat genau dieser Spezialfall bei einer meiner TYPO3-Websites aufgrund eines Schreibfehlers des Datenbank-Servers auf. Und da mein Hosting Provider Hostpoint auch nach 72 Stunden nicht in der Lage war, mir das angeforderte Notfall-Backup einzuspielen, habe ich diese Methode benutzt – vielleicht nützt sie ja jemand anderem in einer ähnlichen Situation ebenfalls.

Schritt 1: Korrupte Tabelle «pages» löschen

Prüfen Sie zuerst, ob die Tabelle «pages» tatsächlich die Ursache Ihres Problems ist. Benutzen Sie hierfür phpMyAdmin (gibt es auch als TYP03 Backend Extension «phpmyadmin»). Wenn Sie damit die Datensätze der Tabelle nicht mehr anzeigen können (und das Phänomen auch nach einer Stunde unverändert ist), dann liegt der Verdacht nahe, dass die Tabelle korrupt ist. Löschen Sie sie in diesem Fall mit phpMyAdmin (DROP TABLE ‚pages‘).

Schritt 2: Tabelle «pages» neu anlegen

Um die Tabelle «pages» neu anzulegen brauchen Sie glücklicherweise die Tabellenstruktur nicht manuell zu definieren: Das Modul «Install» im TYPO3-Backend erledigt dies auf Knopfdruck. Gehen Sie zum Abschnitt 2. Database Analyser des Install-Moduls und rufen Sie dort den Befehl Update required tables COMPARE auf. Dadurch überprüft TYPO3, ob die aktuelle Datenbankstruktur korrekt und vollständig ist. Als Ergebnis erhalten Sie einen Bericht, der Ihnen nahelegt, die Tabelle «pages» neu zu erstellen (CREATE TABLE pages…). Klicken Sie den entsprechenden Button, um genau dies zu tun. Anschliessend sollten Sie in phpMyAdmin eine intakte Tabelle «pages» mit 0 Datensätzen vorfinden.

Schritt 3: Seitenbaum rekonstruieren

Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, den Seitenbaum der Website zu rekonstruieren. Entscheidend ist insbesondere, dass diejenigen Seiten, denen Templates zugewiesen wurden, mit der gleichen ID und auf derselben Hierarchiestufe wiederhergestellt werden.

Insbesondere bei einer grösseren/komplexeren Website kann es helfen, wenn Sie zunächst einige zentrale Seiten-IDs recherchieren. Aus der Tabelle «tt_content» können Sie in der Spalte «pid» die grösste existierende Seiten-ID ablesen; so viele Seiten werden Sie später erstellen müssen. Ferner können Sie in der Tabelle «sys_template» ablesen, welchen Seiten-IDs Templates zugewiesen sind; so lange die Seiten mit diesen IDs nicht neu angelegt wurden und an der richtigen Stelle im Seitenbaum stehen, werden Sie im Frontend keine sinnvolle Ausgabe erhalten.

Legen Sie nun im TYPO3-Backend so viele neue Seiten an, bis Sie die oben erwähnte grösste existierende Seiten-ID erreicht haben. Als Seitentitel geben Sie zunächst nur die Seiten-ID ein, alle anderen Felder belassen Sie leer bzw. auf dem Default-Wert. Am schnellsten geht dies über das Modul «Functions», wo Sie bis zu neun Seiten in einem einzigen Arbeitsgang erzeugen können.

Sobald eine Seite existiert, können Sie im Backend den darin enthaltenen Content sehen. Dies sollte Ihnen helfen, einen sinnvollen Seitentitel zu vergeben und die Seite an die korrekte Stelle im Seitenbaum zu verschieben. Stossen Sie auf Seiten ohne Content, so blenden Sie diese für den Moment aus – löschen Sie sie aber keinesfalls, da es sich um spezielle Seitentypen wie Shortcuts oder SysFolders handeln könnte, die für das Funktionieren der Website essentiell sind.

Swiss TUG Infoabend, Zürich

Die Schweizer TYPO3 User Group (Swiss TUG) trifft sich am 26. September 2007 um 19:00 Uhr zum nächsten Infoabend. Die Themen:

  • Was steckt hinter den Versionsnummern von TYPO3 und den Extensions?
  • Wie mache ich Updates? Wie geht’s einfacher? (Präsentation + Vorführung)
  • News von der T3CON07 in Karlsruhe (Vermischtes von den Teilnehmern)
  • Weitere Entwicklung der SwissTUG (Diskussion, danach Apéro)

Die Veranstaltung richtet sich an TYPO3-Interessierte aller Niveaus. Der Infoabend ist diesmal bei Assai in Zürich zu Gast.

TYPO3 Tuning: SmoothGallery

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rgsmoothgallery ist definitiv nicht die erste Extension für TYPO3, welche das CMS mit einer Kombination aus Fotoalbum, Bildergalerie und Diaschau ausstattet. Trotzdem ist sie einen Blick wert, denn sie bietet ästhetisch überzeugende Bildstrecken mit eleganten Animationen.

Georg Ringer hat für seine Extension die SmoothGallery für TYPO3 adaptiert und dabei unterschiedlichste Möglichkeiten berücksichtigt, woher die Extension ihre Bilder holt (aus einem Verzeichnis im Filesystem, aus Datensätzen der Tabellen tt_content bzw. tt_news oder aus dem Digital Asset Manager DAM). Die Installation ist problemlos, sofern man nicht vergisst, das TypoScript-Template der Extension einzubinden (Include static from extensions).

Der Content Manager fügt die SmoothGallery wie üblich als Inhaltselement vom Typ «Plugin» in seine Seite ein, verweist auf die darzustellenden Bilder und gibt ggf. einige Konfigurationsparameter (z.B. Höhe und Breite) ein. Einige Anwendungsbeispiele finden sich auf der Website des Entwicklers.

TYPO3 Tuning: Nutzungsstatistik mit AW Stats

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In der Grundausstattung bringt TYPO3 keine Nutzungsstatistik mit – wie oft die Website oder gar einzelne Seiten besucht werden, bleibt dem Webmaster somit verborgen. Um zu entsprechenden Zahlen zu kommen gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten:

  1. Auswertung des Log-Files des Web-Servers mit einem geeigneten Tool (unabhängig von TYPO3)
  2. Nutzung eines Service wie Google Analytics (erfordert den Einbau von JavaScript auf den auszuwertenden Seiten; tendenziell weniger zuverlässig als eine Auswertung auf dem eigenen Server)
  3. Einbau einer Statistik direkt in TYPO3 über eine geeignete Extension (Auswertung erfolgt über das TYPO3 Backend)

Für die dritte Methode gibt es eine simple und eine luxuriöse Variante. Die simple heisst konsequenterweise Simple Hit Statistics (sys_stat) und ergänzt das List-Modul um eine Ansicht, welche die Page Views, Hits und Sessions über den letzten Monat ausweist. Das gibt ein Gefühl dafür, ob die Site genutzt wird – mehr aber auch nicht.

Die luxuriöse Variante ist AWStats (cc_awstats), eine Extension, welche das in Perl programmierte Open Source Tool AWStats in das TYPO3 Backend einbindet. Damit erhält man detaillierte Statistiken über Nutzung und Nutzer der Website inklusive ansprechende Diagramme. Das einzige Problem besteht darin, dass AWStats einem Bereich im TYPO3-Backend zugeordnet ist, der für Nicht-Administratoren nicht zugänglich ist.

TYPO3 Tuning: Digital Asset Management (DAM)

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Das Standard-Werkzeug von TYPO3 zur Verwaltung von Bildern, PDFs, Textdateien, Audio- und Video-Dateien ist vergleichsweise einfach aufgebaut. Zwar generiert es automatisch Vorschaubilder (was nicht jedes CMS kann), ansonsten bietet die sogenannte Dateiliste (engl. Filelist) aber nicht viel mehr als das, was man auch mit einem FTP-Client sehen und machen kann. Und der einzige Weg, die Dateiliste einigermassen übersichtlich zu gestalten, besteht darin, Unterverzeichnisse anzulegen.

Wenn die Anzahl der Dateien grösser und die Website komplexer wird, stösst die Dateiliste an ihre Grenzen. Die modernere und leistungsfähigere Alternative ist die Extension DAM (Digital Asset Management) von Rene Fritz, die anstelle der Dateiliste das Modul «Media» ins TYPO3-Backend integriert.

DAM erlaubt es, Zusatzinformationen (sog. Meta-Daten) über Dateien in der Datenbank abzulegen und später auf vielfältige Weise danach zu suchen, zu filtern und zu sortieren. Meta-Daten können Angaben über den Urheber, Schlagwörter, Kategorien, Inhaltsbeschreibungen, technische Informationen und anderes mehr sein. Auch Spezialfunktionen wie das Durchsuchen von PDF- oder Textdateien oder die Zuweisung von Meta-Daten per Stapelverarbeitung gehören zu den Vorzügen von DAM. Für kleine Sites ist diese Extension unter Umständen zu komplex oder zumindest überflüssig – für grössere wird sie rasch unverzichtbar.

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