sk_pagecomments: CMS-Seiten mit Kommentarfunktion ausstatten

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Das Web 2.0 lebt davon, dass jeder überall seine Meinung äussern kann. Blog-Systeme mit ihrer Kommentarfunktion sind optimal darauf zugeschnitten. Bei konventionellen Websites dagegen beschränkt sich die Interaktivität im schlechteren Fall auf ein Kontaktformular, im besseren Fall auf ein Forum. Direkt an Ort und Stelle und für alle anderen Benutzer sichtbar eine Bemerkung hinterlassen kann man damit aber nicht.

Wer sich etwas mehr Interaktivität auf seiner TYPO3-Website wünscht, sollte sich die Extension sk_pagecomments anschauen. Damit kann man auf einfache Weise eine Kommentarfunktion einbauen – entweder selektiv für ausgewählte Seiten (indem man ein Content-Element vom Typ «Plug-In» in die entsprechende Seite einfügt) oder global über ein paar Zeilen Code im TypoScript-Setup.

sk_pagecomments funktioniert so, wie man es sich vorstellt und ist vergleichsweise rasch konfiguriert. Hervorzuheben sind die Moderations-Option (Kommentare sind per default unsichtbar und können über das Backend freigeschaltet werden), die CAPTCHA-Unterstützung, die E-Mail-Benachrichtigung und die Möglichkeit, auf frühere Kommentare direkt zu antworten, was eine Thread-Darstellung ergibt.

Letztlich ist sk_pagecomments natürlich nicht sehr verschieden von einer Gästebuch-Extension wie etwa ve_guestbook. Insbesondere dank der Antwort-Funktion bietet sie aber einen klaren Mehrwert. Apropos: Keinen erkennbaren Mehrwert sehe ich dagegen in der Extension eluna_pagecomments, die aus sk_pagecomments entstanden ist.

Im TYPO3 Extension Repository suchen per Firefox Suchfeld

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Das Suchfeld in Firefox ist bekanntlich konfigurierbar – der Benutzer bestimmt, welche der zahlreichen Suchmaschinen er benutzen möchte. Wer häufiger im TYPO3 Extension Repository (TER) sucht, sollte sich die entsprechende XML-Datei vom TYPO3-Blog herunterladen (Installationsanleitung ebenda).

ke_stats: Neue Statistik-Extension für TYPO3

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Mit sys_stat, pp_stats und cc_awstats gibt es bereits einige Statistik-Extensions für TYPO3. Die ersten beiden sind ziemlich einfach gehalten, während AWStats zwar detaillierte Auswertungen erlaubt, aber letztlich nur eine oberflächlich integrierte Perl-Applikation ist, auf die zudem nur Admins zugreifen können. Es gibt also nach wie vor Raum für die ideale TYPO3-Statistik-Extension.

image Der jüngste Neuzugang im TYPO3 Extension Repository heisst ke_stats. Gemessen daran, dass es sich um die allererste Beta-Version handelt, scheint mir diese Extension vielversprechend. Zwar vermisst man die grafischen Auswertungen von AWStats, aber dafür ist die Extension gut in TYPO3 integriert und bietet einen sehr direkten Zugriff auf die Statistiken, weil die Zugriffe nicht in einem Log-File, sondern in der Datenbank protokolliert werden. Zudem ist die Statistik über einen Navigationspunkt im Web-Modul leicht zu finden und auch für Nicht-Admins zugänglich. Wie gut sich ke_stats in der Praxis bewährt kann ich allerdings erst in ein, zwei Monaten sagen, wenn genügend Daten vorliegen, die ich auswerten kann.

TYPO3 4.2 zum Zweiten: Podcast mit Ingo Renner und Kasper Skårhøj

Ingo Renner ist der Release Manager der kommenden Version 4.2 von TYPO3. Im Interview mit Kasper Skårhøj spricht er über die neuen Features. Eine der Neuerungen, die ich bisher nicht erwähnt hatte, ist die standardmässige Unterstützung von UTF8, so dass nicht-europäische Zeichensätze (z.B. Kyrillisch, Arabisch, Chinesisch) ohne spezielle Konfigurationseinstellungen möglich sind. Aufgefallen ist mir ferner, dass das Backend von Ingo Renner in einigen Details anders aussieht als das, was man in der aktuellen Alpha-Version zu sehen bekommt – und diese Unterschiede sind durchaus vielversprechend (z.B. die Suchfunktion im Seitenbaum oder die verbesserten Shortcuts). Der Video-Podcast ist auf der TYPO3-Website verfügbar.

iX 12/2007: 8 Open Source CMS im Test

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift iX – Magazin für professionelle Informationstechnik werden 5 PHP- und 3 Java-CMS mit Open-Source-Lizenz getestet.

image In der PHP-Fraktion positioniert sich TYPO3 wenig überraschend als leistungsfähiges System für den professionellen Einsatz. Hervorgehoben werden das gut strukturierte Backend, das Frontend-Editing, die detaillierte Rechtesteuerung sowie Workflow und Versionierung. Auf der anderen Seite wird die Komplexität des Systems kritisiert, welche für Content Manager, Template-Designer und CMS-Administratoren einen erheblichen Lernaufwand bedeutet. Der Artikel zeigt auch auf, dass TYPO3 letztlich mehr ist als «nur» ein CMS, sondern dank der immensen Fülle an Extensions eine Basis für fast jede Web-Anwendung bilden kann. Die Beschreibung erscheint mir persönlich sehr kompetent und die Beurteilung fair.

image Mit Drupal und Joomla werden zwei weitere populäre Vertreter aus dem PHP-Lager vorgestellt. Während Drupal für mittelgrosse Community-Websites empfohlen wird, offenbart der Artikel Schwächen bei Joomla (die es zumeist noch von Mambo geerbt hat). Als Aussenseiter gehen das leistungsfähige Papaya und das elegante Redaxo ins Rennen.

image Bei den Java-basierten CMS lese ich eine Empfehlung für Magnolia aus dem Testbericht heraus. Das in der Schweiz entwickelte System bietet eine moderne Benutzeroberfläche und eine ebenso moderne Datenhaltung nach JSR-170-Standard. Ein Wermutstropfen stellt der Umstand dar, dass nicht alle Funktionen der kostenpflichtigen Enterprise Edition auch in der freien Community Edition zur Verfügung stehen. Ebenfalls getestet wurden Apache Lenya sowie OpenCMS.

P.S. Nach wie vor eine hervorragende Adresse für Open Source CMS ist www.opensourcecms.com, wo man viele Systeme in der Rolle als Administrator oder Content Manager direkt testen kann.

TYPO3 4.2 ante portas – Verbesserungen im Backend

Das TYPO3 Core Team hat die zweite Alpha-Version von TYPO3 4.2 angekündigt. Sie bringt primär wesentliche Verbesserungen im Backend.

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Wie schon früher berichtet (vgl. Umfrage zum zukünftigen TYPO3 Install Tool) wird gegenwärtig der Installer grundlegend überarbeitet. Während der eigentliche Installationsprozess im 1-2-3-Modus durch die Überarbeitung nicht viel gewonnen hat (siehe oben), ist das in Setup umbenannte Backend-Modul Install ein massiver Schritt nach vorne: Endlich verfügt dieses Modul über eine logische Struktur und eine vernünftige Navigation.

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Sogar eine Suchfunktion innerhalb des Setup-Moduls ist vorhanden, was ein bisschen an die Systemeinstellungen von Mac OS X erinnert. Allerdings funktioniert diese Suche in der Alpha 2 noch nicht richtig, jedenfalls wurden für zentrale Suchbegriffe keine Treffer gefunden.

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Auch die eigentlichen Eingabemasken sind vorbildlich aufgeräumt und mit einem zeitgemässen Icon versehen.

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Sowohl visuell als auch funktional ist der neue Installer somit ein Gewinn. Vermisst habe ich einzig die früheren Referenzbilder, mit denen man das korrekte Funktionieren von ImageMagick und GD Library kontrollieren konnte. Hoffen wir, dass sich dies in der finalen Version von TYPO3 4.2 noch ändert.

Aufgefallen sind mir noch einige weitere Verbesserungen im Bereich der Usability, die weniger spektakulär, im Alltag aber mindestens so wertvoll sind. So werden nun die seltener benötigten Felder der sogenannten Zweiten Optionspaletten (engl. Secondary Options Palettes) nicht mehr am oberen Seitenrand eingeblendet, sondern direkt im Formular, wobei man dies für jeden Abschnitt separat steuern kann. Wie im nachfolgenden Screenshot gezeigt kann man beispielsweise die Zusatzoptionen für den Abschnitt «Type» anzeigen, für den Abschnitt «Header» dagegen verstecken.

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Der Platz, der durch diese Änderung am oberen Seitenrand gewonnen wurde, nimmt nun die Buttons auf, mit denen man beispielsweise Änderungen speichern oder ein Formular schliessen kann. Dadurch bleiben die Buttons immer sichtbar, auch wenn man ein langes Formular vor sich hat, das gescrollt werden muss:

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Ein Gewinn ist auch die Gliederung der umfangreichen Seiteneigenschaften in mehrere Register, denn dadurch entfällt das bisherige Scrollen durch ein einziges, überlanges Formular.

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In der aktuellen Alpha-Version noch nicht entdecken konnte ich dagegen eine weitere wichtige Neuerung: den angekündigten TypoScript-Editor mit Syntax-Highlighting (vgl. TypoScript-Editor für das TYPO3-Backend). Möglicherweise muss er durch eine Konfigurationseinstellung freigeschaltet werden, die ich nicht gefunden habe.

Zwei praktische Hinweise für alle, welche die Alpha2-Version selbst installieren wollen: Nach meinen Erfahrungen scheitert die Installation derzeit unter XAMPP auf Windows (auf einem LAMP-Server dagegen gab es keine Probleme). Ausserdem setzt TYPO3 4.2 zwingend PHP 5.2 voraus – je nach Hosting Provider muss man dies für das Verzeichnis, in welches man TYPO3 installiert, manuell aktivieren.

TYPO3 Tuning: Versions-Check für installierte Extensions

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Eine weitere TYPO3-Extension aus der Rubrik «klein, aber fein»: ter_update_check tut nichts weiter, als die Versionsnummern aller installierten Extensions mit der aktuellsten Version im TER (TYPO3 Extension Repository) zu vergleichen. Stellt man eine Differenz fest und möchte eine TYPO3-Installation updaten, ist der Download des Updates nur 1 Klick entfernt.

TYPO3 Tuning: Backend-Login wiederherstellen [2]

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Ähnlich wie cwt_resetbepassword stattet auch die Extension ods_resetbepassword das TYPO3-Backend mit der Möglichkeit aus, ein vergessenes Passwort wiederherzustellen.

Während erstere zwar sehr verständlich, aber optisch leider nicht ganz gelungen ist, gilt für letztere das pure Gegenteil: Das Backend ist so schön wie eh und je, dafür muss man den Link zur Passwort-Wiederherstellung fast mit der Lupe suchen – zumal er erst dann erscheint, wenn man das Passwort falsch eingegeben hat: «Click here to reset.» Das Ganze funktioniert aber einwandfrei und löst ein einfaches Text-Mail an die hinterlegte E-Mail-Adresse des Users aus, über welches man dann ein neues Passwort anfordern kann.

Übrigens hat ods_resetbepassword die Angewohnheit, eine allfällig vorhandene Extension cwt_resetbepassword automatisch zu deaktivieren.

T3-Pages: Umstrittenes Verzeichnis von TYPO3 Referenzprojekten

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T3-Pages ist ein Verzeichnis von Websites, die mit dem Open Source CMS TYPO3 erstellt wurden – so wie es auch auf der offiziellen TYPO3-Website eines gibt. Doch genau darin liegt Konfliktpotential, denn T3-Pages ist unabhängig von typo3.org und wird von der Leipziger Internet-Agentur Netresearch betrieben. Es gibt Stimmen, welche Netresearch als Trittbrettfahrer sehen oder gar vor einer Spaltung der TYPO3-Community warnen, wenn Referenzprojekte in zwei verschiedenen Verzeichnissen gelistet werden. Netresearch hält dagegen, man habe der TYPO3 Association angeboten, die Plattform in typo3.org zu integrieren, es habe aber an Interesse gemangelt.

Die Diskussion ist nicht neu: In der Geschichte von TYPO3 hat es immer wieder Initiativen gegeben, welche sich ausserhalb von typo3.org abgespielt haben – etwa die beiden führenden Foren www.typo3.net und www.typo3forum.net oder die Networking-Plattform www.t3one.com -, und immer wurde auch Kritik laut. Andererseits hätte die TYPO3 Association möglicherweise gar nicht die Ressourcen gehabt, diese Projekte zu koordinieren und sinnvoll in typo3.org zu integrieren. Und letztlich könnte man den Vorwurf, sie würden Eigeninteressen verfolgen, auch jedem TYPO3-Anwender machen, der seine TypoScript-Snippets auf der eigenen Website publiziert statt an der offiziellen TYPO3-Dokumentation zu schreiben, welche eine Überarbeitung dringend nötig hätte.

Im Moment gehen die Wogen hoch, und nach Darstellung von Netresearch hat die TYPO3 Association nun sogar einen Rechtsanwalt eingeschaltet.

Informationen zum Thema:

(via TYPO3 Kompakt)

Nachtrag

Daniel Hinderink von der TYPO3 Association hat im Blog ContentSchmiede die folgende Klarstellung gepostet:

«Die Association hat gar nichts gegen ein unabhängiges Verzeichnis von TYPO3 Seiten einzuwenden, so wie sie gar nichts gegen Foren oder andere Initiativen hat. Das ist eine Verkehrung der Tatsachen. Richtig ist, dass die Association durch t3pages unverschuldet in eine Zwangslage geraten ist, aus der Netresearch sie nicht befreien wollte. Daher blieb kein anderer Ausweg als einen Anwalt zu beauftragen einen Brief zu schreiben mit der bitte um Stellungnahme. Das ist alles.»

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