BAV 2013: Wikipedia gehört zu den Top 10 Brands in der Schweiz

Wikipedia-Logo

Natürlich kann sich die Wikimedia Foundation dafür nichts kaufen, aber es ist trotzdem mehr als ein Achtungserfolg: Gemäss dem BrandAsset Valuator 2013 (einer internationalen Markenstudie des Agenturnetzwerks Young & Rubicam) gehört die Wikipedia in der Schweiz zu den zehn stärksten Marken (Platz 10). Nebst Google (Platz 3) ist es der einzige digitale Brand, der es in die Top 10 geschafft hat. Der BrandAsset Valuator befragt Schweizer Konsumenten zu 1’100 Marken und bewertet aufgrund der Antworten die Differenzierung, die Relevanz, die Wertschätzung und die Vertrautheit einer Marke.

Disclosure: Der Autor dieses Blogs arbeitet für die Y&R Group Switzerland AG, welche den BrandAsset Valuator in der Schweiz durchführt, war aber selbst nicht an der Studie beteiligt.

Kommentar-Spam in WordPress Blogs verhindern

Steigende Besucherzahlen können auch ein Indikator für Kommentar-Spam sein.

Wenn ein Blog plötzlich stark steigende Besucherzahlen verzeichnet, dann kann das viele Gründe haben. Vielleicht wurde die Publikationstätigkeit markant gesteigert, vielleicht hat man einen Backlink von einer populären Plattform erhalten, vielleicht hat sich ein Artikel via Social Media viral verbreitet, oder vielleicht hat man eine Kampagne geschaltet, um den Traffic anzukurbeln. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, die Zugriffsstatistik genauer zu analysieren, denn es ist nicht unwahrscheinlich, dass die zusätzlichen Besuche von Spammern stammen, welche das Blog mit Kommentaren vollmüllen.

In meinem Fall korrelierten die steigenden Besucherzahlen leider ziemlich eindeutig mit zunehmendem Kommentar-Spam, der so gut gemacht war, dass Akismet ihn nicht ausfiltern konnte. So hatte ich auf meinem WordPress Blog ziemlich schnell viele nette Kommentare, die meine Arbeit lobten, naive Fragen stellten oder auf andere interessante Blogs verwiesen. Anfangs waren sie mehrheitlich in einer Fremdsprache verfasst und dadurch leicht zu durchschauen, aber mit der Zeit wechselten die Spammer auf Deutsch, und auch die Kommentarinhalte wurden immer raffinierter. Schon bald sah ich mich gezwungen, alle Kommentare zu moderieren statt wie bisher automatisch freischalten zu lassen.

Dass Sie heute wieder unmoderiert auf Open Mind kommentieren können, verdanken Sie dem WordPress Plug-in Cookies for Comments. Dieses hilft,  menschliche Kommentare von Spam-Bot-Kommentaren zu unterscheiden, indem es jedem Blog-Besucher ein Cookie setzt. Fehlt das Cookie – weil der Spam-Bot den Kommentar direkt absetzt – dann wird der Kommentar als Spam behandelt. Ein zweiter Mechanismus hilft, auch menschliche Spammers zu erkennen: Wenn ein Kommentar bereits wenige Sekunden nach dem Seitenaufruf abgesetzt wird, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass der Artikel gar nicht gelesen wurde und der Kommentar somit Spam darstellt. Das Zeitlimit kann übrigens in den Plug-in-Einstellungen selbst gesetzt werden.

Zoom Page: Das Firefox Add-on für ideale Sichtverhältnisse

Das Firefox Add-on Zoom Page wird in einer beliebigen Symbolliste installiert.

In einer Zeit, wo Bildschirmauflösungen immer höher und Internet-Devices immer kleiner werden, braucht man gelegentlich eine Lupe, um Websites lesen zu können. Glücklicherweise ist diese Lupe inzwischen in jeden Browser eingebaut: Die entsprechende Einstellung heisst “Zoom” und erlaubt es, wahlweise nur den Text oder aber den gesamten Website-Inhalt zu vergrössern beziehungsweise – auch das ist gelegentlich erwünscht – zu verkleinern. Bei meinem 13-Zoll-Ultrabook mit 1’600 x 900 Pixeln beispielsweise komme ich häufig in die Situation, wo mir die Standard-Textgrössen einen Tick zu klein sind.

Die detaillierten Konfigurationsmöglichkeiten von Zoom Page

Weil der Weg über den entsprechenden Menübefehl etwas umständlich und die Tastaturbefehle nicht immer präsent sind, schätze ich das Firefox Add-on Zoom Page. Es sitzt in einer wählbaren Symbolleiste, ist schnell erreichbar und zeigt mir jederzeit, in welcher Zoom-Stufe ich mich gerade befinde. Für eine optimale Benutzerfreundlichkeit sorgen zudem die vielfältigen Konfigurationsmöglichkeiten, etwa die verfügbaren Zoom-Stufen. Wer regelmässig Websites vergrössert kann zudem den Automatic Zoom aktivieren, der standardmässig jede Website auf eine vordefinierte Zoom-Stufe oder aber auf Fensterbreite bringt.

Zoom Page gehört inzwischen zu meinen Top 10 Firefox Add-ons, die ich keinesfalls missen möchte. Und mit dem nicht hundertprozentig eingedeutschten Konfigurationsdialog (vgl. Screenshot) kann ich gut leben.

WordPress: Wie deaktiviert man einen Benutzer?

Nachtrag: Das hier vorgestellte WordPress-Plugin User Locker wurde schon längere Zeit nicht mehr aktualisiert. Disable User erfüllt aber den gleichen Zweck.

WordPress Plugin User Locker: Erweiterte Einstellungen in den Benutzerkonten

Die Welt ist dauernd in Bewegung: Menschen, die einst an einem Blog mitgeschrieben haben, erhalten andere Aufgaben oder verlassen das Unternehmen und sollen dann keinen Zugriff mehr auf das Blog-Backend haben. WordPress bietet von Haus aus folgende Möglichkeiten, um mit diesem Problem umzugehen:

  • Benutzer löschen: Die radikalste Methode besteht darin, den WordPress User schlicht und einfach zu löschen. Dadurch geht allerdings auch die Information über die Autorenschaft seiner Artikel verloren, was in der Regel unerwünscht ist.
  • Benutzer entfernen: Ist WordPress als Blog-Netzwerk konfiguriert (mehrere Blogs in einer einzigen Installation), so reicht es aus, die Zuordnung des Users zu den jeweiligen Blogs zu lösen. Dadurch bleibt der User zwar Autor seiner früheren Artikel, kann aber keine neuen mehr anlegen.
  • Benutzerrechte zurückstufen: WordPress unterscheidet sechs verschiedene Benutzerrollen. Stuft man einen ehemaligen Mitarbeiter auf die Rolle Subscriber (= Abonnent) zurück, dann hat er nur noch minimale Rechte. Er könnte dann höchstens seinen Namen ändern und auf diese Weise eine unerwünschte Botschaft in seine früheren Beiträge einschleusen – etwa indem er „Max Muster“ ändert auf „Glauben Sie nicht, was sie hier lesen! Ich wurde gezwungen, das zu schreiben, aber es ist nicht wahr! Diese Produkte sind unbrauchbar und völlig überteuert!“
  • Passwort und E-Mail-Adresse ändern: Ein weiterer Ansatz besteht darin, das Passwort des Users zu ändern, so dass sich dieser nicht mehr im Backend einloggen kann. Damit er sich über die “Passwort vergessen”-Funktion nicht einfach ein neues Passwort zuschicken lässt, muss man aber zusätzlich auch die E-Mail-Adresse ändern. Dies ist insofern etwas umständlich, als in WordPress jeder User zwingend eine eindeutige E-Mail-Adresse braucht – man kann also nicht für sämtliche deaktivierten Users die gleiche Adresse (z.B. inactive.user@mydomain.com) benutzen.

WordPress Plugin User Locker: Fehlermeldung bei einem gesperrten Benutzerkonto

Was in WordPress leider fehlt ist die naheliegendste Lösung, dass man nämlich als Administrator per Checkbox andere Benutzerkonten sperren (und ggf. auch wieder freischalten) kann. Das Plugin User Locker rüstet genau diese Funktionalität nach. Dabei kann der Administrator bei Bedarf eine individuelle Textmeldung erfassen, welche dem User nach einem erfolglosen Login-Versuch angezeigt wird (z.B. “Ihr Benutzerkonto wurde deaktiviert. Für weitere Informationen setzen Sie sich bitte mit Peter Mustermann in Verbindung.”)

Das Plugin hat aber noch eine zweite Funktion: Es verhindert Brute-Force-Attacken (systematisches Durchprobieren von Passwörtern), indem nach einer bestimmten Anzahl erfolgloser Logins das Konto automatisch gesperrt wird. In der Benutzerverwaltung werden solche Konten dann als “aus Sicherheitsgründen gesperrt” gekennzeichnet.

Crisis Mapping aus historischer Perspektive

Wenn man von Crisis Mapping spricht, dann denkt man in der Regel an Freiwillige, welche nach dem Crowdsourcing-Prinzip aktuelle Konflikte quasi in Echtzeit auf geografischen Karten abbilden. Die Präsentation von Taylor Owen zeigt sehr anschaulich, wie man Crisis Mapping auch auf Basis von historischen Daten betreiben und dadurch Erkenntnisse für die Geschichtsschreibung gewinnen kann – etwa über die Bombardierung Kambodschas durch die Vereinigten Staaten in den 1970er Jahren.

Classic Shell gibt Windows 8 das Start Menu zurück

Das Classic Start Menu unter Windows 8

Eine der gewöhnungsbedürftigsten Neuerungen von Windows 8 ist der verschwundene Start Button. Das damit verbundene Start Menu – einst der Dreh- und Angelpunkt eines Windows-Rechners – musste in der neusten Windows-Version dem opulenten Start Screen weichen. Auf Tablets mit ihren Touchscreens mag das eine gute Lösung sein; wer hingegen weiterhin mit Tastatur und Maus arbeitet, wird mit dem neuen Start Screen nicht glücklich.

Einstellungen für das Classic Start Menu

Die Open Source Software Classic Shell bringt den Start Button und das Start Menu zurück, wobei nicht nur das Aussehen, sondern auch die Funktionsweise sehr detailliert gesteuert werden kann. Wem die unzähligen Optionen zu viel sind, wechselt einfach auf die Basic Settings und hat dann eine sehr überschaubare Anzahl an Einstellmöglichkeiten. Die Software reaktiviert zudem einige frühere Features von Datei-Explorer und Internet Explorer 9. Classic Shell ist ein Must Have für alle Windows-8-Benutzer.

Kalifornien schafft Bibliothek mit frei zugänglichen digitalen Lehrmitteln

In der California Digital Open Source Library will der US-Bundesstaat Kalifornien in Zukunft digitale Lehrmittel für Studenten kostenlos und mit einer Creative-Commons-Lizenz bereitstellen. Dies sieht ein Gesetz vor, das kürzlich von Gouverneur Jerry Brown unterzeichnet wurde. Zugleich werden Mittel bereitgestellt, um 50 solcher Open Source Textbooks zu erstellen; die ersten Titel sollen in einem Jahr bereitstehen. Die Initative will primär dazu beitragen, die Kosten für ein Studium zu senken.

Mehr Informationen in englischer Sprache

Contao-Websites einfach an Google Analytics anbinden

Konfigurationsmöglichkeiten für Google Analytics in Contao

Als ich Contao (damals noch TYPOlight genannt) kennenlernte, schätzte ich unter anderem, wie einfach man den Tracking Code für Google Analytics in eine Website integrieren konnte: Man brauchte lediglich die Tracking-ID in das entsprechende Feld im Seiten-Layout einzutragen. In der Version 2.9 wurde dieses Feld jedoch entfernt, und seither muss man die Tracking-ID über das Template moo_analytics.tpl einbinden (hier im Detail beschrieben).

Wer wie ich der alten Methode nachtrauert, dem kann geholfen werden: Die Erweiterung googleanalytics bringt nicht nur das Feld für die Tracking-ID zurück, sondern bietet zusätzlich eine ganze Reihe von weiteren Einstellmöglichkeiten für Website-Statistik. Allerdings sind alle diese Parameter nicht mehr Teil des Seiten-Layouts, sondern der Seite. Im Normalfall nimmt man die Einstellungen also in der Wurzelseite (Seitentyp: "Startpunkt einer Website") vor; diese werden dann an die übrigen Seiten der Website vererbt.

Mac OS: Hosts-Datei per Systemeinstellungen bearbeiten

Hosts.prefpane - Icon in den Mac OS Systemeinstellungen

Es gibt Situationen, in denen auch technisch weniger versierte Computer-Benutzer einen Eintrag im Hosts File ergänzen, anpassen oder löschen müssen. Das ist an sich keine Hexerei, handelt es sich doch um eine simple Textdatei, in der pro Zeile eine IP-Adresse (z.B. 172.0.0.1) und eine Domain (z.B. openmind.workshop.ch) steht. Allerdings ist die Datei gut versteckt und unter Umständen mit den normalen Benutzerrechten gar nicht bearbeitbar.

Hosts.prefpane - Eintragsliste bearbeiten

Wer mit einem Mac arbeitet und sich nicht mit dem Terminal herumschlagen möchte, der kann dank Hosts.prefpane die Hosts-Datei auch bequem über die Systemeinstellungen bearbeiten. Das unspektakuläre Benutzer-Interface ist selbsterklärend und auf das Nötigste reduziert – viel mehr gibt es dazu deshalb auch nicht zu sagen.

Hosts.prefpane ist Open Source Software und kostenlos.

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